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Expertenbeitrag

 Luis Bollinger

Luis Bollinger

Co-Founder & CMO, Holo-Light

Dieser Beitrag ist im Rahmen des Themenspecials "Industrie 4.0" erschienen.

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Industrielle AR-Software Remote Engineering in Zeiten von Corona

| Autor / Redakteur: Luis Bollinger / Sebastian Human

Das Coronavirus erschwert es, Produktionsketten aufrecht zu erhalten, die eine persönliche Anwesenheit in Gruppen erfordern. Augmented Reality könnte virtuelles Arbeiten in den nächsten Jahren stark voranbringen. Aber ist Remote Work im Ingenieurswesen denkbar?

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Kollaborative Anlagenplanung mit Augmented Reality.
Kollaborative Anlagenplanung mit Augmented Reality.
(Bild: Simon Toplak / Holo-Light)

Während Videokonferenzen mit weit entfernten Kollegen mittlerweile inzwischen fast zum Alltag gehören, gibt es im Engineering noch sehr viele analoge Workflows. Vor allem Anwendungen, in denen große Datenmengen verarbeitet werden müssen, sind oft noch nicht zur Darstellung in virtuellen Besprechungen geeignet. Hier schafft Augmented Reality Software eine neue Lösungsumgebung.

Gemeinsam, standortunabhängig an CAD Modellen in AR arbeiten

Der Augmented Reality Engineering Space ermöglicht es hochspezialisierten Ingenieuren, ihr gefragtes Wissen sehr viel effizienter einzusetzen.

In der Prozessindustrie arbeiten etwa Chemiker und Ingenieure schon sehr früh bei der Verfahrensentwicklung zusammen. Sie überlegen gemeinsam, ob etwas, das in kleinem Maßstab funktioniert, auch in einer Prozessanlage klappen kann. Der Maschinenbauer stellt die einzelnen Komponenten zusammen und der Anlagenbauer sorgt dafür, dass alles auch zusammenpasst. Häufig separate und auch sehr zeitintensive Prozesse.

Der AR Workspace bietet an dieser Stelle eine Kollaborationsumgebung, um Stakeholder zusammenzuführen. Sie können sich unabhängig von geographischen Distanzen mit einer AR-Brille wie Microsofts HoloLens 2 zu einer virtuellen Arbeitssitzung an einem identischen 3D-Objekt (zum Beispiel eine visualisierte Anlage) einfinden und dieses gemeinsam bearbeiten. Alle in der Arbeitssitzung besprochenen beziehungsweise am digitalen 3D-Modell markierten Anpassungen können dann lückenlos in die entsprechenden Tools der weiteren Workflows integriert werden.

Neue Wege der Visualisierung und der Zusammenarbeit

Der AR Workspace dient also als Besprechungs-, Arbeits- und Präsentations-Plattform. In der Automobilindustrie wird bereits auf diese Weise an Design Reviews gearbeitet. Ein Design Review in Form einer Augmented Reality Session hat noch den zusätzlichen Vorteil, dass unstimmige Details beziehungsweise leicht übersehbare Konstruktionsfehler des Modells deutlicher sicht- und modifizierbarer werden. Unternehmen schonen dabei ihre Ressourcen und gestalten den Produktionsprozess effizienter.

Gerade in Zeiten von Social Distancing ist es von absolutem Vorteil, sich auf eine Kollaborationsplattform zu stützen, die es Ihren Mitarbeitern ermöglicht, risikolos und auch über große geographische Distanzen hinweg fokussiert an wichtigen Programmen und Projekten weiter arbeiten zu können.

Diese Vorteile werden auch nach Bewältigung der aktuellen Virus-Krise nicht an Wirkung verlieren. Was akut über die Vermeidung von Produktivitätslücken hinweghilft, kann langfristig Grundlagen für effizientere Kollaboration und Teamarbeit im gesamten Engineering-Workflow schaffen.

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Über den Autor

 Luis Bollinger

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