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#HM16: Kunststoffe 4.0 Schlauer Sensor vereinfacht Wartung

Igus zeigt, wie man Hochleistungs-Kunststoffe durch integrierte Sensoren fit macht für die Fabrik der Zukunft. Sogenannte „Smart Plastics“ sollen die Wartung von bewegten Kunststoffteilen noch einfacher machen und damit die Kosten in der Fabrik der Zukunft senken.

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Harald Nehring, Prokurist bei Igus: „Die mit einem Sensor ausgerüsteten Produkte warnen rechtzeitig vor einem Ausfall.“
Harald Nehring, Prokurist bei Igus: „Die mit einem Sensor ausgerüsteten Produkte warnen rechtzeitig vor einem Ausfall.“
(Bild: Reinhold Schäfer)

Hochleistungs-Kunststoffe für bewegte Anwendungen sind heute weltweit im Einsatz. Hier auf der Messe geht Igus jetzt einen Schritt weiter und präsentiert in Halle 17 „Smart Plastics“, intelligente Kunststofflösungen, die in der Fabrik der Zukunft zusätzliche Sicherheit gewährleisten sollen.

Restlaufzeit voraussagen

Die vernetzten „Smart Plastics“ sollen die Möglichkeiten zu vorausschauender Wartung, der sogenannten Predictive Maintenance, erweitern und so die Anlagenverfügbarkeit des Kunden erhöhen. „Ganz gleich, ob es sich nun um die intelligente Drylin-Linearführung, die intelligente Energiekette oder die intelligente Leitung handelt, die integrierten Sensoren überwachen die Produkte und warnen rechtzeitig vor einem Ausfall“, so Harald Nehring, Prokurist E-Kettensysteme bei Igus.

Das Angebot mit dem Namen Isense bestehe aus unterschiedlichen Sensoren und Überwachungsmodulen. Durch die Vernetzung mit dem Igus-Communication-Modul (Icom) erfolge die Integration in die Infrastruktur des Anwenders. Isense sei in der Lage, die Lebensdauer der eingesetzten E-Kette, Leitung oder Linearführung zu überwachen. Durch permanente Zustandsmessungen und das Gegenrechnen mit den Parametern der Anlage sowie den Tausenden Versuchsdaten aus dem Testlabor von Igus lasse sich auch im Betrieb das reibungslose Funktionieren zuverlässig vorhersagen. „Werden Messwerte überschritten, melden die intelligenten Produkte frühzeitig die verbleibende Restlaufzeit, was eine geplante Wartung und den Austausch ermöglicht“, sagt Nehring. Optional lasse sich Isense an das Igus-Datacenter anbinden und eröffne so weitere digitale Möglichkeiten: individuelle Lebensdauerberechnung und Optimierung von Geschäftsprozessen.

Umsatz stieg 2015 um 18 %

Frank Blase, Geschäftsführer von Igus, gab auf der Messe auch bekannt, dass sein Unternehmen im vergangenen Jahr seinen Umsatz mit Motion Plastics um 18 % steigern konnte, auf insgesamt 552 Mio. Euro. Er ist sich sicher: „Das Zeitalter der Motion Plastics hat begonnen.“ Die über 100.000 Motion-Plastics-Produkte können wie Gleitlager ein Einzelteil sein; den Großteil der Bestellungen machen laut Blase jedoch individuell konfigurierte und gefertigte Baugruppen aus, wie eine konfigurierte Energiekette mit 500 Einzelteilen. (rs)

Dieser Artikel erschien zunächst auf unserem Schwesterportal Maschinenmarkt

(ID:44028008)

Über den Autor

Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Redakteur, MM MaschinenMarkt