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Kommentar Sichere Kommunikation auf allen Ebenen

| Autor / Redakteur: Morten Brøgger / Vivien Deffner

Je sensibler die Daten und Botschaften sind, desto besser sollten sie geschützt sein – das gilt nicht nur für Unternehmensdaten, sondern auch für Daten politischer Organisationen.

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Sensible Informationen sollten auch sensibel behandelt werden. Besonders, wenn es um den Schutz dieser Informationen geht.
Sensible Informationen sollten auch sensibel behandelt werden. Besonders, wenn es um den Schutz dieser Informationen geht.
(Bild: gemeinfrei / Pexels )

Als wichtigstes Gut dieser Zeit müssen wir für unsere Daten eine sichere Umgebung schaffen, in der sie ohne Bedenken gelagert und von A nach B versendet werden können. Eng verknüpft mit unseren Daten ist die Kommunikation: Ohne Daten könnten wir nicht kommunizieren und ohne Kommunikation würde es vermutlich viel weniger Daten geben. Das bedeutet auch, dass wir nicht nur unsere Daten, vielmehr auch unsere Kommunikation und die entsprechenden Konversationen, die wir inzwischen vornehmlich digital führen, angemessen schützen müssen.

Kommunikation ist hochrelevant und hochsensibel

In der Wirtschaft versuchen wir schon lange das Bewusstsein einer sicheren Datenbehandlung zu verankern, doch auch die Politik muss umdenken. Denn: Die Politik lebt von Kommunikation und beschäftigt sich tagtäglich mit hochsensiblen und kritischen Botschaften, die großes Chaos verursachen können, wenn sie in die falschen Hände gelangen. Naturkatastrophen oder Epidemien beispielsweise erinnern uns immer wieder an die Notwendigkeit einer professionellen und einheitlichen Kommunikation – warum? Weil sich die Bevölkerung ständig aktuelle Stände einholt, verfolgt, welche Maßnahmen von wem erhoben werden und erfahren will, wie sie sich gegebenenfalls selber schützen kann.

Das Coronavirus und die Kommunikation

Ein Beispiel: Seit Wochen schon werden wir mit Schlagzeilen des tödlichen Coronavirus überhäuft und die Zahl der Todesopfer steigt von Tag zu Tag. Bisher wurden etwa 4,5 Millionen Infizierte weltweit bestätigt – in Deutschland sind es bislang rund 175.000 Menschen, die mit dem Virus infiziert sind. Vor dem Hintergrund dieses globalen Ausbruchs hat die GSMA, die Organisatoren der weltweit größten mobilen Konferenz, vor mehreren Wochen sogar den diesjährigen Mobile World Congress (MWC) in Barcelona abgesagt. Auch die Tourismus-Messe ITB in Berlin und der Genfer Autosalon erfuhren das gleiche Schicksal. Der Grund liegt auf der Hand: Angst, dass sich der Virus weiter ausbreiten könnte.

Zurück zur Kommunikation: Eine Nachrichtenseite berichtete, dass die GSMA die spanischen Behörden aufgefordert hatte, einen gesundheitlichen Notstand auszurufen, um die Veranstaltung absagen zu können. Doch was fühlt die spanische Bevölkerung bei dieser Nachricht, wenn gleichzeitig ihr Gesundheitsminister Salvador Illa auffordert, Ruhe zu bewahren? Fehlinformationen, Interna, die nicht durchsickern sollten, schlechte Absprachen: All das deutet auf eine unprofessionelle Kommunikation hin. Nur was passiert, wenn sich Kriminelle die Fahrlässigkeit der Regierungen zunutze machen und sensible Informationen klauen, mit denen sie großen Schaden anrichten könnten?

Wie Kommunikation heute aussehen sollte

Dies ist ein vergleichsweise harmloses Beispiel einer fehlerhaften Informationsübertragung, doch wir sollten präventiv damit umgehen. Informationen über das Coronavirus, die sich aktuell wie ein Lauffeuer verbreiten, müssen von den Regierungen sorgfältig und gegebenenfalls auch unter Verschluss gehalten werden. Der erste Schritt und gleichzeitig die Basis einer für Dritte unzugänglichen Kommunikation ist die entsprechende Technologie.

Politische Organisationen bedürfen einer professionellen und sicheren Möglichkeit, sensible Daten sicher an den richtigen Empfänger zu transportieren. Eine sichere Lösung ist die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung: Nachrichten, die vom Sender verschlüsselt und erst beim Empfänger wieder entschlüsselt werden, garantieren einen wesentlich höheren Schutz als herkömmliche Methoden der Datenübertragung. Durch das unkenntlich machen von sensiblen Daten vermeidet die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, dass sich Externe während der Übertragung einhacken und die Daten für andere Zwecke nutzen – wie ungesicherte Informationen, die sie an die Öffentlichkeit durchsickern lassen könnten, was zu völligem Chaos führen kann. Um einen ordnungsgemäßen Informationsfluss zu gewährleisten, muss die Politik ihre interne Kommunikation überdenken und eine einheitliche Methode der sicheren Datenverschlüsselung und -übertragung finden. Denn: Allen Krisen können wir nicht vorbeugen, aber wir können uns mit einer sicheren Kommunikation rüsten.

* Morten Brøgger ist CEO von Wire, arbeitet seit mehr als 20 Jahren in der Technologiebranche und hat umfangreiche Go-to-Market- und SaaS-Expertise in amerikanischen und europäischen Märkten.

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