Suchen

Dieser Beitrag ist im Rahmen des Themenspecials "Industrie 4.0" erschienen.

sponsored by

Logistik 4.0 Planung von Arbeitsplätzen mit VR verbessert die Ergonomie

| Redakteur: Jürgen Schreier

Kommissionier- und Packplätze müssen ergonomisch gestaltet sein, sollen sie den Bediener nicht über Gebühr belasten. VR macht die Planung anschaulicher und erhöht zugleich die Akzeptanz, weil der Bediener seinen künftigen Arbeitsplatz virtuell ausprobieren kann. Änderungswünsche lassen sich dann direkt ins VR-Modell einarbeiten.

Die Benutzer bekommen via VR ein Gefühl für Bewegungsabläufe und Greifhöhen.
Die Benutzer bekommen via VR ein Gefühl für Bewegungsabläufe und Greifhöhen.
(Bild: Aktiv / IW Medien)

Die Unitechnik Systems GmbH plant Arbeitsplätze mittels Virtual Reality (VR). Bereits in mehreren Referenzprojekten eingesetzt, ist die Technologie ab sofort fester Bestandteil bei der Planung von Logistikprojekten. Ziel ist es, die Schnittstelle zwischen Mensch und Technik schon im Planungsprozess optimal zu vernetzen. Die Gestaltung von Kommissionier- und Packplätzen via VR macht die Planung wesentlich anschaulicher und erhöht die Akzeptanz bei den Mitarbeitern.

Nach der Planung von Fördertechnik, Lagersystemen und der Kommissioniersystematik ist die Konzeption der Arbeitsplätze als nächster Schritt sinnvoll. Speziell im Hinblick auf die ergonomischen Bedürfnisse des späteren Nutzers bringt eine frühe Planung der Abläufe an den Kommissionier- und Packplätzen einen hohen Mehrwert. Sind Quell- und Zielbehälter ungünstig angeordnet, belastet das den Bediener tagtäglich. Unzufriedenheit und wenig effiziente Prozesse sind die Folgen.

Ausgangsbasis: 3D-CAD-Zeichnung des Logistikzentrums

Basis für das spätere Modell eines virtuellen Arbeitsplatzes ist die 3D-CAD-Zeichnung des Logistikzentrums. Darin finden sich unter anderem die genauen Abmessungen von Gebäude, Lager, Fördertechnik und den sonstigen Gewerken wieder. Diese statische 3D-Datei wird in einem Animationsprogramm nachbearbeitet und dann an eine Game Engine übertragen. Dabei handelt es sich um eine Software, die es ermöglicht, Bewegungen und Interaktionen zu programmieren.

Wie man es von Computerspielen kennt, steuert der Nutzer das Geschehen über die Controller, die er in den Händen hält. Über die VR-Brille erleben die späteren Arbeitsplatznutzer ihre Tätigkeit sehr realitätsnah. Artikel können z.B. aus einem Behälter entnommen und in ein Auftragsgebinde gelegt werden. Ist der Auftrag fertig kommissioniert, wird er auf die Fördertechnik abgeschoben. Der Kommissionierer nimmt sich einen neuen Leerbehälter und bearbeitet den nächsten Auftrag.

Die Benutzer bekommen durch das Eintauschen in die virtuelle Sphäre ein Gefühl für Bewegungsabläufe und Greifhöhen. Änderungswünsche der Mitarbeiter können direkt im VR-Modell umgesetzt und ausprobiert werden. Selbst Rückwirkungen auf das Fördertechnik-Layout lassen sich im virtuellen Raum schnell umsetzen. Im Idealfall steigert dieses Vorgehen die Ergonomie der Arbeitsplätze und die Motivation der Mitarbeiter.

(ID:46611112)