Roboter Roboter etikettiert Stahlcoils flexibel im Takt

Autor / Redakteur: Stefanie Schönberger / Mag. Victoria Sonnenberg

Die Kennzeichnung von Komponenten für eine Identifizierung ist in vielen Branchen ein Muss. Um die Kontinuität der Prozesse zu gewährleisten, muss die Etikettierung zuverlässig verlaufen. Flexible und effiziente Roboterarme werden dieser Anforderung gerecht.

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Zukunfsttechnologien wie Robotik nehmen immer mehr Einfluss auf die industrielle Fertigung.
Zukunfsttechnologien wie Robotik nehmen immer mehr Einfluss auf die industrielle Fertigung.
(Bild: Pixabay / CC0 )

Gegründet wurde Topex 1984 in Baden-Württemberg und beschäftigt heute etwa fünfzig Mitarbeiter. Neben dem Hauptsitz in Erkenbrechtsweiler verzeichnet das Unternehmen weitere Niederlassungen in Nordrhein-Westfalen sowie in China und den USA. Topex ist ein Sondermaschinenbauer, der sich auf den Bereich „Kennzeichnung“ spezialisiert hat. Die Hauptaufgabe liegt deshalb in der individuellen Markierung von Teilen aus dem industriellen Umfeld. Vor allem internationale Unternehmen aus den Bereichen Automotive, Elektronik und der pharmazeutischen Industrie werden mit Maschinen von Topex ausgestattet, aber auch Kunden aus anderen Branchen, wie der Luftfahrt, setzen auf die Kompetenz des Sondermaschinenbauers.

Anpassung der Etikettieranlagen an individuelle Produktionsschritte

Neben den reinen Systemen zur Etikettierung entwickelt und baut Topex auch eigene Drucksysteme. Diese werden zum Teil gemeinsam mit Robotern in die Topex-Etikettieranlagen integriert. Die besondere Kunst dabei: Die Etikettieranlagen müssen bei jedem Kunden aufs Neue an dessen Produktionsschritte angepasst werden, sodass die Produktion nach der Integration fehlerfrei weiterlaufen kann. Dafür müssen nicht nur Daten abgeglichen und geeignete Schnittstellen gefunden werden, sondern es muss auch die Roboteranwendung entsprechend programmiert werden.

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In der Vergangenheit setzte Topex kartesische Systeme in Form von schrittmotorisch und servomotorisch betriebenen Achssystemen ein. Diese hatten einen hohen Engineering-Anteil und waren sehr unflexibel, da sie nur für eine einzige Anwendung ausgelegt waren. „Um die Sicherheit der Prozesse zu realisieren und eine störungsfrei laufende Anlage zu gewährleisten, benötigten wir jedoch Helfer, auf die wir uns hundertprozentig verlassen können. Deshalb entschieden wir uns bereits vor 15 Jahren dazu, bestimmte Prozesse im Unternehmen mit Robotern zu automatisieren“, erklärt Markus Sterr, Sales Manager bei Topex.

Einfach programmierbare Roboterarme

Die Roboter werden mittlerweile für ganz unterschiedliche Aufgaben innerhalb der Etikettieranlagen eingesetzt, vom Teilehandling über die Laserbeschriftung bis zum Handling von bedruckten Etiketten. Leichtbauroboter des dänischen Unternehmens Universal Robots kommen dabei auch zum Einsatz. „Unter anderem setzen wir Roboterarme von Universal Robots ein, denn diese eignen sich dank der hohen Flexibilität und einfachen Programmierung sehr gut für die Etikettierung und das Handling von Komponenten ganz unterschiedlicher Art. Zudem sind diese sehr effizient, da das komplette Engineering übernommen wird und so sowohl auf mechanischer als auch steuerungstechnischer Seite enorm Zeit eingespart werden kann. Für den Einbau in unsere Sondermaschinen vertrauen wir deshalb gerne auf Universal Robots“, so Sterr weiter. Aber auch die räumliche Nähe zum Vertriebshändler WMV Robotics und dessen Beratung spielte bei der Entscheidung für UR eine Rolle, wie Sterr erzählt: „Torsten Woyke hat uns zu jedem Zeitpunkt sehr gut beraten und uns von Anfang an den UR5-Roboter empfohlen.“

Bei dem kürzlich durchgeführten Projekt, der Etikettierung von Stahlcoils, stattete Topex die Etikettieranlage mit kollaborierenden Robotern von Universal Robots aus, um einen einwandfreien Produktionsfluss beim Kunden zu ermöglichen. Heute kennzeichnet der UR5-Roboter Stahlcoils, welche nicht nur unterschiedliche Durchmesser und Höhen aufweisen, sondern auch aus gewölbten Oberflächen bestehen. Dafür ist an den Roboterarmen ein Werkzeug mit Vakuumfunktion integriert.

Unkomplizierter Einsatz auch bei den unterschiedlichsten Oberflächen

Durch das Vakuum ist der Roboter in der Lage, das bedruckte Etikett am Topex-Drucker zu entnehmen. Sobald der Roboter das Etikett festhält, fährt dieser vor das Coil und stoppt. Eine spezielle Sensorik erkennt dabei den Außendurchmesser des Coils, sodass unterschiedliche Größen und Höhen sowie die gewölbten Oberflächen der Komponenten berücksichtigt werden können. Hat der UR5 das Verpackungsband gefunden, wird das Etikett an einer festgelegten Stelle zunächst festgedrückt und anschließend mit einer Abrollbewegung auf dem gesamten Durchmesser appliziert. Auf diese Weise werden etwa drei bis vier Stahlcoils pro Minute etikettiert und anschließend zum nächsten Produktionsschritt weitergeleitet. Mittlerweile setzt Topex rund 20 UR5-Roboter bei seinen internationalen Kunden ein und wird auch in Zukunft weitere Exemplare hinzukaufen, ist Sterr zuversichtlich: „Wir setzen verstärkt auf die kollaborierenden Roboterarme von Universal Robots, weil wir damit wesentlich effizienter sind und unseren Kunden flexible Lösungen anbieten können. Zudem sehen wir auch auf Kundenseite, dass speziell Leichtbauroboter immer mehr gefordert werden.“

Dieser Beitrag ist ursprünglich bei unserem Partnerportal MM Maschinenmarkt erschienen.

* Stefanie Schönberger ist Account Manager bei der Maisberger – Gesellschaft für strategische Unternehmenskommunikation mbH in 81669 München, Tel. (0 89) 41 95 99 94, stefanie.schoenberger@maisberger.com

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