Studie Schlechtes Zeugnis für die Vernetzung in deutschen Unternehmen

Quelle: IDC

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Drei von zehn Befragten schätzen die IT-Vernetzung ihres Unternehmens als mangelhaft ein. Fortschritte gibt es dagegen bei der Netzwerksicherheit.

Für die Studie befragte IDC branchenübergreifend 150 Organisationen mit mehr als 250 Beschäftigten zum Thema Enterprise Networking.
Für die Studie befragte IDC branchenübergreifend 150 Organisationen mit mehr als 250 Beschäftigten zum Thema Enterprise Networking.
(Bild: ty - stock.adobe.com)

Die International Data Corporation IDC hat eine neue Studie veröffentlicht die zeigt, dass weniger als ein Viertel der deutschen Unternehmen zukunftsfähig vernetzt sind. Laut einer Mitteilung sei Vernetzung ein kritisches Element, um die Resilienz und Business Continuity eines Unternehmens zu fördern. Die Schwachstellen zeigen jedoch, dass nicht nur die eigenen Systeme schlecht vernetzt sind, sondern auch die Vernetzung mit Partnern und Kunden mangelhaft ist.

„Der aktuelle Zustand der Vernetzung in deutschen Unternehmen ist aus Sicht von IDC äußerst bedenklich“, sagt Projektleiter Marco Becker, Senior Consultant bei IDC. Demnach geben laut der Studie 30 Prozent der befragten Unternehmen an, dass sie „minimal vernetzt“ seien. In der Studie ist dies die geringste Ausprägung in einer fünfstufigen Reifeskala. 21 Prozent befinden sich auf der zweitniedrigsten Stufe „begrenzter Vernetzung“ und 23 Prozent befinden sich auf den hohen Niveaus „proaktiver“ sowie „umfassender“ Vernetzung. „In Anbetracht der Wichtigkeit von Konnektivität und den zukünftigen Anforderungen ist das bei weitem zu wenig“, so Becker. Viele Unternehmen wollen deshalb bei der Vernetzung aufholen: 42 Prozent der Befragten sehen sich in 24 Monaten auf den beiden besten Reifestufen.

5G steht im Fokus

Bei den großen Herausforderungen für 2022 und 2023 nennen 28 Prozent der Befragten Cloud-/Multi-Cloud-Migration und -Konnektivität, 27 Prozent die Einbindung neuer Zugangs- und Netzwerktechnologien und 22 Prozent die Konnektivität zwischen Niederlassungen. Und auch in der täglichen Arbeit schildern die Befragten mehrere Probleme. 64 Prozent geben etwa an, dass eine schnelle und effiziente Reaktion auf Störungen für sie eine große oder sehr große Herausforderung ist.

Verbessern wollen sich die Unternehmen mit Investitionen in 5G (32 Prozent), Cloud/Multi-Cloud (29 Prozent) und Big Data/Analytics/AI/ML (29 Prozent). 65 Prozent halten zudem SDN für eine kritische Netzwerk-Technologie. Laut der Studie gehen genauso viele davon aus, dass SDN in fünf Jahren der De-facto-Standard für Netzwerkumgebungen sein wird.

Bei der konkreten Vernetzung setzen die Unternehmen überwiegend auf „Wireless First“. Dafür wollen 25 Prozent ein hybrides Wireless-Netz aus 5G und WiFi-6 aufbauen, 41 Prozent konzentrieren sich auf 5G (öffentlich und privat) und 14 Prozent auf WiFi-6.

Unternehmen brauchen Hilfe

Für das IDC erfreulich ist laut der Studie die Entwicklung rund um die Network Security. Moderne Ansätze wie ZTNA, SASE und SDP werden demnach von 11 Prozent der Befragten Unternehmen umgesetzt, 38 Prozent arbeiten aktuell daran und 26 Prozent wollen sich in den kommenden 12 Monaten darum kümmern. Auch das Thema Nachhaltigkeit wird von einer überwiegenden Mehrheit als wichtig eingestuft. 69 Prozent arbeiten laut der Studie aktiv daran, dass ihre Netzwerke nachhaltiger werden.

Das Fazit der Studie fällt gemischt aus. Obwohl sich viele darüber bewusst sind, dass Netzwerke eine wichtige Rolle spielen, lassen die Fortschritte bei den deutschen Unternehmen in diesem Sektor zu wünschen übrig, so das IDC. Bei der Umsetzung moderner Netzwerke und Konnektivität brauchen die meisten Unternehmen offensichtlich Hilfe, heißt es weiter. Für viele Unternehmen sei das Themenfeld zu komplex, das Fachwissen fehle oft.

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