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Expertenbeitrag

Thomas Joos

Thomas Joos

Freiberuflicher Autor und Journalist

Open-Source-Datenbank fürs Internet der Dinge

Riak – die Big-Data-Datenbank

| Autor/ Redakteur: Thomas Joos / Nico Litzel

Mit der Open-Source-Datenbank Riak können Unternehmen NoSQL-, Zeitreihen- und Objekt-Speicher realisieren, vor allem im Zusammenspiel mit IoT-Szenarien (Internet of Things). Die Lösung arbeitet mit Apache Spark, Redis und Apache Solr zusammen. In Big-Data-Umgebungen und Hybrid-Clouds werden darüber hinaus ebenfalls leistungsstarke und skalierbare Datenbanken benötigt. Auch hier kann Riak interessant sein.

Mittlerweile gehören NoSQL-Datenbanken zum Standard in Big-Data-Umgebungen. Hier zu sehen: Das Basho-Riak-Logo
Mittlerweile gehören NoSQL-Datenbanken zum Standard in Big-Data-Umgebungen. Hier zu sehen: Das Basho-Riak-Logo
( Bild: Basho )

Die NoSQL-Open-Source-Datenbank Riak wird vom Unternehmen Basho entwickelt. Dieses kam Ende 2014 in die Schlagzeilen, da ein großer Teil des Managements das Unternehmen verlassen hatte. Nun versucht der Hersteller wieder Fuß zu fassen und bietet seine Datenbank mit erweitertem Support an.

Mittlerweile gehören NoSQL-Datenbanken zum Standard in Big-Data-Umgebungen, da herkömmliche, relationale Datenbanken die Datenmengen und -arten in Big-Data-Infrastrukturen kaum mehr verarbeiten können. Herkömmlichen, relationalen Datenbanken fehlt es vor allem an Flexibilität und Skalierbarkeit. Hinzu kommt, dass in Big-Data-Umgebungen der Ausfall von Knoten verschmerzbar und die Datenbank rund um die Uhr abfragebereit sein muss.

Drei Versionen

Riak wird in drei verschiedenen Versionen angeboten: Riak KV, Riak TS und Riak S2. Die Datenbank ist generell vergleichbar mit Hbase, Postgres, Cassandra, Redis, MongoDB oder Couchbase. Durch den verteilten, fehlertoleranten Key Value Store ist die Datenbank vor allem im Big-Data-Bereich sehr beliebt. Auch zum Speichern von Benutzerdaten wird die Datenbank gerne verwendet, vor allem wenn es um größere Umgebungen geht.

Riak bietet die Möglichkeit, Cluster auf Basis von physischen Knoten bereitzustellen, ist aber für den Betrieb in virtuellen Maschinen optimiert. Vor allem der Betrieb in Microsoft Azure oder Amazon Web Services wird von den Entwicklern empfohlen. Die Umgebung lässt sich schnell und einfach skalieren, indem zusätzliche Clusterknoten implementiert werden.

Diese Möglichkeiten bietet Riak

Entwickelt wurden die Datenbanken in der Programmiersprache Erlang. Die Datenbank-Server lassen sich entweder auf Linux oder Mac OS X betreiben und sind schemafrei. Vorteil der Datenbank ist die Unterstützung zahlreicher Programmiersprachen, zum Beispiel C, C#, C++, Clojure, Dart, Erlang, Go, Groovy, Haskell, Java, JavaScript, Lisp, Perl, PHP, Python, Ruby, Scala und Smalltalk.

Der Entwickler bietet die verschiedenen Datenbanken als Open Source unter der Apache-2-Lizenz, aber auch als Kauf-Software an. Außerdem ist Support für die kostenlose Version verfügbar. Unternehmen, die zu den Kauf-Versionen wechseln, erhalten auf Wunsch noch mehr Support, auf Wunsch 24/7.

Riak lässt sich effizient überwachen. Das ist vor allem dann wichtig, wenn zahlreiche Clusterknoten im Einsatz sind. Dazu stellt die Datenbank verschiedene Endpunkte zur Verfügung, die den Status der Daten und der Knoten anzeigen können. Darüber hinaus lässt sich die Lösung mit Überwachungs-Programmen wie Nagios, Zabbix und weiteren Tools überwachen.

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