Blockchain Semestergebühren mit Bitcoin zahlen

Redakteur: Lisa Marie Waschbusch

An der ESMT Berlin können Studierende mit Bitcoin zahlen – und das bereits seit über einem Jahr. Der Grund: Die Blockchain-Technologie soll insbesondere Studierenden aus dem Ausland die Zahlung ihrer Semestergebühren erleichtern. Bislang wird das Verfahren allerdings eher selten genutzt.

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An der ESMT Berlin können Studierende mit der Kryptowährung Bitcoin bezahlen.
An der ESMT Berlin können Studierende mit der Kryptowährung Bitcoin bezahlen.
(Bild: Pexels / CC0 )

Die ESMT Berlin ist die erste deutsche Hochschule, die die digitale Währung Bitcoin als allgemeines Zahlungsmittel für ihre Studien- und Weiterbildungsprogramme akzeptiert. Bereits seit Ende 2016 können Studierende die Kryptowährung hier nutzen, um Zahlungen jeglicher Art zu tätigen. Ähnlich wie bei einer SMS ermöglicht die digitale Währung weltweite Geldüberweisungen innerhalb weniger Minuten, ohne dass eine Bank involviert ist.

Dass man an der ESMT Berlin mit Bitcoin zahlen kann, ist kein Zufall. Abgesehen von der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, hat das Ganze auch einen praktischen Aspekt: Vor allem ausländischen Studierenden leichter machen ihre Studiengebühren zu zahlen. 90 Prozent der Studierenden an der ESMT kommen aus dem Ausland, viele aus afrikanischen, südamerikanischen oder asiatischen Ländern.

„Die ESMT ist eine innovative und zukunftsorientierte Business School", sagt Georg Garlichs, CFO der ESMT. „Die Integration von Bitcoin als routinemäßige Zahlungsmethode ist eine logische Konsequenz der Digitalisierung. Gerade für internationale Transaktionen aus Ländern ohne funktionierendes Bankensystem bietet die digitale Währung große Vorteile durch die sofortige, praktisch kostenlose Überweisung. Das macht Bitcoins für uns als Zahlungsmittel attraktiv.“

Bislang nur geringe Nutzung

Die ESMT Berlin ist allerdings bei weitem nicht die erste Hochschule, die Bitcoin akzeptiert: Als erste Hochschule der Welt akzeptierte vor mehr als vier Jahren die Universität in Nikosia auf Zypern Bitcoin als Zahlungsmittel. Der dort angebotene Studiengang „Digitale Währung“ und dessen Vermarktung könnte dabei allerdings nicht ganz unbeteiligt gewesen sein. Kurz darauf folgten Hochschulen in Großbritannien und in den Vereinigten Staaten. Dass die ESMT Berlin hier nachzieht, kommt nicht von ungefähr: Die private Hochschule bietet Weiterbildungsprogramme zu Blockchain an.

Im Interview gegenüber t3n zog CFO Georg Garlichs eine Zwischenbilanz: Nach einem Jahr wird die Möglichkeit noch sehr wenig genutzt. Pro Monat gehe lediglich eine Zahlung mit Bitcoin ein, erläutert Garlichs gegenüber t3n. Allerdings lohne es sich insbesondere für ausländische Studierende.

Ob die ESMT in Deutschland diesbezüglich als Vorbild für andere Hochschulen gelte, beantwortete Garlichs mit einem klaren „Ja“. Die ESMT habe eine ganze Reihe An- und Nachfragen, von privaten wie von staatlichen Hochschulen, erhalten. Allerdings habe sich noch keine weitere dazu durchgerungen, vielmehr würden sie erst einmal beobachten wollen, wie es denn so laufe. Vielen Hochschulen erscheinen Kryptowährungen doch „noch etwas spooky“, so Garlichs weiter.

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