Umfrage Sicherheitsexperten haben große Bedenken wegen vernetzter IoT-Geräte

Redakteur: Katharina Juschkat

95 Prozent der Sicherheitsberater ist über die Sicherheitsrisiken besorgt, die von vernetzten IoT-Geräten in der Industrie ausgehen, zeigt eine aktuelle Umfrage. Alle Ergebnisse im Überblick.

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Im Zusammenhang mit IoT-Geräten in Unternehmensumgebungen äußern Sicherheitsexperten große Bedenken.
Im Zusammenhang mit IoT-Geräten in Unternehmensumgebungen äußern Sicherheitsexperten große Bedenken.
(Bild: ©Sikov - stock.adobe.com)

So gut wie jeder Sicherheitsexperte (99 %) berichten von Herausforderungen im Zusammenhang mit der Sicherheit von IoT- und IIoT-Geräten in Unternehmensumgebungen. Ähnlich viele (95 %) sorgen sich über die Risiken, die mit den vernetzten Geräten kommen. Zu diesen Ergebnissen kommt der IT-Anbieter Tripwire in einer aktuellen Umfrage.

IoT-Geräte sicher in die Unternehmensumgebung einzugliedern, stellt auch viele Sicherheitsexperten vor Herausforderungen: Mehr als drei Viertel der Befragten geben an, dass vernetzte Geräte nicht problemlos in das bestehende Sicherheitskonzept passen, und 88 % mussten oder müssen zusätzliche Ressourcen aufwenden, um ihre IoT- und IIoT-Sicherheitsanforderungen zu erfüllen.

Experten im Industriesektor: Vernetzte Systeme können nicht überwacht werden

Sehr groß ist die Besorgnis im Industriesektor: Hier gibt über die Hälfte der Befragten (53 %) an, dass sie nicht in der Lage ist, vernetzte Systeme, die zusätzlich in eine kontrollierte Umgebung eingebracht werden, vollständig zu überwachen. Dazu kommt, dass 61 % nur begrenzte Transparenz haben, was Änderungen der Sicherheitsanbieter innerhalb der Lieferkette anbelangt.

Von allen befragten Sicherheitsexperten folgen 88 % einem Sicherheitsstandard oder Framework. Die meisten Umgebungen werden anhand eines solchen Frameworks geprüft. Dennoch gehen Industrieexperten aus den Branchen Fertigung, Energie, Landwirtschaft, Pharmazie, Chemie, Nuklearindustrie, Abfall- und Wasserwirtschaft sowie Öl und Gas davon aus, dass sie von erweiterten ICS-Sicherheitsstandards profitieren würden.

Sicherheitsbedenken in der Lieferkette

Zudem hat fast jeder Experte (97 %) Bedenken, was die Sicherheit ihrer Lieferketten betrifft. 87 % stimmen zu, dass die existierenden IoT- und IIoT-Sicherheitsrichtlinien ein Risiko für die Sicherheit der Lieferkette darstellen.

Der Umfrage zufolge bewegen sich einige Unternehmen bereits in die richtige Richtung. Unter dem Eindruck der jüngsten Ereignisse geben 59 % an, dass sie im vergangenen Jahr mehr Budget für das Sicherheitsmanagement der Lieferkette investiert haben. Zusätzlich geben 99 % an, dass Sicherheitsabteilungen Anfragen von Mitarbeitern üblicherweise ablehnen, wenn diese vernetzte Geräte ans Firmennetzwerk anschließen wollen. 43 % geben an, häufig so zu verfahren. Ein Zeichen, dass Unternehmen bereits versuchen, den vernetzten Fußabdruck zu verringern und ihr Netzwerk präzise zu inventarisieren.

Hintergrund zur Studie

Die Studie wurde von Dimensional Research im Auftrag von Tripwire, einem Anbieter von Sicherheits- und Compliance-Lösungen für Industrie, im März 2021 durchgeführt. Die Umfrage wurde unter 312 Sicherheitsexperten erhoben, die in ihrem Unternehmen für das Sicherheitsmanagement von IoT- und IIoT-Geräten zuständig sind.

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