Logistik 4.0

RFID - Alles zu Chips, Reader & Tags

| Redakteur: Jonas Scherf

RFID-Sensorplattform von Schreiner Printronics kann unter anderem Temperaturen aufzeichnen und später ausspielen.
RFID-Sensorplattform von Schreiner Printronics kann unter anderem Temperaturen aufzeichnen und später ausspielen. (Bild: Schreiner Printronics)

RFID-Chips sind in der Industrie nicht mehr wegzudenken - ob auf dem Factory Floor oder in der Logistik. Wie die Kommunikation zwischen Transponder und Reader funktioniert und wo die Schwachstellen liegen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

RFID ist die Abkürzung für Radio-Frequency Identification (zu Deutsch: Radio-Frequenz Identifizierung). Bei dieser Technologie handelt es sich um eine Kommunikationsart zwischen einem Sender (Transponder oder Tag) und einem Empfänger (Reader). Das System arbeitet vollautomatisch und dient der berührungslosen Kommunikation, Identifikation und Lokalisierung von Objekten, wie Waren, Medikamenten, Fahrzeugen oder Lebewesen. Somit fällt RFID auch unter das Stichwort Auto-ID (Automatische Identifikation und Datenerfassung).

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Zum erfolgreichen Einsatz werden ein Sender, ein Empfangsgerät, Energie und eine gewisse räumliche Nähe benötigt. In der Logistik perfektioniert und vereinfacht die Technologie Abläufe und sorgt für einen rasanten Materialfluss. Auch die Prozessoptimierung in der Intralogistik mittels RFID ist heute weitestgehend Standard, somit stellt die Technologie ein wesentliches Element für den Erfolg der Logistik 4.0 dar. Trotz der vielen Vorteile sollten auch stets Chancen und Grenzen von UHF-Transpondern abgewogen werden.

Einsatz von RFID in der Logistik 4.0

Kaum eine andere Branche kann so stark von RFID und Auto-ID profitieren, wie die Logistik. Die Radio-Frequency Identification perfektioniert durch die smarte Technologie das Internet der Dinge und somit alle Objektbewegungen, weshalb der Einsatz von RFID für die Smart Factory von großer Bedeutung ist. Logistiker profitieren vor allem von

  • der Beschleunigung komplexer Arbeitsabläufe,
  • vereinfachten und verschlankten Datenbanken mit realistischen Bestandslisten,
  • leicht nachvollziehbaren Warenbewegungen,
  • einer zuverlässigen Lokalisierbarkeit getagter Objekte,
  • intelligenter Lagerung von Waren und
  • volldigitaler Prozessprotokollierung.

Da sich Systeme dank RFID beinahe selbst verwalten können, sinkt auch der Bedarf an Arbeitskräften, denn der Materialfluss kann vollautomatisiert ablaufen (Auto-ID). Dies stellt wohl den größten Nachteil von RFID dar, denn an der Logistik hängen zahlreiche Arbeitsplätze. Große Paletten oder gar ganze Palettenwagen voller getagter Objekte müssen nicht mühsam abgeladen und einzeln gescannt werden, sondern können in einem einzigen Rutsch abgearbeitet werden.

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Die Arbeitskräfte müssen nicht mehr aufwändig Wareneingänge oder -ausgänge auf Art, Menge, Herkunft und Zielort prüfen, denn das RFID-System klärt diese Fragen eigenständig und lädt alle RFID-Daten in die Cloud. So lässt sich einerseits die Fehlerquote minimieren, und durch den Einsatz der Cloud-Technologie eine industrielle Kommunikation aufbauen.

Funktionsweise der Radio-Frequency Identification: Der Transponder

Der Sender von RFID wird als Transponder bezeichnet, manchmal auch als Tag oder schlicht als Funketikett. Er setzt sich aus einer Antenne (oft eine Spule), einem Computerchip und einem Trägermaterial oder Gehäuse zusammen. Der Chip ist mit analogen und digitalen Schaltkreisen ausgestattet, außerdem verfügt er über einen zum Teil mehrfach beschreibbaren Speicher. In manchen Fällen handelt es sich beim Transponder um einen Halbleiterchip. Tags unterscheiden sich in verschiedenen Faktoren. Sie besitzen unter anderem unterschiedliche Größen, Lebensdauern, Taktfrequenzen, Speichergrößen oder Reichweiten.

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