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The Boom goes on

Roboter machen müde Firmen munter

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Bis 2020 wird sich sich der weltweite Bestand an Industrie-Robotern von rund 1.828.000 Einheiten (2016) auf 3.053.000 Einheiten erhöhen. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate beträgt 14 Prozent (2018 bis 2020). Der operative Roboterbestand In Asien-Australien wird im Jahr 2017 voraussichtlich um 16 Prozent, in Amerika um neun Prozent und in Europa um sieben Prozent steigen. In China sind seit 2016 die meisten Industrie-Roboter im Einsatz. Im Jahr 2020 werden es rund 950.300 Einheiten sein - deutlich mehr als in Europa (611.700 Einheiten). Der japanische Roboterbestand wird zwischen 2018 und 2020 nur leicht ansteigen. In Asien insgesamt werden 2020 rund 1,9 Millionen Roboter im Einsatz sein. Dies entspricht fast dem weltweiten Roboterbestand von 2016.

China baut Führung am Roboter-Markt aus

74 Prozent des Gesamtumsatzes der Industrie-Roboter entfallen 2016 auf fünf Hauptmärkte: China, Südkorea, Japan, die USA und Deutschland. China hat seine führende Position mit einem Marktanteil von 30 Prozent des Gesamtangebots im Jahr 2016 ausgebaut. Mit rund 87.000 verkauften Einheiten näherte sich China sogar dem Gesamtabsatz von Europa und Amerika an (97.300 Einheiten). Dabei konnten die chinesischen Roboterlieferanten 2016 ihren Inlandsmarktanteil auf 31 Prozent weiter ausbauen.

In den USA stiegen die Roboterinstallationen um 14 Prozent auf einen Spitzenwert von 31.400 Einheiten (2016). Treiber für das anhaltende Wachstum seit 2010 ist der Automationstrend, um so die Wettbewerbsfähigkeit der US-Industrie auf Auslandsmärkten zu stärken. Die Investitionen hatten zum Ziel, die Produktion im heimischen Markt zu halten oder aus dem Ausland zurückzuholen. Aufgrund dieser dynamischen Entwicklung stieg die Roboterdichte in den USA - allen voran in der Automobilindustrie - deutlich an. Im Jahr 2016 waren in den USA 1261 Roboter pro 10.000 Mitarbeiter installiert. Die meiste Roboter, die in den USA installiert wurden, stammen aus Japan, Korea und Europa.

Deutschland ist der fünftgrößte Robotermarkt der Welt und der mit Abstand größte in Europa. Der Anteil der jährlichen Neuinstallationen betrug 36 Prozent (2016) des gesamten Roboterumsatzes in Europa. Gemessen am Bestand sind es 41 Prozent (2016). Die Zahl der verkauften Roboter stieg im Vergleich zu 2015 (19.945 Stück) leicht auf 20.039 Einheiten.

Branchenverband VDMA hebt Wachstumsprognose an

Was die deutsche Roboter- und Automationsindustrie anbelangt, hebt der VDMA seine Wachstumsprognose für 2017 von sieben auf 11 Prozent an. „Sowohl die Auftragseingänge als auch die Umsatzentwicklung des laufenden Jahres haben unsere Erwartungen deutlich übertroffen“, sagte Dr. Norbert Stein, Vorsitzender des Vorstands von VDMA Robotik + Automation. „Wir werden erstmals die Rekordmarke von 14 Milliarden Euro Branchenumsatz knacken.“

Alle drei Segmente der deutschen Robotik und Automation befinden sich 2017 auf, wie es heißt, starkem Wachstumskurs: Die Industrielle Bildverarbeitung wird nach neuer Prognose des VDMA ein Umsatzplus von 18 Prozent erreichen, statt der zunächst erwarteten zehn Prozent. Das entspricht einem Branchenumsatz von 2,6 Milliarden Euro.

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Ebenfalls deutlich dynamischer als erwartet zeigt sich die deutsche Robotik: Die ursprünglich geschätzte Wachstumsprognose von acht Prozent wird auf 15 Prozent angehoben. Der Branchenumsatz wird damit auf 4,2 Milliarden Euro geschätzt. Dieses Ergebnis bestätigt den weltweiten Robotikboom, wie ihn die Statistik des Weltroboterverbands, International Federation of Robotics (IFR), ausweist.

Die größte Teilbranche der deutschen Robotik und Automation bleiben die Integrated Assembly Solutions, intelligente Montage- und Produktionslösungen. Für 2017 prognostiziert der VDMA in diesem Segment der Automatisierungstechnik ein Umsatzwachstum um sechs Prozent auf den neuen Rekord von 7,4 Milliarden Euro.

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