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In Medizin, Recht und IT

Smart Machines könnten hochqualifizierte Arbeitskräfte ersetzen

| Autor/ Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Laut einer Gartner-Studie könnten bis zum Jahr 2022 komplexe Arbeitsabläufe von künstlichen Intelligenzen mithilfe automatisierter Abläufe übernommen werden. Dies betreffe vor allem die Branchen Medizin, Recht und IT.

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Künstliche Intelligenzen werden zunehmend leistungsfähiger.
Künstliche Intelligenzen werden zunehmend leistungsfähiger.
(Bild: Kaboompics // Karolina // pexels.com / CC0)

Das könnte dazu führen, dass hochqualifizierte Arbeitskräfte durch eine Kombination aus smarten Maschinen und Robotern ersetzt werden. Besonders sind die Branchen Medizin, Recht und IT betroffen. Zu diesem Schluss kommt der Gartner-Report „Prepare for When AI Turns Skilled Practices Into Utilities“. In diesem Szenario sind vor allem CIOs gefragt: Sie müssen ihr Unternehmen auf die Auswirkungen künstlicher Intelligenz vorbereiten. Dabei müssen sie allem die Folgen für die Geschäftsstrategie und die Beschäftigung von Mitarbeitern bedenken.

KI zwingt zum Umdenken

Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen werden dazu führen, dass viele Aufgaben von Facharbeitskräften durch kostengünstigere Verfahren ersetzt werden“, prognostiziert Stephen Prentice, Vice President und Gartner Fellow. „Die Auswirkungen von KI auf verschiedene Branchen wird Unternehmen zwingen, die Geschäftsstrategie anzupassen. Künstliche Intelligenz wird komplexe Aufgaben in einen Service transformieren, für den das Unternehmen bezahlt, so wie beispielsweise für Elektrizität“, erklärt er.

Deutlich reduzierte Kosten

Welche Effekte die künstliche Intelligenz auf das jeweilige Unternehmen hat, hängt von dessen Branche, Geschäftsumfeld, Organisation und Kunden ab. Als Beispiel nennt Prentice Rechtsanwälte: Sie absolvieren zunächst eine lange, teure Bildungs- und Trainingsphase. Werden sie eingestellt, muss das betreffende Unternehmen genügend Gehalt und Vorteile bieten, um den Ausbildungsaufwand jedes eingestellten Anwalts zu kompensieren. Eine künstliche Intelligenz als Ersatz für einen Anwalt würde zwar ebenfalls eine lange Trainingsphase benötigen – sobald diese abgeschlossen ist, könnte das Unternehmen aber beliebig viele weitere KIs zu geringen Kosten implementieren. Ähnlich viel Automatisierungspotenzial sieht Gartner in der Finanzindustrie, etwa bei Kreditmanagement oder Versicherungsforderungen.

Entlastung als Vorteil

Obwohl der Einsatz von KIs in manchen Branchen zu Personalabbau führen wird, sehen die Marktforscher auch Vorteile. So übernehmen die intelligenten Maschinen Routineaufgaben und repetitive Vorgänge. Dadurch bleibt für das Personal mehr Zeit, um Dienstleistungen zu verbessern, kompliziertere Vorgänge zu bewältigen oder einfach nur von reduziertem Stress in hochgradig anspruchsvollen Umgebungen zu profitieren. „KIs sind besonders für einigermaßen klar definierte Aufgaben geeignet, während Menschen in Sachen Problemlösungen und bei komplexen Anforderungen glänzen“, verdeutlicht Prentice. Die Marktforscher betonen zudem, dass eine Balance zwischen KI- und menschlichen Fähigkeiten nötig ist. Zuviel Automatisierung reduziert die Handlungsfähigkeit eines Unternehmens und verhindert schnelle Anpassungen an die Anforderungen eines veränderlichen, kompetitiven Umfelds. Eine klare Strategie verdeutlicht den Angestellten zudem, wo und wie intelligente Systeme künftig eingesetzt werden.

Dieser Beitrag erschien zunächst auf unserem Partnerportal BIGDATA-INSIDER.

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