Circular Additive Manufacturing Partnerschaft für zirkuläres PA6-Material im FDM-Druck

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Der Materialentwickler Lehvoss, der Filamenttrockner-Hersteller Thougth-3D und der 3D-Drucker-Hersteller Ultimaker haben sich mit dem italienischen Pionier der Kreislaufwirtschaft Aquafil zusammengeschlossen. Sie wollen ein PA6-Filament auf den Markt zu bringen, das zu 100 Prozent chemisch recycelbar ist.

Künftig ist es möglich, aus zu 100 Prozent chemisch recycelbaren Filamenten von Lehvoss unter Integration des Filamenttrockners Drywise in Ultimaker-3D-Drucker Kunststoff-Bauteile herzustellen, die selbst wieder recycelt werden können.
Künftig ist es möglich, aus zu 100 Prozent chemisch recycelbaren Filamenten von Lehvoss unter Integration des Filamenttrockners Drywise in Ultimaker-3D-Drucker Kunststoff-Bauteile herzustellen, die selbst wieder recycelt werden können.
(Bild: Lehvoss)

Wie Lehvoss mitteilt, besteht das neue Kreislaufmaterial zu mehr als 85 Prozent aus Econyl (regeneriertes Polyamid 6), das durch Aquafil chemisch recycelt wurde. Der verbleibende Teil wird ergänzt aus anderen Polyamiden aus erneuerbaren Quellen mit fast keinen Zusatzstoffen. Diese Verbindung ermögliche 100 Prozent chemisch recycelbare Filamente bzw. auf den FDM-Druckern von Ultimaker gefertigte Produkte. Jedoch ist die Wasseraffinität dieses Polyamids so groß, dass es selbst nach Trocknung und Lagerung in einer Trockenkammer bereits nach wenigen Stunden nicht mehr druckbar ist.

Hier kommt die Firma Thougth-3D aus Malta ins Spiel. Ihr Filamenttrockner Drywise ist der Einzige auf dem Markt, der eine Trocknung des neuen PA6-Materials ermöglicht. Mit seiner aktiven Inline-Filamenttrocknungsarchitektur kann er die Feuchtigkeit aus dem Filamentabschnitt, der während des Druckens durch den Trockner zum Drucker geführt wird, entfernen. Dies stelle sicher, dass durchgehend getrocknetes Filament zum Drucken der Teile verwendet wird. Die erste und die letzte Schicht haben somit die gleiche Materialqualität, unabhängig davon, in welchem Zustand das Filament gestartet wurde.

Lehvoss will mit einem Pilotprojekt in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) sicherzustellen, dass ein Rücknahme-Logistiksystem mit den gebrauchten Teilen eingerichtet wird und die Bauteile am Ende ihrer Nutzungsdauer eingesammelt und zur chemischen Regenerierung an Aquafil geschickt werden können. Das Pilotprojekt soll im Laufe des Jahres 2023 starten.

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