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Blockchain Silicon Valley für Jedermann

| Redakteur: Lisa Marie Waschbusch

Wer schon immer mal Silicon Valley-Luft schnuppern wollte, der kann das jetzt zumindest virtuell tun: Das Düsseldorfer Startup Space.Cloud.Unit (SCU) will es Jedermann auf der Welt ermöglichen, sein virtuelles Silicon Valley in der Cloud abzubilden.

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Space.Cloud.Unit (SCU) will es Jedermann auf der Welt ermöglichen, sein virtuelles Silicon Valley in der Cloud abzubilden.
Space.Cloud.Unit (SCU) will es Jedermann auf der Welt ermöglichen, sein virtuelles Silicon Valley in der Cloud abzubilden.
(Bild: Pixabay / CC0 )

Das Düsseldorfer Startup Space.Cloud.Unit will es jedem Menschen auf der Welt ermöglichen, sein virtuelles Silicon Valley – ganz nach seinen eigenen Wünschen – in der Cloud abzubilden. Zur Finanzierung dieses einzigartigen Blockchain-Projektes plant SCU im Herbst 2018 einen ICO („Initial Coin Offering“). Ob Programmierung, HR, CRM, Marketing, Office, Supply Chain Management oder sonstigen Anwendungen, jeder kann seine Cloud, sein virtuelles Silicon Valley, so bauen, dass die Teams ihr Projekt zügig und komfortabel umsetzen können. Die fertige Cloud lässt sich dann leicht in bestehende IT-Systeme und Clouds von Unternehmen, Behörden oder Organisationen integrieren.

„Statt nach starren Paketen rufen die Nutzer schon lange nach Lösungen, die sie sich individuell und unkompliziert zusammenstellen und die sie jederzeit neu anpassen können“, sagt Moritz Stumpf, Projektleiter von SCU. „SCU funktioniert wie Meta-Suchmaschinen für Hotels oder Flüge, die alle anderen Plattformen und damit deren Angebote wie auch Services transparent und übersichtlich auf einer Seite verbinden. So kann jeder seine ideale Cloud zum besten Preis bauen.“

Teamwork in der Cloud: Raus aus Datensilos und Inselwissen

Videos, Fotos, Musik, Dokumente und Daten sollen mit SCU unkompliziert über System-Grenzen hinweg mit anderen geteilt und synchronisiert werden können. Dieser ungehinderte Datenfluss über verschiedene Cloud- und IT-Systeme wird durch eine weltweit standardisierte Schnittstelle realisiert, ähnlich einer API-Schnittstelle. Dazu arbeiten die Macher von SCU bereits intensiv mit GÉANT und CERN, Erfinder des WWW und der größten Maschine der Welt (Teilchenbeschleuniger LHC), im Rahmen der Open Source Initiative Open Cloud Mesh zusammen.

Mit der SCU-Applikation kann man in der Blockchain einfach und sicher festlegen, wer welche Dokumente, Grafiken, Videos oder Musikdateien sehen oder bearbeiten kann bzw. dafür bezahlen soll.

Mehr Sicherheit

SCU basiert auf der Blockchain-Technologie, sodass Daten mehrfach redundant dezentral abgespeichert werden. Wenn ein Cloud-Anbieter ausfällt, bleiben die Daten der User dennoch sicher. Außerdem werden Daten komplett verschlüsselt an den Speicherplatz übertragen und abgelegt.

Wenn eine Nichtverfügbarkeit vorliegt, werden Garantiezahlungen beim Anbieter automatisch und rechtssicher durch Smart Contracts abgebucht. So erhält der Kunde einen Schadensersatz ausgezahlt, vergleichbar mit der Auszahlung einer Haftpflichtversicherung im Schadensfall. Zudem sollen Kunden entscheiden können, in welchem Land ihre Daten gespeichert werden sollen.

Zahlungsmittel „SCU Token“

Zahlungsmittel für die Zahlungen ist der SCU-Token, der auf der Blockchain generiert wird. Finanziert wird die Space.Cloud.Unit über einen mehrstufigen ICO, der in der zweiten Jahreshälfte 2018 startet. Dabei hat jeder SCU mehrere Gigabyte-Speicherplatz als Gegenwert.

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