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Flex Factory Porsche gründet Joint Venture für flexible Produktion

Redakteur: Katharina Juschkat

Porsche gründet mit dem IT-Unternehmen MHP und dem Versicherungskonzern Munich Re das Joint Venture Flex Factory. Gemeinsam wollen sie Dienstleistungen für die Umsetzung einer flexiblen Produktion anbieten.

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Ob in der Automobilproduktion oder weiteren Branchen: Immer häufiger werden kundenindividuelle Produkte gefordert. Das Joint Venture will bei der Umsetzung helfen.
Ob in der Automobilproduktion oder weiteren Branchen: Immer häufiger werden kundenindividuelle Produkte gefordert. Das Joint Venture will bei der Umsetzung helfen.
(Bild: ©vadimborkin - stock.adobe.com)

Porsche gründet gemeinsam mit seiner IT-Beratungstochter MHP und dem Versicherungsunternehmen Munich Re das Gemeinschaftsunternehmen Flex Factory. Die Flex Factory will selbst keine Produktionsanlagen zur Verfügung stellen, sondern vielmehr als Beratungsunternehmen auftreten. Im Vordergrund steht dabei, die Fertigung von Kleinserien in der produzierenden Industrie flexibler und kosteneffizienter zu gestalten.

Was die neue Flex Factory bieten will

Die Flex Factory bietet das nötige Wissen für den Aufbau einer flexiblen sowie ökonomisch kalkulierbaren Produktion an, sowie entsprechende Dienstleistungen als Digital Production as a Service. Das Unternehmen unterstützt Kunden bei Bedarf zudem bei der Umsetzung.

Als Zielbranche will das neugegründete Unternehmen verschiedene Industrien ansprechen, unter anderem die Automobilindustrie, die Bekleidungs- oder die Verpackungsindustrie. Alle Branchen, die vor der Herausforderungen stehen, individuelle Kundenbedürfnisse umzusetzen und Produktlebenszyklen zu verkürzen, sind angesprochen.

Die Flex Factory

Anteilseigner der Flex Factory GmbH sind Porsche und MHP mit jeweils 25 Prozent sowie Munich Re mit 50 Prozent. Geschäftsführer sind Phillipp Hypko und Philip Plattmeier.

Flex Factory als offenes Produktions-Ökosystem

Von den Gründungsunternehmen fließen verschiedene Kernkompetenzen ein:

  • Porsche bringt sein Produktionswissen ein.
  • MHP bringt seine Expertise in der digitalen Prozessoptimierung, insbesondere an der Schnittstelle von Entwicklung zu Produktion ein.
  • Die Finanzierungs- und Versicherungsmodelle sowie eine Performance-Garantie für die ausgeplante Produktion kommen von Munich Re.
  • Zusätzlich steuert die Munich-Re-Tochter Relayr digitale Risikoanalyse via IoT-Sensorik bei.

Das neue Unternehmen ist als offene Plattform gedacht. Deshalb ist die Integration weiterer Technologiepartner mittelfristig denkbar und angestrebt, heißt es in der offiziellen Pressemitteilung.

Das Konzept wurde von den Partnern in den vergangenen Monaten im Rahmen eines konkreten Umsetzungsszenarios im Karosseriebau von Porsche erprobt. Dabei wurde die Fertigung verschiedener Anbauteile (zum Beispiel Varianten einer Autotür) auf einer Fertigungsstraße simuliert und optimiert.

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