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Raspberry Pi A bis Zero, alle 9 Modelle im Überblick

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Warum RPi B das erste, RPi A das zweite Modell war

Das Entwurfsmodell der Raspberry Pi Foundation, Raspberry Pi A, kam über ein Alpha-Stadium nicht hinaus. Das erste, ab Februar 2012 in großen Stückzahlen erhältliche Modell ist der Raspberry Pi B.

Der Zusatz „B“ kennzeichnet alle Raspberry Pis, die über eine Ethernet-Schnittstelle und zumindest zwei USB-Ports verfügen. Raspberry Pi B bietet bereits alles, was erforderlich ist um im Internet zu surfen, Office-Anwendungen zu nutzen und Musik und Video in HD-Qualität zu sehen: auf der Platine befinden sich Anschlüsse für Ethernet 10/100, zwei USB-Buchsen, HDMI 1.3/1.4, Composite Video und eine 3,5-mm-Audiobuchse.

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Raspberry Pi A (Februar 2013) ist nicht identisch zum Entwurfsmodell, hat aber wie dieses kein Ethernet und lediglich einen USB-Port. Dieser funktionsreduzierte Umfang kennzeichnet alle A-Modelle.

Insbesondere wegen des im Vergleich zum Raspberry Pi B fehlenden USB-/Ethernet-Chips und der Ethernet-Buchse verbraucht ein Raspberry Pi A deutlich weniger Energie und weist wegen der ein- statt zweistöckigen USB-Buchse eine niedrigere Bauhöhe auf als Modell B.

Rasperry Pi A ist daher für den industriellen Einsatz in mobilen batteriebetriebenen Applikationen, etwa in der Robotik und als Datenlogger prädestiniert.

Industrievariante Raspberry Pi Compute Module

Mehr Funktionen und ein geringerer Stromverbrauch zeichnet die im Juni 2014 präsentierte Industrievariante Raspberry Pi Compute Module aus. Der Raspberry Pi schrumpft von Scheckkartengröße (8,6 cm x 5,4 cm x 1,7cm) auf SODIMM-Format (6,5 cm x 3 cm), das sich allerdings nicht für den Einbau in Notebooks eignet. Das Modul wurde etwa zur Integration in Fertigungsanwendungen entwickelt.

Das Compute Modul umfasst lediglich die Basiselemente eines Rasp- berry Pis Modell B wie Prozessor (Broadcom-Chip BCM2835 mit 512 MB RAM) und Flash-Speicher. Die SD-Karte wurde durch ein eMMC Flash Device mit 4 Gbyte für das Betriebssystem ersetzt. Das Compute Modul erfordert ein I/O-Board, das die Ausgänge nach Außen führt.

Compute Modul und I/O-Board sind einzeln oder im Bundle als Rasp- berry Pi Compute Development Kit erhältlich.

Das Besondere dieses Duos: Das I/O-Board verfügt über zwei GPIO-Bänke, zwei Display Serial Interface (DSI) und zwei CSI-Kamera-Anschlüsse. Alle Prozessor-I/Os sind über einen 200-poligen Kantensteckverbinder zugänglich. In Verbindung mit dem Compute Modul bietet die Raspberry-Pi-I/O-Platine so eine Vielzahl von Standard-Steckverbindern.

Nachteilig ist, dass das Raspberry Pi Compute Development Kit keinen Ethernet-Anschluss und nur einen USB-2.0-Port bietet.

Details zum Raspberry Pi Compute Development Kit

Raspberry Pi Compute Module

  • SODIMM-Board (6,5cm x 3cm)
  • BCM2835-Chip mit 512MB RAM
  • On-board 4GB eMMC Flash
  • 200-poliger Anschluss

Details zum IO-Board

  • Mehrere GPIO-Interfaces
  • 1 x Micro-USB-Anschluss (Typ B)
  • 1 x USB-Anschluss (Typ A)
  • 2 x CSI-Port für Kamera-Boards
  • 2 x DSI-Port für Display-Boards
  • HDMI-Anschluss

Weiteres

  • Adapter für Kamera und Displays
  • Stromversorgung
  • 4 Jumper-Verbinder

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Über den Autor

 Margit Kuther

Margit Kuther

Redakteur, ELEKTRONIKPRAXIS - Wissen. Impulse. Kontakte.