Suchen

SPS IPC Drives 2016

Siemens geht in die Microsoft-Cloud

| Redakteur: Sariana Kunze

Siemens plant das offene IoT-Ecosystem Mindsphere im kommenden Jahr auf der Microsoft-Cloud-Plattform Azure verfügbar zu machen. Mindsphere soll es Industrieunternehmen ermöglichen die Leistungsfähigkeit von Anlagen durch das Erfassen und die Analyse großer Mengen von Produktionsdaten zu verbessern.

Firmen zum Thema

Mindsphere ist ein offenes IoT-System. Im Laufe des kommenden Jahres soll es auf der Cloud-Plattform Azure von Microsoft verfügbar sein.
Mindsphere ist ein offenes IoT-System. Im Laufe des kommenden Jahres soll es auf der Cloud-Plattform Azure von Microsoft verfügbar sein.
( Bild: Siemens )

Mindsphere ist als offenes IoT-Ecosystem konzipiert. Industrieunternehmen können Mindsphere als Basis für eigene digitale Services einsetzen, etwa im Bereich vorausschauende Instandhaltung, Energiedatenmanagement oder Ressourcenoptimierung.

Maschinen- und Anlagenbauer im Speziellen können mit der Plattform weltweit verteilte Maschinenflotten für Servicezwecke überwachen, deren Stillstandszeiten reduzieren und damit neue Geschäftsmodelle anbieten. Mindsphere ist auch die Grundlage für datenbasierte Services von Siemens, beispielsweise zur vorausschauenden Instandhaltung von Werkzeugmaschinen (Machine Tool Analytics) oder von integrierten Antriebssystemen (Drive Train Analytics).

Geringerer Einarbeitungs- und Programmieraufwand

Zusätzlich zu Java, JavaScript und Python soll Mindsphere zukünftig auch .NET-Anwendungen unterstützen: .NET-Entwickler können bei der Entwicklung neuer Mindsphere-Apps von ihren bestehenden Anwendungen und Expertisen profitieren. Das verringert den Einarbeitungs- und Programmieraufwand und ermöglicht eine schnellere Projektumsetzung.

„Wir freuen uns, Microsoft als Partner für Mindsphere zu gewinnen. Damit treiben wir den Ausbau unseres offenen IoT-Ecosystems weiter voran. Dadurch sollen für Kunden, Partner und Drittanbieter zusätzliche Möglichkeiten entstehen, neue digitale Services einzusetzen und so die Produktivität von Maschinen und Anlagen zu erhöhen“, erklärt Peter Weckesser, COO der Business Unit Product Lifecycle Management bei Siemens.

Durch die Nutzung der Public-Cloud-Dienste entfällt der Installations- und Wartungsaufwand, den eine eigene IT-Infrastruktur mit sich bringt. Zudem ermöglichen die Azure-Infrastruktur-Dienste eine skalierbare Hochverfügbarkeit, indem nur die tatsächlich benötigte Rechenleistung eingesetzt und abgerechnet wird. .NET-Support verringert den Aufwand für Programmierer, die neue Mindsphere-Anwendungen entwickeln.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44404040)