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IoT-Plattformen Sichere Remote-Access-Lösung für die Anlagentechnik

Autor / Redakteur: Andreas Jung / Jürgen Schreier

Große Wohnanlagen müssen zuverlässig beheizt werden. Bei einer neuen IoT-Lösung überwachen Sensoren die Druckverhältnisse und Füllstände des Versorgungssystems. Treten Störungen auf, die die Steuerung nicht selbstständig beheben kann, wird automatisch ein Techniker benachrichtigt. Dieser greift aus dem Büro auf die Anlage zu.

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Die Heizungssysteme großer Wohnanlagen müssen sicher funktionieren. Zugleich sollen sich die Diagnose- und Wartungskosten im Rahmen halten.
Die Heizungssysteme großer Wohnanlagen müssen sicher funktionieren. Zugleich sollen sich die Diagnose- und Wartungskosten im Rahmen halten.
(Bild: Pixabay / CC0 )

Damit zum Beispiel Wärme in großen Wohnanlagen sicher verteilt werden kann, benötigt man leistungsfähige Heizungsanlagen, eine zuverlässige Hydraulik sowie Druckhaltungen. Längst verfügen diese über programmierbare Steuerungselemente. Doch bei Störungen muss immer noch der Mensch eingreifen, denn keine Programmierung kann zuverlässig alle möglichen Fehler in so einer komplexen Anlage erkennen und selbstständig beheben.

Was aber, wenn der entsprechende Techniker nicht vor Ort ist oder wenn eine Störung zu spät bemerkt wird? Die Vernetzung von Geräten über das Internet of Things (IoT) könnte Abhilfe schaffen. Die Reflex Winkelmann GmbH und der IoT-Spezialist Device Insight haben hierfür gemeinsam eine Lösung entwickelt.

Diagnosen per Fernzugriff erledigen

In allen Heizungsanlagen, auch in den nicht vernetzten, sind Druckhaltungen eingebaut. Diese sichern die Versorgung des gesamten Heizungssystems mit Wasser und somit auch mit Wärme. Störungen, die unentdeckt bleiben, können leicht zu Totalausfällen führen. Wäre die Anlage aber mit dem Internet verbunden, könnte eine entsprechend programmierte Steuerung auftretende Probleme nicht nur bereits im Vorfeld erkennen, sondern auch einen Servicetechniker benachrichtigen. Genau darum geht es bei der Steuerung, die Reflex Winkelmann gemeinsam mit Device Insight entwickelt hat.

Mit der neuen Lösung überwachen Sensoren die Druckverhältnisse und Füllstände im gesamten Versorgungssystem. Sollte einmal eine Störung auftreten, die die Steuerung nicht selbstständig lösen kann, wird automatisch der Techniker benachrichtigt. Dieser greift dann einfach aus dem Büro auf die Anlage zu. Die Anfahrtszeiten entfallen so, und dank der verteilten Sensoren sieht der Techniker auf einen Blick, wo das Problem liegt. Gerade Druckhaltungen, die schneller als üblich gewartet werden müssen, meldet die Anlage selbstständig an den Techniker.

Viele anfallende Diagnosearbeiten, die die Wartung vereinfachen, können so bequem und effizient per Fernzugriff erfolgen, und böse Überraschungen bleiben aus. Selbst das Nachspeisen von Wasser oder die Entgasung des Systems können so aus der Ferne durchgeführt oder vom System automatisch übernommen werden.

„Reflex Control Remote“ heißt diese Lösung. Durch die Verzahnung der Produkte von Reflex Winkelmann über die IoT-Plattform CENTERSIGHT sollen Kunden weltweit von entstehenden Synergien profitieren können. Doch dafür reicht es nicht, die Anlagen einfach zu vernetzen. Die Verbindung mit dem Internet birgt auch Gefahren.

Bevor die Heizung gehackt wird: Sicherheit steht an erster Stelle

Was ist, wenn Cyberkriminelle die Steuerungen der Heizung via Internet angreifen? Ein erfolgreicher Angriff könnte erhebliche Folgekosten nach sich ziehen. Daher hat Sicherheit für die Ingenieure von Reflex Winkelmann bei der Vernetzung oberste Priorität. Ein System, das nicht ausreichend gesichert ist, ist letzten Endes nicht wettbewerbsfähig. Das gilt auch für Systeme, die nur unwirtschaftlich mit sehr großem Aufwand betrieben werden können oder die aufgrund von Hardwareausfällen oder Ähnlichem nicht ausreichend stabil und daher nicht rund um die Uhr verfügbar sind.

Auf der Suche nach einem geeigneten Partner hatte die Reflex Winkelmann AG mehrere Lösungen ins Auge gefasst, doch die Herausforderungen bei der Vernetzung von Produkten sind vielfältig. So gab es zum Beispiel bei mehreren Lösungsansätzen Hardwareprobleme. Schließlich entschloss man sich, CENTERSIGHT von Device Insight zu erproben, denn die IoT-Spezialisten aus München waren dem Projektteam bei Reflex Winkelmann bereits bekannt.

Schon die Referenzprojekte von Device Insight zeigten: Der Leistungsumfang von CENTERSIGHT passte zum geplanten Projekt, die Hardwarekompatibilität war gegeben, und die Verbindungen via LAN oder Mobilfunk wurden, wie von Reflex Winkelmann gefordert, unterstützt. Daher wurden die IoT-Experten von Device Insight zu einem Workshop eingeladen.

„Wir hatten uns einen engen Zeitrahmen gesetzt, aber die Zusammenarbeit funktionierte auf Anhieb gut“, erklärt dazu Tobias Wolff, bei Reflex Winkelmann als Produktmanager zuständig für das Projekt Remote. „Deshalb waren wir von Anfang an zuversichtlich, die engen zeitlichen Vorgaben einhalten zu können“, so Wolff weiter.

Über Reflex Winkelmann

Die Reflex Winkelmann GmbH in Ahlen gehört zum Geschäftsbereich Winkelmann Building + Industry der Winkelmann Group, der weltweit 1500 Mitarbeiter zählt. Das Unternehmen stellt Produkte und Lösungen für die Heiz- und Kühltechnik her. Dazu gehören Membran-Druckausdehnungsgefäße, Druckhaltestationen, Entgasungssysteme, Abscheidetechnik, Nachspeisesysteme, Wasseraufbereitungstechnik. Warmwasserspeicher und Wärmeübertrager sowie Verteilertechnologie.

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