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Partnernetzwerke - der Königsweg zu Industrie 4.0?

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Industrie 4.0 erfordert enge Zusammenarbeit von Maschinenbau und IT

Bestens vorbereitet auf Industrie 4.0 und auf eine digitale Ära ist Trumpf, das nicht nur zu den Industrie-4.0-Pionieren gehört, sondern zu dessen Alltag auch Partnerschaften zählen. „Industrie 4.0 funktioniert nur, wenn Maschinenbau und IT eng zusammenarbeiten und so Lösungen schaffen, die alleine nicht möglich wären. In der IT sind strategische Partnerschaften absolut normal. Und da wir uns bei Trumpf immer mehr auch im IT-Umfeld engagieren, werden auch hier solche Partnerschaften zum Alltag. Das Geschäft ist so schnell, dass wir keine Chance beziehungsweise Zeit hätten, alles selbst zu machen. Und sinnvoll wäre es darüber hinaus ohnehin nicht, da Partner oft wertvolle Spezialkenntnisse einbringen“, erklärt Dr. Stephan Fischer, Leiter Digital Business Solutions bei Trumpf, warum strategische Partnerschaften zur natürlichen DNA eines Unternehmens gehören sollten.

Dabei hat Trumpf bereits eigene Erfahrungen sammeln können, sowohl durch strategische Partnerschaften mit bereits etablierten Unternehmen als auch mit Start-ups. Axoom, das wohl bekannteste Start-up der Branche, kommt selbst aus dem Hause Trumpf und kann, wenn man so will, als erster konkreter Ansatz, Industrie 4.0 direkt mitzugestalten, verstanden werden. 2015 selbst aus dem Unternehmen heraus gegründet, verfolgte man von Anfang an eine klare Strategie. „Axoom hatte von Anfang an das Ziel, Softwareumsätze im Bereich Industrie 4.0 zu generieren. Das dazu gehörige Portfolio aus vertikaler und horizontaler Integration gab es so bei Trumpf nicht. Wir haben Axoom also zum einen gegründet, um möglichst schnell voranzukommen, frei zu entwickeln und eine breite Zielgruppe ins Auge fassen zu können. Aber auch, um die Daten unserer Kunden in einem extrem geschützten Umfeld zu haben, das Axoom bietet“, so Fischer weiter.

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AXOOM - herstellerübergreifend Maschinen anbinden

Offiziell gegründet wurde die Axoom GmbH im Oktober 2015, Anfang 2016 startete die Plattform in eine öffentliche Beta-Phase, in der viele Hundert Interessenten die Software getestet und zum Teil mit Axoom zusammen weiterentwickelt haben. Im August 2016 ging der Axoom Store online und füllt sich seitdem mit Apps. Inzwischen wird intensiv an etwa 20 Kundenprojekten gearbeitet. Die Plattform wächst enorm und hat sich für 2020 das sportliche Ziel gesetzt, den Kundenstamm auf mindestens 4000 zu erweitern.

„Das Besondere an der Plattform ist ihre Offenheit. Es lassen sich herstellerübergreifend verschiedenste Maschinen anbinden. Dadurch können einerseits Hersteller mit ihren Geräten im Feld kommunizieren und bessere Services anbieten, andererseits erhalten Anwender in fertigenden Unternehmen ein digitales Abbild ihrer kompletten Produktionshallen und Maschinenperformance. Das ist die vertikale Vernetzung. Hinzu kommt die horizontale, also die Optimierung der Wertschöpfungskette vom Auftragseingang bis zur Auslieferung – inklusive der Anbindung von Lieferanten und anderen Dienstleistern“, sagt Florian Weigmann, Geschäftsführer der Axoom GmbH. Zur Steuerung kommen dabei Apps zum Einsatz, die individuell programmiert werden können. Sie stammen zum Teil von Axoom selbst, zum Teil von Partnern, die eigene Lösungen auf der Plattform zugänglich machen.

Mit digitalen Services Marktführerschaft ausbauen

Ein offizieller Partner von Axoom ist Gühring, der aufgrund einer Empfehlung auf die Plattform aufmerksam wurde und sogleich ihr Potenzial erkannte. Denn bis dato bestand kein vergleichbares Angebot für das produzierende Gewerbe am Markt. „Bislang waren wir es gewohnt, Projekte ohne Partner abzuwickeln. Eigentlich sind wir sehr autark und stolz auf unsere Unabhängigkeit. Doch das funktioniert in der digitalen Welt nicht mehr so uneingeschränkt, weshalb wir uns nun für und durch Axoom öffnen. Die Präsenz dort kann uns neue Kundengruppen zuführen, gleichzeitig können wir mit digitalen Services unsere Position als Marktführer auch bei Bestandskunden stärken“, bestätigt Dr. Stefan Heizmann, IT und CIO der Gühring KG, den Mehrwert einer strategischen Partnerschaft. Man erwartet sich davon, dass Kunden und potenzielle Kunden über die Plattform Axoom einen Einblick in das gesamte Gühring-Angebot erhalten.

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