Suchen

The Boom goes on

Roboter machen müde Firmen munter

| Redakteur: Jürgen Schreier

Der Boom geht weiter: Rund 1,7 Million Industrie-Roboter sollen bis 2020 die Fabriken der Welt erneuern. Auch für die Smart Factory haben die Roboter-Hersteller neue und attraktive Services im Köcher. Der jüngste Trend heißt Cloud-Robotik.

Firmen zum Thema

Boom ohne Ende: Das Wachstum in der Roboter-Industrie geht weiter.
Boom ohne Ende: Das Wachstum in der Roboter-Industrie geht weiter.
(Bild: Pixabay / CC0)

Industrie 4.0 - die Roboterindustrie ist, wenn es um die vernetzte Fabrik geht, voll dabei. Wenn das eine oder andere Hindernis - z.B. Systemkomplexität und Dateninkompatibilität - überwunden ist, werden die Betriebe Industrie-Roboter in die Produktion mit werksweiten Maschinen- und Systemnetzwerken integrieren, so die Erkenntnis des internationalen Robotikverbandes IFR. Bereits heute entwickeln und vermarkten die Roboter-Hersteller neue Dienstleistungsmodelle, die auf Echtzeitdaten der Roboter basieren.

Analysten prognostizieren zudem einen schnell wachsenden Markt für Cloud-Robotik: Hier lassen sich Daten eines Roboters mit Daten von anderen Robotern synchronisieren und vergleichen – an demselben oder an unterschiedlichen Standorten. Die Cloud erlaubt es allen miteinander vernetzten Robotern, die gleichen Aktivitäten auszuführen. Damit werden Parameter wie Geschwindigkeit, Winkel oder Krafteinsatz der Roboter optimiert. Die daraus resultierenden neuen Datenmengen in der Fertigung dürften in Zukunft die klassischen Branchengrenzen zwischen Anlagenbauern und Herstellern neu definieren.

Der weltweite Mittelstand automatisiert

Auch für kleine und mittlere Unternehmen wird der Einstieg in die Roboter-Automation immer interessanter. Um die und den Absatz weiter zu befeuern, denken die Roboter-Hersteller derzeit über Leasingmodelle nach, die den Bedürfnissen mittelständischer Unternehmen entgegen kommen. „Einfachheit“ ist laut Robotikverband IFR für dieses Marktsegment ein wichtiges Argument.

Die anhaltende Nachfrage nach Robotern, die einfach zu programmieren und zu nutzen sind sowie der steigende Bedarf nach immer flexiblerer Automation fördert die Entwicklung intelligenter Lösungen. Dies sei vor allem in Branchen gefragt, in denen es an spezialisierten Produktionsingenieuren mangelt. Damit wird es immer wichtiger, einfach zu bedienende Roboter zur Verfügung zu stellen, die sich problemlos in die Standard-Produktionsprozesse einfügen. Diese Industrie-Roboter ermöglichen eine effiziente und flexible Fertigung in einer Vielzahl von Branchen.

Joe Gemma, Präsident der International Federation of RoboticsJoe Gemma, Präsident der International Federation of Robotics: „Roboter arbeiten mit höchster Präzision und werden - mit dem Internet der Dinge (IoT) vernetzt -eine Schlüsselrolle in neuen digitalen Fertigungsumgebungen spielen."
Joe Gemma, Präsident der International Federation of RoboticsJoe Gemma, Präsident der International Federation of Robotics: „Roboter arbeiten mit höchster Präzision und werden - mit dem Internet der Dinge (IoT) vernetzt -eine Schlüsselrolle in neuen digitalen Fertigungsumgebungen spielen."
(Bild: Fotostudio SX Heuser)

Das alles schlägt sich natürlich auch in den Verkaufszahlen der Roboter-Branche nieder. Bis 2020 sollen mehr als 1,7 Millionen neue Industrie-Roboter in den Fabriken der Welt installiert werden, prognostiziert der Robotikverband IFR . Die Roboter-Branche in Asien verzeichnet dabei aktuell das stärkste Wachstum - angeführt von China als Weltmarktführer. Im Jahr 2017 werden die Roboterinstallationen in der Region Asien-Australien voraussichtlich um 21 Prozent zulegen, in Nord- und Südamerika um 16 Prozent und in Europa um acht Prozent.

Als wichtigste Treiber des Roboter-Booms hat man bei der IFR diagnostiziert: beschleunigte Konjunkturzyklen in allen Fertigungsbereichen, weshalb es gilt, flexibler zu produzieren und auf individuelle Kundenbedürfnisse einzugehen. Eine neue Generation von Industrie-Robotern ebnet dabei den Weg für die Automation der Zukunft.

Roboter spielt Schlüsselrolle in der digitalen Produktion

„Roboter arbeiten mit höchster Präzision und werden - mit dem Internet der Dinge (IoT) vernetzt - eine Schlüsselrolle in neuen digitalen Fertigungsumgebungen spielen ", sagte Joe Gemma, Präsident der International Federation of Robotics, bei der Vorlage des World-Robotics-Report 2017 am 27. September 2017 in Frankfurt am Main. „Das rasant wachsende Modellangebot erweitert die Einsatzmöglichkeiten für Industrie-Roboter und gibt Betrieben aller Unternehmensgrößen die Chance, flexibel zu automatisieren.“

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 44921962)