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Sensorik

Predictive Maintenance als Chance für Industriesensoren?

| Autor/ Redakteur: Ahlam Rais / Sebastian Human

Aufgrund der wachsenden Nachfrage aus dem In- und Ausland entwickelt sich der deutsche Sensormarkt ziemlich gut. Vielversprechende IoT-Technologien wie Predictive Maintenance kurbeln das Geschäft weiter an, auf politischer Ebene bereitet der Brexit einigen Unternehmen aber Kopfzerbrechen.

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IoT-Technologien wie Predictive Maintenance fördern auch den Markt für Sensorik.
IoT-Technologien wie Predictive Maintenance fördern auch den Markt für Sensorik.
( Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Sensoren werden in zahlreichen Branchen wie Luft- und Raumfahrt, Verteidigung, Automobil, Unterhaltungselektronik und so weiter eingesetzt. Deutschland ist eines der führenden Produktionsländer und ist für die Herstellung hochwertiger Sensoren für Kunden auf der ganzen Welt bekannt. Nach Angaben des Verbands für Sensorik und Messtechnik (AMA) hatte die deutsche Sensorik- und Messtechnikindustrie für 2018 ein Umsatzplus von 8 % prognostiziert, stattdessen aber ein Plus von 10 % erwirtschaftet. In diesem Jahr rechnet die Branche mit einem weiteren Umsatzanstieg von 5 % gegenüber dem Vorjahr.

Dies ist auf die wachsende Nachfrage sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland zurückzuführen. Die Veröffentlichung fügt hinzu, dass die Exporte außerhalb der EU besonders gestiegen sind, während die Exporte nach Mitteleuropa um zwei Prozentpunkte zurückgingen.

Neue Bereiche für den Sensormarkt

Mit dem Aufkommen von Smart Cities, Smart Homes, autonomem Fahren und Smart Factories wächst die Nachfrage nach Sensoren deutlich. Ein Bericht des Marktanalystenhauses Research and Markets betont, dass Predictive Maintenance in den kommenden Jahren eine große Chance für den Markt der industriellen Sensoren sein wird. Sensorik ist für diese IoT-Technologie besonders relevant, da der Prozess verschiedene Funktionen wie zum Beispiel die Erfassung von Daten, die Erleichterung der Datenkommunikation und die Durchführung von Vorhersagen erfordert. Sensoren sind also ein wichtiger Bestandteil und der Markt für Industriesensoren wird in den kommenden Jahren voraussichtlich eine hohe Nachfrage verzeichnen, so der Bericht weiter.

Der Brexit-Effekt

Neben andern Gebieten, wie beispielsweise dem Datenschutz, sorgt sich der Sensorikmarkt aber auch um politische Faktoren wie den Brexit. Das Vereinigte Königreich, das sich noch immer um die Brexit-Vereinbarung bemüht, schafft ein Umfeld der Unsicherheit in der Region, das sowohl für das Vereinigte Königreich als auch die Europäische Union verheerende Folgen für den Markt haben kann.

Eine Umfrage der AMA ergab, dass 69 % der Branchenteilnehmer aus dem Sensorik- und Messmarkt der Meinung sind, dass der Brexit geringe Auswirkungen auf ihr Unternehmen haben wird, während 27 % der Meinung sind, dass er einen großen Einfluss haben wird. Die restlichen 4 % sind sich über die Auswirkungen nicht sicher.

Sensoren werden in jedem Fall die digitale Revolution dominieren, bei der Künstliche Intelligenz, IIoT und Automatisierung zusammenspielen, um in den Fabriken der nächsten Generation qualitativ hochwertige Produkte herzustellen.

Dieser Beitrag ist ursprünglich auf unserem Partnerportal MaschinenMarkt International erschienen.

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Ahlam Rais

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