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IoT-Standards

Plattform Industrie 4.0 und IIC vereinbaren Kooperation

| Autor/ Redakteur: Julia Moßner / Heiko Heckner

Am 2. März 2016 haben sich Vertreter der Plattform Industrie 4.0 und des Industrial Internet Consortiums in Zürich (Schweiz) getroffen um die Abstimmung ihrer potenziellen Architekturansätze zu erörtern.

Industrie 4.0 und IIC haben eine klare Roadmap geschaffen um Interoperabilität der Architekturmodelle RAMI und IIRA sicherzustellen
Industrie 4.0 und IIC haben eine klare Roadmap geschaffen um Interoperabilität der Architekturmodelle RAMI und IIRA sicherzustellen
( Bildquelle: Robert Bosch GmbH )

Vertreter der Plattform Industrie 4.0 und des Industrial Internet Consortium haben sich bei einem Treffen in Zürich am 2. März 2016 auf eine Zusammenarbeit geeinigt. Dabei stand vor Allem das Zusammenspiel der jeweiligen Architekturmodelle RAMI (Referenzarchitekturmodel für Industrie 4.0) und IIRA (Industrial Internet Referenzarchitektur) im Fokus. Als Erfolg des Treffens wurde die Komplementarität der beiden Modelle anerkannt und eine erste gemeinsame Entwurfsdarstellung erstellt. Ziel ist es, eine künftige Interoperabilität der Systeme sicherzustellen. Hierzu wurde eine gemeinsame Roadmap entworfen. Weitere Ergebnisse des Treffens sind eine Kooperation beim Thema Standardisierung und die Nutzung einer gemeinsamen Testumgebung.

Vorgeschlagen wurde die Zusammenkunft durch die beiden Mitglieder der Lenkungsausschüsse beider Organisationen - Robert Bosch GmbH und SAP. Das Treffen bestand aus einer informellen Gruppe, welche ihre Arbeit zur Annäherung des IIC und der Plattform Industrie 4.0 weiter fortsetzen wird. Die Gruppe bestand aus Vertretern der Unternehmen Robert Bosch GmbH, Cisco, IIC, Pepperl + Fuchs, SAP, Siemens, Steinbeis Institute und ThingsWise.

Kommentare zum Treffen:

Staatssekretär Matthias Machnig, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: „Wir begrüßen die Kooperation beider Initiativen als einen wichtigen Meilenstein in der internationalen Zusammenarbeit von Unternehmen. Die vereinte Kraft von IIC und der Plattform Industrie 4.0 wird maßgeblich den Weg in eine digitalisierte Wirtschaft ebnen, der für beide Seiten von Vorteil ist.

Prof. Dr. Siegfried Russwurm, Mitglied der Leitung der Plattform Industrie 4.0, CTO und Mitglied des Vorstandes der Siemens AG, sagte: „Mit anderen Initiativen zusammen zu arbeiten ist wichtig, insbesondere für Deutschlands exportorientierte Wirtschaft. Wir sind sehr daran interessiert, mit anderen zu kooperieren, um den Weg für globale Standards zu ebnen. Mit dem IIC – und anderen Konsortien – zusammenzukommen ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.“

Dr. Richard Mark Soley, Executive Director des Industrial Internet Consortium, kommentiert: „Das Unterfangen zeigt, dass kluge technisch-versierte Menschen jede Lücke schließen können und einen Weg finden, um Probleme zu lösen, die andernfalls vielleicht Hürden für den Eintritt in die Anwendung von IoT Technologie für industrielle Anwendungen geschaffen hätten. Ich beglückwünsche die Teilnehmer und bedanke mich für ihre erste Arbeit und freue mich auf eine erfolgreiche, weitergehende Zusammenarbeit.“

Dr. Werner Struth, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH: „Dies ist eine riesige Errungenschaft für die industrielle Anwendung des Industrial Internet of Things, denn es vereinfacht die Auswahl der passenden Technologien und führt zu einer stark verbesserten Interoperabilität.“

Bernd Leukert, Mitglied des Vorstandes bei SAP, betont die Bedeutung eine Harmonisierung der vom IIC und der Plattform Industrie 4.0 initiierten Testbed-Initiativen: „Dies wird eine viel reibungslosere internationale Zusammenarbeit zwischen kleineren Firmen und größeren Unternehmen ermöglichen, um Anwendungsbeispiele zu testen und Standards zu initiieren.“

Greg Petroff, Chief Experience Officer für GE Digital, ergänzt: “Der Schlüssel für die Weiterentwicklung der industriellen Internetstandards liegt im Abbau von Barrieren zwischen verschiedenen Technologiebereichen und in der Konsequenz entsprechend in der Angleichung der Referenzarchitekturen. Diese Zusammenarbeit wird den Aufbau einer regen Community, die sich Erarbeitung globaler Standardisierungslösungen verschrieben hat, deutlich voranbringen.

Robert Martin, Senior Principal Engineer für Partnerschaften zur Internetsicherheit, MITRE Corporation und Mitglied des IIC Steering Committee sagt: „Die Zusammenarbeit des Industrial Internet Consortium und der Plattform Industrie 4.0 wird den internationalen Mehrwert der Arbeiten beider Institutionen vergrößern. Zudem können wir einfacher Herausforderungen und Bedenken mit Blick auf den Markt der IoT-Technologien identifizieren und auflösen. Das ist wesentlich schneller und effektiver, als es die beiden Organisationen alleine jemals hätten erreichen können.“

„Ich freue mich, dass die beiden führenden Internet of Things Organisationen ihre Aktivitäten zusammenbringen“, sagt Stan Schneider, Geschäftsführer von Real-Time Innovations (RTI) und Mitglied des IIC Steering Committee. „Der Plattform Industrie 4.0-Ansatz mit seiner starken Verankerung in der industriellen Fertigung ergänzt sich sehr gut mit dem Ansatz des IIC, der seinen Fokus stärker auf IoT-Anwendungen für den Bereich der Gesundheitswirtschaft, Transport, Energie und Smart Cities legt. Wir arbeiten intensiv daran, die Connectivity-Infrastrukturen der zu Grunde liegenden DDS und OPC UCA Verbindungsstandards anzugleichen. So ermöglichen wir ein rapides Wachstum aller von Industriellen Internet der Dinge betroffenen Wirtschaftsbereiche.“

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Über den Autor

Julia Moßner

Julia Moßner

Publisherin, Industry of Things, Bandbreite.io, Mission Additive