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Dieser Beitrag ist im Rahmen des Themenspecials "Industrie 4.0" erschienen.

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Digitale Prozesse Remote Production in der Fahrzeuginbetriebnahme

| Redakteur: Jürgen Schreier

Der Automobilhersteller Audi setzt in der Automobilfertigung auf neues Remote Production System ein und steuert jetzt die Fahrzeuginbetriebnahme digital. Das Remote Production System kommuniziert über die mobile Diagnoseschnittstelle mit dem Fahrzeug.

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Erhöhte Prozesssicherheit dank der digital gesteuerten Befüllanlage
Erhöhte Prozesssicherheit dank der digital gesteuerten Befüllanlage
(Bild: DSA )

Automobilhersteller nutzen verstärkt die Chancen der Digitalisierung. Im Wesentlichen geht es darum darum, die eigenen Prozesse zu optimieren, Kosten zu reduzieren und Qualitätsstandards zuverlässig zu erfüllen. In diesem Kontext setzt der Automobilbauer Audi in seinem Werk in Ingolstadt auf die digital gesteuerte Fahrzeuginbetriebnahme, auch als Remote Production bekannt. Gemeinsam mit der DSA Daten- und Systemtechnik GmbH aus Aachen hat der Automobilhersteller die Befüllanlagen in in Ingolstadt neu gestaltet.

Neuwagen soll in perfektem Zustand an den Kunden übergeben werden

Viel Aufwand betreiben Automobilhersteller in der Produktion, damit die Neuwagen in perfektem Zustand an ihre Kunden ausgeliefert werden. Dabei ist es insbesondere wichtig, dass alle geforderten Funktionalitäten des Fahrzeugs sicher und zuverlässig erfüllt werden. Um dem Anspruch an den stets steigenden Qualitätsanspruch auf Kundenseite zu entsprechen, setzt Audi in seinem Werk in Ingolstadt auf die aktuelle Generation der digital gesteuerten Fertigung.

Im Bereich der Befüllanlage, in dem die neuen Fahrzeuge mit allen für den späteren Betrieb notwendigen Flüssigkeiten für Motor, Bremsen, Klimaanlage und weiteren Systemen befüllt werden, hat jetzt Prodis.PlantHUB alle Fäden in der Hand. Dabei kommuniziert das Remote Production System über die mobile Diagnoseschnittstelle WDI-2X mit dem Fahrzeug.

Vor Beginn des Füllvorgangs wird jedes einzelne Fahrzeug mit diesem Diagnosestecker verbunden. Prodis.PlantHUB verfolgt daraufhin die Position des Fahrzeugs in der Produktionslinie und sorgt über das Laufzeitsystem Prodis.RTS dafür, dass an den einzelnen Stationen alle relevanten Daten für die Befüllung des Wagens verfügbar sind.

Systeme steuern Zusammenspiel von Fahrzeug, Befüllanlage, Mitarbeiter und Infrastruktur

Beide DSA-Systeme steuern das Zusammenspiel von Fahrzeug, Befüllanlage und Mitarbeiter sowie die Infrastruktur aus Dialogschnittstelle, Handhelds und Großmonitoren. Über die visuelle Darstellung der Positions- und Befülldaten sorgt das neue System für mehr Transparenz und Qualität in den Abläufen. Die Prozessverantwortlichen haben somit stets den Produktionsfortschritt jedes einzelnen Fahrzeugs unter Kontrolle. Für die Mitarbeiter bringt die neue Lösung vor allem mehr Ergonomie in ihren Arbeitsabläufen.

Positiv fällt auch das Fazit auf Seiten der Audi AG aus: „Mit der Einführung von Remote Production in den Befüllanlagen haben wir einen wichtigen Schritt in Richtung Digitalisierung unserer Produktion getan. Die von uns gesetzten Ziele haben wir erreicht. Die Prozesse in der Befüllung sind für uns transparenter, effizienter und gleichzeitig erreichen wir unseren hohen Qualitätsstandard. Ein Roll-out des Systems auf die ganze Fertigungslinie ist für uns der nächste Entwicklungsschritt“, so Timo Mayer, funktionsverantwortlicher Systemplaner in der Produktionsplanung AUDI AG Ingolstadt.

Aus Sicht der DSA ergänzt Simon Becker, Leiter der Systementwicklung Fahrzeugproduktion: „Wir freuen uns darüber, dass uns in diesem Projekt gemeinsam ein bedeutender Schritt in Richtung Produktion der Zukunft gelungen ist.“

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