Additive Fertigung Pulsar Photonics entwickelt Maschinentechnik zur additiven Fertigung poröser Gläser

Quelle: Pressemitteilung

Ein integrierter Hochtemperatur-Ofen soll die Laserbearbeitung auf wenige Minuten verkürzen können.

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Die Lasermaschine RDX 1000 mit Laserpore-Erweiterung.
Die Lasermaschine RDX 1000 mit Laserpore-Erweiterung.
(Bild: EAH Jena)

Das Lasertechnik-Unternehmen Pulsar Photonics hat eine maschinen- und softwarebasierte Lösung auf Basis der RDX 1000 Lasermaschine zur Herstellung poröser Glasformkörper für Anwendungen als Filterelement entwickelt. Wie das Unternehmen mitteilt, entstand die Maschinenlösung im Rahmen des Forschungsprojekts "Laserpore" in enger Zusammenarbeit mit der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) in Jena, der Universität Leipzig und der ITG Wismar. Durch die neue Lösung sei es möglich, Musterbauteile herzustellen sowie in Bauteilserien zu fertigen und die Laserbearbeitung auf wenige Minuten zu verkürzen.

Schichtweiser Aufbau der Glasformkörper

Die neu entwickelte Maschinensoftware Photonics Elementes (PE) verfügt über spezialisierte Funktionen für die schichtweise Prozessführung mit Scanner- und Achssystemen und nutzt eine Bibliothek integrierter Laserstrahlquellen, heißt es weiter. Die Weiterentwicklung der Prozesskammer ermögliche die additive Fertigung unter definierten Umgebungsbedingungen. Hierzu wurde ein Hochtemperatur-Ofen entwickelt, durch welchen vorzeitige Entmischungen sowie thermisch induzierte Spannungen im Glasformkörper vermieden werden. Durch ein verlangsamtes Abkühlen können die Bauteile zerstörungsfrei von der Bauplattform gelöst werden, so das Unternehmen.

„Das gesamte Fertigungsverfahren basiert auf einem schichtweisen Aufbau der Glasformkörper und funktioniert ähnlich wie ein 3D-Druck von Metallbauteilen. Damit lassen sich mehrere Bauteile in einem Batch gleichzeitig aufbauen und komplexe innenliegende Strukturen sowie Oberflächen erzeugen“, sagt Joachim Ryll, Gründer und Geschäftsführer von Pulsar Photonics. „Einzigartig macht unsere Lösung ein in die Laser-Maschine integrierter Hochtemperatur-Ofen, der den spannungsfreien 3D-Druck von porösen Glasformkörpern ermöglicht.“

Pulsar Photonics könne so Glasformkörper mit unterschiedlicher Dichte sowie Kavitäten im Millimeter- bis Mikrometerbereich produzieren. Die generierten porösen Glasbauteile können beispielsweise in den Filtersystemen der ITG Wismar eingesetzt werden.

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