Hacken gegen Cyber-Gangster

Public Cloud macht Industrieanlagen sicherer

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Ein Anbieter von Antiviren-Software, ruft das Jahr 2017 sogar zum "Jahr der digitalen Erpressung" aus und verweist in diesem Zusammenhang auf vermehrte Cyberattacken auf kritische Infrastrukturen wie Energieanlagen und -netze sowie das Internet der Dinge. Auch das Thema Ransomware - einige spektakuläre Fälle von Ransomware-Angriffen auf Krankenhausnetzwerke sorgten in jüngster Zeit für weltweites Aufsehen - bleibt ein Thema, wie aus einem Artikel von MM Online hervorgeht.

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Simulationen in der Cloud decken Schwachstellen auf

Damit Hacker keinen Schaden anrichten, spürt Koramis die Schwachstellen nicht nur auf, sondern macht die IT-Systeme von Industrieanlagen sicherer. Dazu führen die IT-Security-Experten aufwendige Simulationen in der Open Telekom Cloud durch, um Schwachstellen in Überwachungs- und Steuerungssystemen (SCADA) gezielt aufzudecken.

Das Infrastructure-as-a-Service-Angebot der Telekom liefert Koramis je nach Kundenauftrag, Projekt und Dauer unterschiedlich kombinierte virtuelle Rechen- und Speicher-Ressourcen – per Mausklick. Statt in Hardware zu investieren, greift die Experten aus dem Saarland so auf 4 Terabyte Datenspeicher und 250 Prozessoren in Spitzenzeiten zu. 16 Rechenkerne reichen im Normalbetrieb. Koramis aber bezahlt nur das, was auch genutzt wird – dank des Pay-as-you-go-Modells. Optional bietet die Telekom ihren Cloud-Kunden auch Laufzeitverträge mit Festpreisen an.

Vorteilhaft reisen mit leichtem Gepäck

Der flexibel skalierbare Cloud-Betrieb bietet dem Unternehmen zahlreiche Vorteile. „Innerhalb von 14 Tagen haben wir in einem reinen Testszenario 32,6 Millionen verschlüsselte Passwörter geknackt“, erklärt Cyber-Security-Fachmann Di Filippo. „Mit den IT-Ressourcen aus unserem Serverraum hätte das wesentlich länger gedauert.“ Hinzu kommt: Waren Team und Hardware früher rund um den Globus im Einsatz, reist Koramis heute mit leichtem Gepäck: Am Einsatzort reicht den IT-Spezialisten eine leistungsfähige Internetleitung aus. Auch in Datenschutzfragen haben die Saarbrücker "Hacker" vorgesorgt: Hosting und Betrieb der Open Telekom Cloud erfolgen im deutschen Telekom-Rechenzentrum nach hiesigem Datenschutzrecht. Ein Argument, das auch für die Auftraggeber des Saarbrücker zählt und häufig sogar entscheidend ist.

*Nils Klute ist Redakteur in Köln.

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