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Industrie 4.0 in der Praxis Praxisbeispiel: Vernetzte Produktion bei ebm-papst

| Redakteur: Silke Höffken

Ein zentraler Aspekt von Industrie 4.0 ist die digitale Vernetzung der Produktion. Lesen Sie in diesem Praxisbeispiel von der Plattform Industrie 4.0, wie ebm-papst seine Produktionsabläufe durch den Einsatz von SAP ME zentral steuert und optimiert.

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Ein ebm-papst Mitarbeiter beaufsichtigt die digitalisierte Produktionsstraße.
Ein ebm-papst Mitarbeiter beaufsichtigt die digitalisierte Produktionsstraße.
(Bild: ebm-papst )

Die Herausforderung

Für ebm-papst bietet Industrie 4.0 bisher ungenutzte Potenziale, um die Produktionsabläufe zu optimieren und transparenter zu gestalten. Fehler in der Herstellung werden sofort erkannt und behoben. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern steht durch den digitalen Fluss die richtige Information zur richtigen Zeit am richtigen Ort zur Verfügung.

Dazu setzt ebm-papst bereits seit 2009 als eines der ersten Unternehmen in Europa SAP ME (SAP Manufacturing Execution) ein. Durch einen kontinuierlichen Austausch zwischen den Produktionsmaschinen und dem übergeordneten SAP ME werden Daten abgefragt, das herzustellende Produkt identifiziert und die nächsten Fertigungsschritte veranlasst. Die Produktion wird so vom Beginn der Herstellung über die Durchführung bis zum Abschluss in einem zentralen System gemanagt und überprüft.

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Der Industrie 4.0-Lösungsansatz

Herzstück der Industrie 4.0-Lösung ist die bidirektionale und durchgängige vertikale Integration über eine standardisierte Maschinenschnittstelle. Über 15 unterschiedliche externe Lieferanten konnten diese Schnittstelle bereits in ihre Maschinen integrieren. Durch die Kommunikation in Echtzeit und die dadurch gewonnenen Informationen wird ein virtuelles Abbild aller Prozesse und Zustände innerhalb der Fertigung erzeugt.

Aktuell arbeitet ebm-papst zusammen mit SAP an einer Veröffentlichung und allgemeinen Verfügbarkeit des auf der Software "SAP Manufacturing Execution Suite" basierenden Standards.

Das konnte erreicht werden

Die Anwendung ermöglicht es, die vielfältigen Daten aus den unterschiedlichen Produktionsprozessen in einem übergeordneten System zentral zu sammeln, zu speichern und zu verwalten - ein wichtiger Schritt, bei einem Portfolio von über 15.000 Produkten. ebm-papst hat dadurch seine Produktionsprozesse optimiert und kann sie besser kontrollieren und transparenter gestalten. Fehler in der Herstellung werden sofort erkannt und behoben. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben durch die Industrie 4.0-Lösung jederzeit Zugang zu allen relevanten Informationen: Sie sind somit genau informiert, welcher Produktionsschritt mit welchen Materialien bereits getätigt wurde und welche Schritte noch anstehen. Darüber hinaus unterstützt die digitalisierte Produktion dabei, Prozessreihenfolgen einzuhalten und zu überprüfen sowie mängelfreies Material einzusetzen. Auch die Rückverfolgung eines Produkts wird sichergestellt.

Das waren die Maßnahmen

ebm-papst nutzte frühzeitig die Möglichkeiten der fortschreitenden Digitalisierung und führte bereits 2009 als eines der ersten Unternehmen in Europa SAP ME (SAP Manufacturing Execution) ein. Zudem wurden einfach bedienbare Benutzeroberflächen eingerichtet, auf eine fast komplett papierlose Fertigung umgestellt sowie Lean-Prozesse unterstützt (Lean-Management ist ein Ansatz zur Prozessoptimierung, bei dem Verschwendung minimiert und Prozesse harmonisiert werden sollen).

Was können andere davon lernen?

ebm-papst arbeitet als Mitglied im Customer Council eng mit SAP zusammen. Der Vorteil: Kurze Abstimmungswege ermöglichen es, die Anwendung weiter zu optimieren. Außerdem agiert ebm-papst als Referenzunternehmen für SAP und stellt die Software in der praktischen Anwendung anderen interessierten Unternehmen vor.

Kooperation Die Inhalte dieses Beitrags sind zuerst auf der Plattform Industrie 4.0 erschienen und wurden mit freundlicher Genehmigung veröffentlicht.

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