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Expertenbeitrag

Karl-Heinz Sauter

Karl-Heinz Sauter

Consultant

Digitalisierung im Service als Basis für neue Geschäfte

Smart Services IoT-Plattformen im Wettstreit

| Autor/ Redakteur: Karl-Heinz Sauter / Redaktion IoT

Ein Schlüssel für moderne Geräte und Maschinen wird die Vernetzung zwischen Hersteller und Maschinenbetreiber. Smart Connected Services, z.B. für Fernzugriff-Monitoring werden ein neues profitables Geschäft. Die Grundlage dafür sind IoT-Plattformen, wo derzeit eine Vielzahl von großen und kleinen Anbietern von auf den Markt drängen. Im folgenden Beitrag werden einige Kriterien genannt, die die Auswahl beeinflussen.

Unterschiedliche IoT-Plattformen müssen zusammenpassen damit die Maschine sicher angeschlossen wird.
Unterschiedliche IoT-Plattformen müssen zusammenpassen damit die Maschine sicher angeschlossen wird.
( Pixabay )

IoT-Plattformen lassen sich selten über Funktions- oder Preisvergleiche differenzieren, dafür ist die Materie zu komplex.

Daher orientieren sich viele Unternehmen an Kriterien wie:

  • den Namen großer Anbieter, beispielsweise Microsoft, SAP, IBM, Siemens und deren Langzeitstrategien,
  • der Bekanntheit bei den Entwicklungsmitarbeitern für eine spezielle (Teil-) Anwendung oder
  • der Eignung der Plattform zur Erreichung kurzfristiger Projektziele.

Ideal - aber selten - wäre eine langfristige Sicht in Stufen bei der alle Funktionen evaluiert werden.

Wie die folgende Grafik sie zeigt wird ein schneller IoT/Remote Service, der weitere Microservices unterstützt aus den Technologiekomponenten IoT-Plattform, Monitoring und Analytics / Big Data, zusammengebaut. Auf dieser technologischen Basis werden dann Serviceprodukte und Businessmodelle aufgesetzt. 

Unterschiedliche IoT-Plattformen müssen zusammenpassen damit die Maschine(the Thing) sicher angeschlossen wird.

Alle am Markt verfügbaren Plattformen sind für internationale Serviceangebote geeignet. Bei der Auswahl sollte man sich daher die Frage stellen: Welche Funktionen werden stufenweise benötigt? Welche Architekturmerkmale und Funktionen sind relevant?

Kommunikationsplattform

Alle Plattformen, die aus dem Remote Bereich kommen und viele weitere IoT-Plattformen schaffen zunächst eine sichere Verbindung. Das bedeutet, Verwaltung von tausenden Maschinen / Geräten (Things).  Der größte Smart Serviceanbieter in Deutschlamd hat 400.000 Geräte/Maschinen über eine IoT-Plattform angeschlossen. Auswahlkriterien sind Zugriffsprotokolle, Benutzerrechte, Freigaben, Leitungsüberprüfung etc. Diese Verbindungen werden zum Fernzugriff für Monitoring und Datensammlung genutzt.

Alle IoT-Plattformen haben Schnittstellen oder Clients, die weitere Technologiestufen erlauben.  Mit Monitoring ist die Überwachung von Grenzwerten möglich. Gesammelte Daten werden mit Analytics Tools auswertbar. 

Sicherheit

Große Unterschiede gibt es zum Thema Sicherheit. Einfache Plattformen haben Passwortschutz, schon mittlere erlauben Nutzergruppen mit speziellen Rechten, Freigabe für Zugriffe, Datenkomprimierung zur Verschleierung von Prozessdaten und mehr. Noch nicht selbstverständlich sind Kriterien wie Zugriffsprotokolle, die Wer, Warum, Wo zugreift und spezielle Autorisierungsmöglichkeiten. Plattformen für Betreiber arbeiten als Digital Doormen.

Erweiterbarkeit und Kombinationsfähigkeit

Basis ist in der Regel eine IoT-Kommunikationsplattform. Ergänzt wird diese dann durch Plattform-Funktionen wie Wissensmanagement, Analytics, Monitoring und Video. Ein frühzeitiger Kombinationstest schützt vor Überraschungen. 

Weitere Auswahlkriterien

 Fehler passieren beim Leistungs- und Preis-Vergleich insbesondere, wenn der Preis pro „Things“-Anschluss, der Preis für Daten und die Entwicklungskosten für Funktionen verglichen werden. Vor allem beim letzten Punkt verschätzt man sich häufig um mehrere 100.000 €.

Neben den technischen Kirtierien liefert natürlich die Businessseite der Projekte wichtige Vorgaben. Entwickelt werden sollte deshalb immer nach Businesscase und nicht nach dem, was technisch interessant erscheint.

Fazit: Kennenlernen ist wichtig

IoT-Plattformen wie Siemens MindSphere, ABB mit Microsoft Azure, Fanuc, ThingWorx, Cumulocity, Worldline, mcDialog, Insys, eWon, Empolis, USU, Trumpf, Beeware, haben als IoT Plattformen unterschiedliche Zielsetzungen.

Auf dem Kongress Connected Service World am 14./15. Feb. 2017 in Karlsruhe werden mehr als 12 wichtige Plattform Anbieter aus unterschiedlichen Sichten mit Vorträgen, Demos und Case Studies verglichen und können in der Ausstellung diskutiert werden.  Daneben gibt es viele Geschäftsmodelle und Präsentationen aus der Praxis.

Weitere Informationen zu IoT-Softwareplattformen finden Sie zusätzlich im Bericht von Forrester "Forrester Wave™: IoT Software Platforms"

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