3D-Druck-Nachbearbeitung Protolabs setzt chemische Dampfglättung als Oberflächenfinish ein

Um die Oberflächengüte additiv gefertigter Kunststoffteile zu verbessern, führt Protolabs die Vapour Smoothing-Technologie ein. Mit ihr können Thermoplaste verdichtet und ihre Oberfläche geglättet werden.

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Protolabs bietet das Nachbearbeitungsverfahren derzeit für das Nylonmaterial PA-12 sowie für das elastische Material TPU-01 an.
Protolabs bietet das Nachbearbeitungsverfahren derzeit für das Nylonmaterial PA-12 sowie für das elastische Material TPU-01 an.
(Bild: Protolabs)

Wenn es um die Produktion von Kunststoffteilen geht, ist der 3D-Druck im Vergleich zum Spritzguss ideal für niedrige Produktionsmengen geeignet. Erfordern jedoch Anwendungen aus ästhetischen oder funktionalen Gründen eine sehr feine und glatte Oberfläche, gibt das der 3D-Druck nicht her. Die Vapour Smoothing-Technologie bietet die Lösung: mit ihr können 3D-gedruckte Kunststoffteile mittels Dampf nachbearbeitet werden. So lassen sich Oberflächen selbst bei komplexen Geometrien glätten und kleinste Hohlräume versiegeln. Protolabs bietet diese Endbearbeitung jetzt an.

Wie Protolabs mitteilt, ist das automatisierte Verfahren derzeit für das häufig verwendete Nylonmaterial PA-12 sowie für das elastische Material TPU-01 verfügbar. Der Prozess laufe folgendermaßen ab: Nach der Herstellung der Kunststoffteile durch Selektives Lasersintern (SLS) oder Multi Jet Fusion (MJF) werden diese in eine Glättungskammer überführt, in der sie erhitzt und mit einem Nachbearbeitungsmittel behandelt werden. Unter sorgfältig kontrollierten Bedingungen verdampft dieses Mittel und der Dampf breitet sich auf allen Oberflächen der Teile aus. Dies führt dazu, dass die Oberflächen schmelzen und sich das flüssige Material derart umverteilt, dass Spitzen und Mulden ausgeglichen werden und damit selbst der kleinste Hohlraum versiegelt ist.

Verbesserte Eigenschaften ermöglichen neue Anwendungen

Das Verfahren verbessert laut Protolabs auch die mechanischen Eigenschaften eines gefertigten Teils durch dessen erhöhte Bruchdehnung und Schlagzähigkeit. Die versiegelten und ebenmäßigeren Oberflächen seien außerdem wasser- und luftdicht und lassen sich leichter reinigen. Die verbesserte Wasserdichtigkeit eröffnet wiederum neue Anwendungsmöglichkeiten wie Tanks, flüssigkeitsführende Rohre und Leitungen, Ventilabdeckungen und Ölwannen. Auch der medizinische Sektor und andere industrielle Anwendungen können von einer leichteren Reinigung aufgrund der glatteren Oberfläche profitieren.

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