Software Produktionsplanung mit GrabCAD

Autor Simone Käfer

Die Produktion mit Additiver Fertigung verwalten – das soll die Erweiterung von CrabCAD können. Die GrabCAD Additive Manufacturing Platform von Stratasys ist eine unternehmensfähige Open-Software-Plattform.

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Neben dem klassichen CAD übernimmt GrabCAD inzwischen auch die Produktionsplanung.
Neben dem klassichen CAD übernimmt GrabCAD inzwischen auch die Produktionsplanung.
(Bild: JSchmieg - Gamut One Studios)

Mehrere 3D-Drucker an verschiedenen Standorten verwalten, die Qualität der 3D-gedruckten Bauteile überwachen, eine automatisierte Materialverwaltung oder die Additive Fertigung in den Shopfloor integrieren – das soll nun die GrabCAD Additive Manufacturing Platform übernehmen.

Die Plattform von Stratasys ist speziell für die Anforderungen der Additiven Fertigung über den digitalen Prozess vom Design bis hin zur Produktion ausgelegt und lässt sich auch in die Infrastruktur von Industrie 4.0 und Unternehmensanwendungen integrieren, so Stratasys. „Die GrabCAD AM Platform ermöglicht den Kunden, immer größere, komplexere Vorgänge effizient zu verwalten, um konsistente, qualitativ hochwertige Produktionsteile in großem Maßstab zu fertigen“, sagt Nadav Goshen, Executive Vice President für Software bei Stratasys.

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Die GrabCAD Additive Manufacturing Platform integriert GrabCAD-Anwendungen und -Softwarepartner von Drittanbietern über das GrabCAD Software Development Kit (SDK). Dadurch wird eine Konnektivität in beide Richtungen zwischen 3D-Druckern, additiven Fertigungs- und Unternehmensanwendungen wie ERP und MES sowie mit der Industrie-4.0-Infrastruktur möglich.

Die Plattform umfasst folgende Anwendungen:

  • GrabCAD Print: Das Programm vereinfacht den Workflow zwischen dem Design for Additive Manufacturing (DfAM) und der 3D-Druck-Vorbereitung. GrabCAD Print ist CAD-unabhängig, wendet Sicherheitsprotokolle an und wird per Desktop-PC oder Mobilgerät verwaltet.
  • GrabCAD Shop ist eine cloud-basierte Anwendung des Typs Software-as-a-Service (SaaS) zur Verwaltung von Arbeitsaufträgen, die den 3D-Druck-Workflow vereinfacht. Alle Bestellungen werden an einem Ort verwaltet und können problemlos allen vernetzten Druckern – von Stratasys oder von Drittanbietern – zugewiesen werden.
  • Mit dem GrabCAD Print Manager können Hersteller Flotten aus industriellen 3D-Druckern verwalten, auch Maschinen anderer Hersteller. Der Print Manager verwaltet Software-Lizenzen sowie Open-Source-Material von Partnern und bietet den Kunden die Möglichkeit, Fertigungsdruckpläne anzuzeigen und zu bearbeiten sowie detaillierte Berichte per Desktop-PC oder Mobilgerät anzuzeigen. Zusätzliche Administrator- und Zugriffskontrollen mit weiteren Angaben im Print Manager werden Anfang 2022 erwartet.
  • GrabCAD Software Development Kit (SDK): Industrie 4.0-fähige SDKs bieten APIs, Dokumentation, Codeabschnitte und Support bei der Integration in die Unternehmens-IT sowie Anwendungen von Drittanbietern für Account Management, Asset Management, Planung und Auftragsmanagement, Sicherheit, Qualitätsmanagement und Analysen.

Softwareanbietern, die die Anforderungen bezüglich Referenzen und Leistungstests erfüllen, steht die Platform eine SDK-Lizenzgebühr offen. Stratasys hat seit Beginn 2021 ein Dutzend Partner hinzugefügt, darunter AMFG, Teton Simulation und Link3D. Im Oktober 2021 umfasste die Plattform GrabCAD AM mehr als 38.000 Anwendungsbenutzer, 20.000 3D-Drucker und 3000 Workflow-Benutzer. Die Plattform verarbeitet täglich 35 Gigabyte an Datenströmen und wird von einem globalen Team von mehr als 100 Entwicklern unterstützt.

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