Automatisierung Roboterdichte: Deutschlands Automobilindustrie auf Platz 6

Redakteur: Katharina Juschkat

Die Automobilindustrie ist weltweit am weitesten automatisiert, zeigt eine Analyse der International Federation of Robotics (IFR). Deutschland liegt auf Platz 6.

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Mit großem Abstand ist die Automobilindustrie weltweit am meisten automatisiert – das zeigt die weltweite Roboterdichte der IFR.
Mit großem Abstand ist die Automobilindustrie weltweit am meisten automatisiert – das zeigt die weltweite Roboterdichte der IFR.
(Bild: Kuka)

Die Roboterdichte liegt in der Automobilindustrie im Vergleich zu anderen Industriezweigen mit großem Abstand vorn: In der US-Automobilindustrie hat die Roboterdichte mit 1.287 installierten Einheiten pro 10.000 Mitarbeiter einen neuen Rekord erreicht. Damit rangieren die Vereinigten Staaten weltweit auf Platz sieben.

Mit leichtem Abstand vor den USA liegt die deutsche Automobil-Industrie mit 1.311 Einheiten. China liegt mit 938 Einheiten an zwölfter Stelle. Das berichtet die International Federation of Robotics (IFR) in der aktuellen World Robotics Statistik.

Die Roboterdichte in den Industriezweigen jenseits der Automobilindustrie (allgemeine Industrie) fällt in den USA mit aktuell 139 Einheiten pro 10.000 Mitarbeiter zwar noch vergleichsweise gering aus. Das Potenzial für die Installation von Robotern in diesen Wirtschaftszweigen ist jedoch für alle untersuchten Länder enorm.

In den Vereinigten Staaten beispielsweise übertrafen die jährlichen Bestellungen von Robotern aus der allgemeinen Industrie erstmals die Bestellungen von Industrie-Robotern in der Automobilindustrie. Der Absatz stieg in den USA im Jahr 2020 insgesamt um 7 Prozent im Vergleich zu 2019. Im Jahresvergleich stiegen die Order im Bereich Life Sciences um 72 Prozent, in der Lebensmittel- und Konsumgüterindustrie um 60 Prozent und in der Kunststoff- und Gummibranche um 62 Prozent.

Mit Robotik aus der Pandemie

Die IFR sieht in der weiteren Automatisierung auch die Möglichkeit, nach der Pandemie für Wachstum zu sorgen. IFR-Präsident Milton Guerry erklärt: „In der Aufschwungsphase nach der Finanzkrise 2008 investierten Unternehmen wie General Motors, Ford, Fiat-Chrysler und Tesla massiv in Robotik und Automation. Tausende neue Arbeitsplätze sind dadurch in der Automobilindustrie entstanden. Wir haben jetzt, viele Jahre und etliche technologische Fortschritte später, die Chance, aus dieser Erfolgsgeschichte zu lernen und deutlich gestärkt aus der Pandemie hervorzugehen."

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