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RFID für die Smart Factory

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RFID ist damit eine Schlüsseltechnologie, um die zunehmend globalisierten Warenströme und komplexen Lieferketten sowie die umfassende Warenverfolgung von der Produktion über den Verkauf bis hin zur Entsorgung zu steuern. Sie ermöglicht die Artikelverfolgung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Und in der automatisierten Fertigung im Zuge von Industrie 4.0 kommunizieren die entstehenden Produkte durch RFID-Komponenten eigenständig mit den Fertigungsanlagen. Dabei gibt es für jeden Entfernungsbereich die passende Lösung:

  • Im Nahbereich bis 18 cm sorgen HF Proximity Reader für eine zuverlässige Identifikation von Transpondern. Diese eignen sich zum Beispiel zur Erfassung kleiner Artikel am Warenein- und -ausgang.
  • HF Midrange Reader mit Reichweiten bis 40 cm werden für viele Anwendungszwecke in der Logistik und Industrie eingesetzt, etwa für die Identifikation größerer Güter oder in intelligenten Fertigungsstraßen zur Kommunikation zwischen Produkt und Maschine.
  • Die HF Long Range Reader besitzen je nach Antennenkonfiguration eine Reichweite von bis zu 140 cm. Aufgrund ihrer hohen Variabilität in Bezug auf ihre Betriebsmodi und Schnittstellen ermöglichen sie viele Anwendungs- und Anbindungsvarianten, vor allem für mobile Systeme.
  • UHF Reader ermöglichen Lesereichweiten von bis zu 16 m. Während UHF Reader mit geringeren Reichweiten vielfach in der Produktionssteuerung, Prozess- optimierung oder in Kanbansystemen zur Anwendung kommen, werden UHF Long Range Reader ebenso für die Zufahrtskontrolle sowie als Impulsgeber zum Öffnen von Industrietoren eingesetzt. Erfolgreich werden UHF-Long-Range-Leser ebenfalls in der Logistik, beispielsweise bei der Erfassung von Gütern im Wareneingang und Warenausgang, verwendet.
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Ein Blick in die Zukunft

Entsprechend den zahlreichen Vorteilen und Nutzungsmöglichkeiten prophezeien etwa die Marktforscher von Idtechex der RFID-Technologie weiterhin gute Wachstumschancen. Das weltweite Marktvolumen für RFID-Transponder, Lesegeräte, Software und Services wird sich demnach von 9,2 Mrd. US-Dollar 2014 auf 20 Mrd. Euro im Jahr 2018 erhöhen.

Besonders hohes Wachstumspotenzial für die berührungslose Identifikation von Waren entlang der Wertschöpfungskette sehen die Marktforscher in folgenden Bereichen: Transponder für Bekleidungsteile, Warenrückverfolgung/Inventarisierung, Ticketing sowie die Tier-Verfolgung. Doch vor allem im Zuge von Industrie 4.0 und dem Internet der Dinge dürften zahlreiche weitere Einsatzgebiete entstehen. Denn gerade hier ist eine schnelle Erfassung und Verarbeitung großer Mengen an Sensordaten eine wichtige Voraussetzung für viele Prozesse. Und hierfür bietet RFID die optimale Lösung. ■

Dieser Artikel erschien zuerst auf unserem Partnerportal MM Logistik.

* Daniel Büth ist System Application Engineer bei Feig Electronic in 35781 Weilburg, Tel. (0 64 71) 31 09 4-14, daniel.bueth@feig.de

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