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Parkbob und ESA kooperieren

Schnelle Parkplatzsuche mit Satellitenunterstützung

| Redakteur: Jürgen Schreier

Moderne Autos verfügen bereits über Navigationssysteme, die in Echtzeit über Staus informieren. Durch eine Kooperation zwischen Parkbob und der European Space Agency (ESA) wird dieses Prinzip demnächst auch für die schnelle Parkplatzsuche Realität. Beide Organisationen kooperieren bei der Entwicklung einer Systemarchitektur für satellitengestützte Verfügbarkeitsdienste.

Der ESA-Satellit Sentinel-1 dient der Umweltüberwachung. Er spielt zudem eine entscheidende Rolle bei der Bereitstellung von Echtzeit-Informationen, um z.B. bei Naturkatastrophen schnell helfen zu können.
Der ESA-Satellit Sentinel-1 dient der Umweltüberwachung. Er spielt zudem eine entscheidende Rolle bei der Bereitstellung von Echtzeit-Informationen, um z.B. bei Naturkatastrophen schnell helfen zu können.
( Bild: ESA/ATG medialab )

Parkbob, ein Start-up aus Österreich, verfügt über profundes Know-how und umfangreiches Material an Satellitenbildern aus den verschiedensten Quellen. Jetzt geht das Wiener Unternehmen eine enge Partnerschaft mit der ESA ein, woraus sich eine Reihe zusätzlicher Möglichkeiten ergibt, die in nützliche Kundenanwendungen münden könnten - zum Beispiel die schnelle Parkplatzsuche in Städten.

Im Rahmen des Projektes wird Parkbob Marktstudien, mit einer bis dato unerreichten Detailgenauigkeit durchführen können, um anschließend eine Systemarchitektur für die Beschaffung und Verarbeitung von Satellitenbildern mit Künstlicher Intelligenz (KI) zu entwickeln. Auf dieser Basis eine Vielzahl an Services und Lösungen für zahlreiche Anwendungsfälle denkbar.

Projekt unterstützt Verkehrsmanagement

Christian Adelsberger, Gründer und CEO von Parkbob, betont den hohen Stellenwert der Zusammenarbeit mit der ESA: „Diese Kooperation ist ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung fortschrittlicher digitaler Last Mile-Lösungen und ein hervorragendes Beispiel dafür, wie öffentlich-private Partnerschaften die Einführung neuer Technologien in der Region fördern können. Wir freuen uns darauf, die Zusammenarbeit mit der ESA künftig weiter auszubauen.“

Roberta Mugellesi, Integrated Applications Manager bei der European Space Agency, ergänzt: „ESA Business Applications verfügt über viele Ressourcen, die für Unternehmen von Vorteil sein könnten. Wir möchten das große und weitgehend ungenutzte Potenzial der Innovationsfähigkeit kleiner Unternehmen nutzen, weshalb wir uns verstärkt um die Zusammenarbeit mit privaten Unternehmen bemühen, um neue Lösungen zu entwickeln. Das von Parkbob vorgeschlagene Projekt wurde im Rahmen des ESA-Kick-Start-Aufrufs „People Mobility“ ausgewählt und ist ein überzeugendes Beispiel für vielversprechende Ideen zur Unterstützung der intelligenten Mobilität in Städten. Parkbob ist ein hervorragendes Beispiel für ein innovatives Start-up mit tiefem technologischem Know-how und einer starken Vision, wie sich die Zukunft der Mobilität entwickeln wird. Deshalb haben wir sie ausgewählt.“

Parkbob digitalisiert die letzte Meile in der Mobilität

Im Rahmen der Partnerschaft ermöglichen die gewonnenen Satelliten-Erdbeobachtungsdaten potenzielle Lösungen für öffentliche Anwendungen wie Verkehrsmanagement und Stadtplanung. Die Anwendungen sind nicht nur auf öffentliche Einrichtungen beschränkt, sondern können auch z. B. für Mobilitätsanbieter und Logistik-Unternehmen von Vorteil sein.

Weitere Anwendungen sind etwa Effizienzsteigerungen beim Flottenmanagement, wie beispielsweise bei der Abgabe bzw. Abholung sowie Lieferungen. Parkbob erwartet sich, dass dieses Projekt der Beginn einer langfristigen Partnerschaft mit der ESA sein wird. Das konkrete Beispiel verdeutlicht, was aus der Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Institutionen und privaten Unternehmen entstehen kann.

Parkbob kombiniert Echtzeit-Parkdaten aus über 1200 Quellen mit einer umfangreichen Datenbank aus Parkregeln und verknüpft diese mit Geo-Informationen. Somit weiß das System zu jeder Zeit, wo Parken erlaubt ist, was es kostet und zeigt freie Parkplätze in Echtzeit an. Diese Informationen, die bislang häufig nicht zur Verfügung standen, bieten Autofahrern unmittelbaren Mehrwert.

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