Powder Bed Fusion Personalisierte Spikes aus 3D-gedrucktem Verbundmaterial

Redakteur: Marie Lücke

Der 3D-Druck-Spezialist CRP Technology hat die tragende Struktur des Sportschuhs Pleko aus Windform SP, einem kohlenstofffaserverstärkten Verbundwerkstoff, hergestellt.

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Die Spikes „Pleko“ aus dem 3D-Drucker wurden zum optimalen Laufen auf der Bahn aus dem kohlenstofffaserverstärktem Verbundwerkstoff Windform SP hergestellt.
Die Spikes „Pleko“ aus dem 3D-Drucker wurden zum optimalen Laufen auf der Bahn aus dem kohlenstofffaserverstärktem Verbundwerkstoff Windform SP hergestellt.
(Bild: CRP Technology)

Der Mittelstreckenläufer Miro Buroni hat mit Partnern den personalisierten Sportschuh Pleko entwickelt. Dabei nutzte er das Fachwissen des Unternehmens Diadora für die Analyse und das Design sowie die Kompetenz von CRP Technology für die Herstellung des tragenden Teils des Schuhs mittels selektivem Lasersintern.

Die Entwicklung der Plekos begann nach eigenen Angaben des Unternehmens mit dem 3D-Scan des Fußes des Athleten und biomechanischen Analysen des Verhaltens während des Laufens, beim Aufsetzen des Fußes und dessen Drucks auf den Boden. Das daraus entstandene Mapping ermöglichte es dem Sportler, den Schuh genau nach seinen Bedürfnissen zu modellieren und auch die Traktionselemente – die so genannten „Stollen“ – an ganz bestimmten Stellen unter der Sohle anzuordnen. Die Analyse der Kraft, die Buroni beim Laufen auf den Schuh ausübt, und der damit verbundenen Anforderungen, zeigten laut CRP Technology auch, dass der Erfolg des gesamten Projekts vom Material für die Sohle, die Zwischensohle, die Stollen und die Rippen abhängt.

Nach der Entwicklung des Designs der Plekos entschied sich der Mittelstreckenläufer die tragende Struktur im 3D-Druck herzustellen. Für die Ausführung im Powder Bed Fusion-Verfahrens soll die Wahl auf CRP Technology gefallen sein, da diese ihren Service für den 3D-Druck auch mit dem Verbundmaterial Windform SP anbieten. Windform SP ist ein mit Kohlenstofffasern verstärktes Material auf Polyamidbasis mit optimalen Eigenschaften in Bezug auf Verformungsbeständigkeit und Elastizität. Es ermöglicht die Herstellung von Teilen mit sehr geringen und widerstandsfähigen Dicken, was laut Buroni zu mehr Komfort und einer verbesserten sportlichen Leistung führt.

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Funktion von Windform SP

CRP Technology hat die tragende Struktur des Sportschuhs in einem einzigen Stück gefertigt: Sohle, Zwischensohle, Stollen und Rippen. Die Rippen beginnen unter der Sohle an den Linien, an denen beim Laufen die maximale Belastung entsteht. Die gesamte Struktur aus Windform SP sieht daher beinahe wie ein Käfig aus, dessen Aufgabe es ist, den Fuß zu stützen, um die Lauftechnik zu verbessern, die kinetische Energie zu kanalisieren und deren Verlust auf das Minimum zu reduzieren, um eine perfekte Verbindung zwischen dem Fußsystem und der Laufbewegung zu gewährleisten, heißt es.

Im Inneren des Teils aus Windform SP befindet sich das sockenförmige Oberteil, das fast vollständig von der Struktur unabhängig ist und nur als Schutz für den Fuß dienen soll. Auch die Stollen unter der Sohle sind aus Windform SP hergestellt.

„Während des Laufens wird eine beträchtliche Kraft auf die Schuhe ausgeübt, die durch den von der kinetischen Kette des Körpers des Sportlers erzeugten Schwung entsteht. Die Stollen an der Sohle ermöglichen einen geringen Kraftverlust, andererseits ist die Beanspruchung am Schuh maximal. Diese Beanspruchung ist äußerst wichtig, um den Lauf und die Leistungen bei den Wettläufen zu verbessern.“, erklärt Buroni.

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