IT-Security Ransomware-Attacken steigen weltweit um 64 Prozent

Redakteur: Alina Hailer

Eine neu veröffentlichte Studie von Barracuda zeigt, dass Ransomware-Attacken weltweit rasant steigen. Der Bericht bringt zudem weitere Erkenntnisse, welche Branchen besonders betroffen sind und wie Angreifer vorgehen.

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Ransomware-Attacken nehmen stetig zu, sowie auch das geforderte Lösegeld. Die durchschnittliche Lösegeldforderung pro Vorfall liegt bei derzeit über 10 Millionen US-Dollar.
Ransomware-Attacken nehmen stetig zu, sowie auch das geforderte Lösegeld. Die durchschnittliche Lösegeldforderung pro Vorfall liegt bei derzeit über 10 Millionen US-Dollar.
(Bild: gemeinfrei / Unsplash)

Barracuda hat seinen jährlichen Bericht über die Entwicklung von Ransomware-Attacken veröffentlicht. Der dritte Report soll die Leser über Ransomware-Angriffsmuster informieren, die im Zeitraum zwischen August 2020 und Juli 2021 stattfanden. Die Analysten des Unternehmens identifizierten und analysierten 121 Ransomware-Vorfälle in besagtem Zeitraum. Dabei verzeichneten sie laut Barracude einen Anstieg der Angriffe um 64 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Cyberkriminelle hätten es vor allem auf Kommunen, das Gesundheitswesen und Bildungseinrichtungen abgesehen. Im Grunde könnten Angriffe jedoch jedes Unternehmen treffen, denn sie nehmen in jede Richtung zu. Der Report brachte zudem weitere Erkenntnisse:

  • Knapp die Hälfte (44 Prozent) der Angriffe in den letzten 12 Monaten betraf US-amerikanische Unternehmen. In Deutschland waren es rund drei Prozent, in Österreich und der Schweiz jeweils ein Prozent.
  • Angriffe auf Unternehmen aus beispielsweise der Infrastruktur-, Reise-, oder Finanzdienstleistungsbranche machten zwischen August 2020 und Juli 2021 57 Prozent aller Ransomware-Angriffe aus. Im Vorjahr waren es nur 18 Prozent.
  • Auf infrastrukturbezogene Unternehmen entfielen 11 Prozent aller Angriffe. Mittlerweile zielen Angriffe immer stärker auf Software-Lieferketten ab, da mit einem einzigen Versuch gleich mehrere Ziele erreichbar sind.
  • Die Höhe des Lösegelds steigt dramatisch an. Die durchschnittliche Lösegeldforderung liegt bei derzeit über 10 Millionen US-Dollar. Bei 8 Prozent der Vorfälle lag die Höhe der Lösegeldforderung unter 10 Millionen US-Dollar. Bei 14 Prozent der Vorfälle lag sie über 30 Millionen US-Dollar.
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„Angreifer nehmen anfangs oft kleinere Organisationen ins Visier, die aufgrund ihrer Verbindungen zu größeren Zielen hinführen und arbeiten sich kontinuierlich nach oben vor“, so Klaus Gheri, General Manager Network Security bei Barracuda Networks. Laut Gheri seien alle IT-Security-Lösungsanbieter dennoch in der Pflicht, technologisch hochentwickelte Produkte und Services für Unternehmen jeder Größe einfach nutzbar zu machen.

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