Suchen

Kommentar von Lani Ingram, Verizon „Smart Cities“ werden schon bald Realität

| Autor / Redakteur: Lani Ingram* / Nico Litzel

Lani Ingram, Vice President Smart Communities bei Verizon, gibt ihre Prognose, wie sich der Smart-City-Trend dieses Jahr beschleunigen wird.

Firmen zum Thema

(Bild: Verizon )

1. Smart Cities erreichen Wendepunkt

Wer heute an Smart Cities denkt, hat meist ein futuristisches Bild vor Augen, jedoch wird das Konzept einer intelligenten Stadt immer mehr realer Bestandteil unseres Alltags. Städte und Technologien haben sich gemeinsam weiterentwickelt, sodass eine Umsetzung neuer Lösungen in deutlich größerem Maßstab als früher möglich geworden ist.

Als einer der großen Trends 2017 werden wir uns von kleineren Pilotprojekten verabschieden und erleben, wie Smart-City-Technologien in größerem Stil in den Städte implementiert werden. Die Ausschreibungen für größere Smart-City-Projekte nehmen bereits kontinuierlich zu.

Solche Implementierungen können alles umfassen – von der Straßenbeleuchtung über Verkehrsregelung und Parken bis hin zu öffentlicher Sicherheit und Bürgerengagement. Dabei ist die Einbindung der Bürger ein großes Thema: Es ist wichtig, Methoden zu entwickeln und Technologien zu nutzen, die zu einem positiven zeitnahen Gedankenaustausch zwischen Stadtverwaltung und Bürgern führen. Dies lässt sich mit vielen Plattformen erreichen, von Informationskiosken bis hin zu mobilen Apps.

2. Technologien für Smart Communities menschlicher gestalten

Ein weiterer großer Trend wird die Fokussierung der Städte auf Technologien für wirtschaftliche Entwicklung und Innovation sein. Städte wollen eine Open-Data-Umgebung für ihre Bürger, die deutlich mehr Informationen zugänglich macht und auf deren Basis die Bürger eigene Lösungen für ihre Kommune entwickeln können. Spannungen – selbst in kleinen Gemeinden – treiben einen Keil zwischen die Gemeindemitglieder und verlangen nach mehr Kommunikation. Viele Städte wollen daher mithilfe von Technologie den Dialog gestalten und Menschen zusammenbringen.

Dazu müssen moderne Wege zur Entwicklung des Dialogs zwischen den Mitgliedern von Kommunen beschritten werden. Wenn sie beispielsweise heute darüber nachdenken, Veränderungen innerhalb des Gemeinwesens herbeizuführen, dann führte bislang der Weg über Bürgerversammlungen, Petitionen und Unterschriftensammlungen. Doch diese Methoden bürgerlichen Engagements haben sich überholt. Mit neuen Technologie wollen wir moderne, in Echtzeit verfügbare Mechanismen schaffen, über die Mitglieder von Kommunen kommunizieren und Maßnahmen einleiten können, um das Leben in der sie umgebenden Gemeinschaft zu verbessern.

Erst wenn man beginnt, Technologie menschlicher zu gestalten, wird sie von den Bürgern angenommen. Sonst wird sie nicht genutzt – jedenfalls nicht in einer Art und Weise, dass die Gesellschaft in dem Maße davon profitiert, wie das unserer Meinung nach möglich ist.

Damit verbunden werden wir erleben, dass auch das Internet der Dinge den Menschen besser unterstützen wird. Dies ist einer der Gründe, warum ich glaube, dass Verizon über gute Voraussetzungen verfügt, smarte Lösungen für Kommunen zu entwickeln. Unternehmen wie Verizon haben gelernt, mit Menschen zu kommunizieren und können daher auch Städte und Gemeinde darin unterstützen, den Dialog voranzutreiben.

3. Man braucht ein ganzes Dorf, um eine Smart Community zu entwickeln

Als nächstes werden wir erleben, wie sich die Zusammenarbeit entwickelt, die zwischen den Mitgliedern einer Gemeinschaft unerlässlich ist, damit diese Lösungen tatsächlich eingeführt werden können. Die Zusammenarbeit wird sich erheblich von früheren Formen unterscheiden, wo wir es eher mit einer Art Käufer-Verkäufer-Verhältnis zu tun hatten. Jetzt lautet das Motto des Konzepts: „Man braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen.“ Ich glaube, man benötigt ein kooperierendes Ökosystem, um eine Smart Community zu entwickeln. Eine ganze Reihe unterschiedlicher Mitglieder werden daran beteiligt sein: Vertreter der Kommunen ebenso Partner wie Verizon, aber auch Non-Profit-Organisationen, Universitäten und natürlich andere Technologieanbieter, große wie kleine. Alle müssen zusammenarbeiten in einem Umfeld bestehend aus einer Art öffentlich-privater Partnerschaft. Falls eine Gruppierung versuchen sollte, hierbei die Führung an sich zu reißen, wird dies meiner Ansicht nach die Innovation hemmen.

Zunächst einmal müssen die Beteiligten damit beginnen, zusammenzuarbeiten. Sie müssen begreifen, wo eine Gruppierung weitermacht, wenn eine andere aufgehört hat, müssen realisieren, wie wir Einführung, Nutzung und Wirkungsgrad vorantreiben können und das Beste aus unseren Lösungen und Ressourcen herausholen. Erst dann werden wir erleben, wie sich das Potenzial von Smart Communities entfaltet.

Dieser Beitrag ist auf unserem Partnerportal BigData-Insider erschienen.

* Mrinalini (Lani) Ingram ist VP, Smart Communities innerhalb der Product and New Business Organization von Verizon. Hier ist sie richtungsweisend im Rahmen des Strategie-, Engagement-, Implementierungs- und Lösungs-Supports für das Smart-Cities-Produktportfolio von Verizon tätig.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 44499611)