Ukraine-Krieg Sanktionen gegen Russland finden breite Unterstützung in der digitalen Wirtschaft

Von Sebastian Human

Laut aktueller Zahlen des Bitkom befürworten 96 Prozent der befragten Unternehmen die Maßnahmen, die anlässlich des Ukraine-Kriegs gegen Russland verhängt wurden – 50 Prozent erwarten dabei negative Auswirkungen auf das eigene Geschäft.

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Trotz erster Negativauswirkungen auf das eigene Geschäft zeigen sich 96 Prozent der befragten Digitalunternehmen in Deutschland solidarisch mit den Sanktionen gegen die russische Regierung.
Trotz erster Negativauswirkungen auf das eigene Geschäft zeigen sich 96 Prozent der befragten Digitalunternehmen in Deutschland solidarisch mit den Sanktionen gegen die russische Regierung.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Laut der kürzlich veröffentlichten Ergebnisse einer Umfrage von Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom steht eine große Mehrheit der deutschen Digitalwirtschaft hinter den von der EU und Deutschland gegen Russland verhängten Sanktionen. Zusätzlich zu den 96 Prozent, die die Maßnahmen befürworten, sind weitere 66 Prozent für eine Verschärfung, sollte es hierfür eine Notwendigkeit geben. Parallel zu diesen Aussagen erwartet jedes zweite Unternehmen, dass der Krieg in der Ukraine negative Auswirkungen auf das eigene Geschäftsergebnis haben wird.

Zwar seien die Ergebnisse der Umfrage, an der sich 100 Unternehmen der Digitalbranche beteiligt haben, laut Bitkom nicht repräsentativ, sie gäben aber ein „aussagekräftiges erstes Stimmungsbild“, so Achim Berg. Der Bitkom-Präsident ergänzt: „Die deutsche Digitalbranche steht geschlossen an der Seite der Ukraine.“ Mit vielen jungen Tech-Unternehmen und qualifizierten IT-Fachkräften gilt die Ukraine als wichtiger Partner der deutschen Digitalwirtschaft. Nach Angaben des Digitalverbands haben 18 Prozent der Digitalunternehmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Ukraine oder pflegen eine Zusammenarbeit mit dort ansässigen Freelancerinnen und Freelancern.

Deutsche Wirtschaft zeigt sich trotz erster Negativfolgen solidarisch

Von den Auswirkungen der Sanktionen betroffen seien bereits 13 Prozent der Unternehmen. Bei den damit einhergehenden Negativeffekten handle es sich vor allem um den Verlust von Kunden und Entwicklungspartnern, einem Ausfall von Personal oder einem Mangel an Roh- und Grundstoffen beziehungsweise Bauteilen. 32 Prozent der befragten Unternehmen geben zu Protokoll, Geschäftsbeziehungen in die Ukraine, nach Russland oder Belarus zu unterhalten.

Trotz der Solidarität mit der Ukraine und der Unterstützung der ergriffenen Maßnahmen hält sich der Wunsch nach staatlicher Unterstützung bislang in Grenzen. Laut der Befragung wünschten sich 36 Prozent finanzielle Unterstützung im Falle wirtschaftlicher Konsequenzen im Kontext der Sanktionen. Kostengünstige Kredite würden laut Bitkom von 15 Prozent begrüßt. 19 Prozent plädierten für eine Ausweitung gesetzlicher Absicherungen, wie zum Beispiel bei Schadenersatzansprüchen früherer Geschäftspartner.

Jeweils 25 Prozent der Umfrageteilnehmer erwarten allgemein bessere und verlässlichere Informationen auf politischer Ebene beziehungsweise haben aktuell keinen Bedarf an staatlicher Unterstützung. 16 Prozent zeigen sich bei dieser Frage noch unentschlossen und liefern keine Angaben.

Hinweis zur Methodik

Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverband Bitkom durchgeführt hat. Zwischen dem 3. und 7. März 2022 wurden dabei 100 Unternehmen der Digitalbranche online befragt.

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