Digital-Twin-Plattform Simulationsmethoden für den Maschinenbau ausgezeichnet

Redakteur: Alina Hailer

Das Virtual Automation Lab der Hochschule Esslingen entwickelt eine Mixed-Reality-Lösung für den Maschinen- und Anlagenbau. Damit konnten sie im Wettbewerb „100 Orte für Industrie 4.0“ die Jury überzeugen und wurden nun auch ausgezeichnet.

Firmen zum Thema

Die Mixed-Reality-Lösung des VAL ermöglicht es dem Anwender, mit virtuellen Anlagenkomponenten intuitiv in der realen Welt via Datenbrille, Tablet oder Smartphone zu interagieren.
Die Mixed-Reality-Lösung des VAL ermöglicht es dem Anwender, mit virtuellen Anlagenkomponenten intuitiv in der realen Welt via Datenbrille, Tablet oder Smartphone zu interagieren.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg Dr. Patrick Rapp zeichnete kürzlich acht Digitalisierungslösungen als die aktuellen Preisträger des Wettbewerbs „Allianz-Industrie 4.0“ aus. Darunter auch das Virtual-Automation-Lab (VAL) der Fakultät Maschinen und Systeme der Hochschule Esslingen. Es wurde zu einem der 100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg ausgezeichnet. Die Auswahljury wurde mit der Industrie 4-0-Lösung zur Mixed-Reality-in-the-Loop-Simulation im Maschinen und Anlagenbau des VAL überzeugt.

Neue Möglichkeiten für Forschung und Entwicklung im Maschinen- und Anlagenbau

Laut Rapp eröffnet die Lösung des VAL neue Wege für die Forschung, Entwicklung und Lehre im Maschinen- und Anlagenbau. Konkret gehe es dabei um den Einsatz von Mixed-Reality-in-the-Loop-Simulationsmethoden in der Maschinenentwicklung und in Schulungen. Diese Simulationswerkzeuge ermöglichen die Kopplung des realen Steuerungsverhaltens mit den Digitalen Zwillingen von Anlagenkomponenten. Damit können beispielsweise Fehlerszenarien einfach reproduziert und ohne Gefährdung von Mensch und Maschine ortsunabhängig trainiert werden.

„Die Mixed-Reality-Lösung verbindet dabei die virtuelle Simulation mit der realen Umgebung. Der Anwender kann so mit den virtuellen Anlagenkomponenten intuitiv in der realen Welt via Datenbrille, Tablet oder Smartphone interagieren. Durch die servicebasierte Architektur der zugrunde liegenden Digital-Twin-Plattform können eigene Simulationen einfach erstellt und endgeräteunabhängig übertragen werden. Dies ermöglicht gerade für Schulungen vielfältige Möglichkeiten“, so Rapp.

Baden-Württemberg als führende Region für Industrie 4.0

Seit 2015 sucht die Allianz-Industrie 4.0 Baden-Württemberg im Wettbewerb „100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg“ Die Netzwerkinitiative Allianz-Industrie 4-0 wird vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg gefördert. Ziel des Netzwerks ist es, Kompetenzen aus Produktionstechnik sowie Informations- und Kommunikationstechnik bündeln, alle wesentlichen Akteure zu vernetzten und durch innovative Transferangebote den industriellen Mittelstand bei der Umsetzung von Industrie 4.0 zu begleiten.

Die mehr als 50 Partnerorganisationen der Allianz-Industrie 4.0 streben an, Baden-Württemberg als weltweit führende Region für Industrie 4.0-Technologien auszubauen. Mit dem aktuellen Themenfokus „Resiliente Wertschöpfung“ richtete sich der Wettbewerb an neue Digitalisierungslösungen, welche die Resilienz von Geschäfts- und Produktionsprozessen in Zeiten der Corona-Pandemie verbessern und damit die Produktion aufrechterhalten konnten.

(ID:47559271)