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Echtzeitüberwachung RAG digitalisiert Bergbauschächte über 0G-Netz von Sigfox

| Redakteur: Jürgen Schreier

Die verlassenen Schächte des Steinkohlebergbaus der RAG werden jetzt mit einem Sigfox-0G-Netz kontinuierlich in Echtzeit überwacht. Ziel ist es, den Aufwand für Vor-Ort Inspektionen reduzieren. Außerdem will man mithilfe der Daten digitale Zwillinge zur Langzeitdokumentation schaffen.

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Das über Solargenerator betriebene 0G-basierte Remote-Monitoring-System besteht aus Seilzug-Schaltern als Sensoren und einem Mikrocontroller mit Funktransceiver, der die Daten über Sigfox-0G-Netze in eine Überwachungs-Cloud überträgt.
Das über Solargenerator betriebene 0G-basierte Remote-Monitoring-System besteht aus Seilzug-Schaltern als Sensoren und einem Mikrocontroller mit Funktransceiver, der die Daten über Sigfox-0G-Netze in eine Überwachungs-Cloud überträgt.
(Bild: Sigfox)

Die RAG AG hat damit begonnen, über das Sigfox-0G Netz verlassene Tagesöffnungen, Schächte und Stollen des Steinkohlebergbaus zu digitalisieren. Alleine in Nordrhein-Westfalen gibt es rund 60.000 davon. Ziel dieser IoT-Anbindung ist die kontinuierliche Überwachung von Veränderungen in Echtzeit, um den Schutz vor Tagesbrüchen zu erhöhen und den Aufwand für Vor-Ort-Inspektionen zu reduzieren.

Daten gehen im Alarmfall automatisch an eine vordefinierte Meldekette

Das Bergbauschacht-Überwachungssystem, das auf dem Sigfox-0G-Netz basiert und das auch zur Langzeitdokumentation dient, wurde vom Forschungszentrum Nachbergbau und dem Wissenschaftsbereich Elektro-/Informationstechnik und Wirtschaftsingenieurwesen der Technischen Hochschule Georg Agricola konzipiert und in Kooperation mit der RAG AG zur Serienreife geführt.

Das über Solargenerator betriebene 0G-basierte Remote-Monitoring-System besteht aus Seilzug-Schaltern als Sensoren und einem Mikrocontroller mit Funktransceiver, der die Daten über Sigfox-0G-Netze in eine Überwachungs-Cloud überträgt. Die Sensoren überwachen beispielsweise die senkrechte Bewegung der Füllsäule eines alten Bergbauschachts. Die über das Sigfox-0G-Netz eingesammelten Daten lassen sich in der Cloud zu Überwachungszwecken darstellen und im Alarmfall automatisch an eine vordefinierte Meldekette per SMS und E-Mail senden.

Sigfox-0G-Netz überträgt Funksignale über viele Kilometer hinweg

Der 0G-Controller ist bei dem Remote-Monitoring-System zur Tagesöffnungs-Überwachung oberirdisch außerhalb des möglichen Ex-Bereiches installiert, während die Ex-geschützten Sensoren im Schacht verbaut sind. Da Funksignale über das Sigfox-0G-Netz über viele Kilometer hinweg übertragen werden können, ist Ihr Einsatz auch in mobilfunkschwachen Bereichen möglich.

Die Controller lassen sich dank batterieschonender Funktechnik auch über viele Jahre hinweg ohne Batteriewechsel betreiben. Installationen im ebenfalls funkkritischen unterirdischen Umfeld finden sich bereits im Wasserversorgungsnetz der Stadt Antwerpen. Voraussetzungen für weitläufige unterirdische Installationen sind jedoch Repeater, die alle drei bis fünf Kilometer positioniert werden müssen.

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