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Dieser Beitrag ist im Rahmen des Themenspecials "Industrie 4.0" erschienen.

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Industrie 4.0 Schaeffler eröffnet neues Ausbildungszentrum

| Redakteur: Stefanie Michel

Schaeffler hat am Standort Schweinfurt sein neues Ausbildungszentrum eröffnet. In rund einem Jahr entstand eine Bildungswelt, die Nachwuchskräfte neben den klassischen Ausbildungsinhalten auf die Herausforderungen der Digitalisierung und Industrie 4.0 vorbereiten soll.

Für Auszubildende wie Benjamin Marek (links) und Jonas Bocklet bietet das Schaeffler-Ausbildungszentrum in Schweinfurt modernste Arbeitsplatz- und Lernkonzepte.
Für Auszubildende wie Benjamin Marek (links) und Jonas Bocklet bietet das Schaeffler-Ausbildungszentrum in Schweinfurt modernste Arbeitsplatz- und Lernkonzepte.
(Bild: Schaeffler)

Knapp sechs Millionen Euro wurde ein neues Konzept für die Ausbildung investiert, das bisher einzigartig beim Schaeffler ist. In hellen und lichtdurchfluteten Räumen entstand eine Lernumgebung, die projektorientierte und interdisziplinäre Zusammenarbeit der Auszubildenden untereinander fördert. Georg F. W. Schaeffler, Familiengesellschafter und Aufsichtsratsvorsitzender, nannte das neue Ausbildungszentrum ein Leuchtturmprojekt und betonte, dass das Unternehmen bereits seit mehr als 70 Jahren ausbildet:

„Wenn man auf die Geschichte hier am Standort Schweinfurt blickt, dann reicht die Praxis des Ausbildens ja sogar über einhundert Jahre zurück. Das Thema Ausbildung ist von jeher eine wichtige Selbstverpflichtung, aber auch eine Herzensangelegenheit der Familiengesellschafter von Schaeffler. Nur wenn der bestmögliche Ausbildungsstand, umfassendes Know-how und herausragende Technikkompetenz gegeben sind, können wir in diesem herausfordernden Umfeld erfolgreich wirtschaften und bestehen“, so Georg F. W. Schaeffler.

Auszubildende lernen mit Robotern und 3D-Brille

Zur Neugestaltung des Ausbildungszentrums wurden auch moderne Arbeitsplatzkonzepte umgesetzt. So hat nun nicht mehr jeder der Auszubildenden einen eigenen festen Arbeitsplatz, sondern nutzt nur die Maschinen und Werkzeuge, die für die gerade anstehenden Lerninhalte und -phasen gebraucht werden. Die Maschinenkapazitäten und Betriebsmittel werden über elektronische Systeme reserviert und gebucht.

Zentraler Punkt des Ausbildungskonzepts ist die sogenannte „Denkwelt“ als Kommunikationszentrale und Ort für die geistige Arbeit. Dieser Bereich ist umgeben von elf Technologie-Cubes, also abgeschlossene Bereichen, in denen die praktische Ausbildung stattfindet. Dazu gehören auch Robotik, CNC-Technik, additive Fertigungsverfahren mit 3D-Druckern und Augmented-Reality-AnwendungenRobotik, CNC-Technik, additive Fertigungsverfahren mit 3D-Druckern und Augmented-Reality-Anwendungen. Durch die neue Konzeption gehen so auf den rund 4000 m² des Ausbildungszentrums Theorie und Praxis fließend ineinander über.

Ausbildung und Qualifikation für die Zukunft

Corinna Schittenhelm, Arbeitsdirektorin und Vorstand Personal, zeigte sich begeistert von den Voraussetzungen, die mit dem Ausbildungszentrum Schweinfurt geschaffen wurden, um die Auswirkungen der Transformation zu bewältigen: „Wir müssen die richtigen Aus- und Weiterbildungsangebote haben und unsere Mitarbeiter ermutigen, diese Angebote zu nutzen. Es ist unsere Aufgabe, die Mitarbeiter bestens auf die Zukunftschancen vorzubereiten, die der Veränderungsprozess mit sich bringt.“ Künftig sollen die Einrichtungen des Ausbildungszentrums nicht nur für die Ausbildung, sondern auch zur Weiterbildung von Mitarbeitern genutzt werden.

In diesem Zusammenhang erläuterte Schittenhelm, dass die Schaeffler Academy nun auch als Bildungsträger nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung vom TÜV Süd zertifiziert wurde. So hat das Unternehmen auch die Möglichkeit, dass die Fort- und Weiterbildung sowie Qualifizierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Fördermitteln unterstützt werden kann. Dazu hat die Schaeffler Academy ihren Schulungskatalog bereits erweitert, um Mitarbeiter in den Zukunftsthemen E-Mobilität, Digitalisierung und Industrie 4.0 fit zu machen.

Ausbildung für den Eigenbedarf

Dr. Stefan Spindler, Vorstand Industrie, betonte, dass Schaeffler schon immer für den Eigenbedarf ausbildet und bei entsprechend guten Leistungen die Auszubildenden regelmäßig übernimmt: „Derzeit bildet der Standort Schweinfurt insgesamt rund 300 junge Leute aus. Deutschlandweit ermöglicht Schaeffler an mehr als 20 Standorten etwa 1400 Jugendlichen eine Ausbildung auf höchstem Niveau.“ Das Technologieunternehmen bietet die Ausbildung zu 23 gewerblich-technischen oder kaufmännischen Berufen sowie die Möglichkeit zu 12 unterschiedlichen dualen Studiengängen an.

Der Artikel ist ursprünglich auf unserem Partnerportal MM Maschinenmarkt erschienen.

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