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Digitalisierung

Partnernetzwerke - der Königsweg zu Industrie 4.0?

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Kunden von Anfang an kompetent begleiten und unterstützen

„Aus unserer Sicht braucht es ein möglichst breit gefächertes Know-how, das sehr viele und unterschiedliche Blickwinkel beinhaltet. Wir haben Spezialisten aus verschiedenen Bereichen in der schlagkräftigen, interdisziplinären Industrie-4.0-Accelerator-Einheit gebündelt“, sagt Engelbrecht. Dabei sei das erklärte Ziel, den Kunden bereits zu Beginn der Planungsphase alle für sie infrage kommenden Mehrwerte der Digitalisierung offenzulegen und sie dann kompetent zu begleiten. Auf diese Weise erhalten Unternehmen direkten Zugang zum globalen Kuka-Ecosystem.

Der Ecosystem-Gedanke umfasst sowohl Kuka-eigene als auch zahlreiche Partnerlösungen, um Endkunden umfassende Möglichkeiten zur Optimierung ihrer Produktions- und Logistikprozesse anbieten zu können. Damit sollen auch Kunden angesprochen werden, die heute noch gar nichts mit Kuka zu tun haben. Gemeinsam mit seinen Partnern und Kunden entwickelt Kuka Konzepte für Automations- und Applikationslösungen, führt Machbarkeitsstudien durch, arbeitet an Demos bis hin zu Vor-Ort-Produkttests.

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Um die Vorreiterrolle weiter auszubauen wurde, zudem das Start-up connyun gegründet, mit dem Kuka den Aufbau einer Plattform für den deutschen Maschinenbau-Mittelstand forciert. „Um weiterhin Pionier in der Industrie 4.0 zu sein, ist es wichtig, neue Wege zu beschreiten und neuen Impulsen gegenüber offen zu sein. So ergänzt Kuka gezielt seine eigenen Stärken und Kernkompetenzen und erweitert dadurch mittelbar/direkt die Mehrwerte für seine Kunden“, erklärt Engelbrecht den Schritt zum Start-up-Partner.

Connyun setzt gezielt auf offene APIs

Nachdem zukünftig sämtliche Dinge in der Produktion über standardisierte Protokolle miteinander sowie mit der sogenannten Edge kommunizieren, werden diese Daten nun in die Cloud geschickt. Bei der Cloud handelt es sich um eine Rechnerinfrastruktur, die je nach Kundenanforderung entweder von großen Anbietern wie Microsoft Azure oder Amazon Web Services bezogen („Infrastructure as a Service“) oder auch von den Kunden lokal betrieben werden kann („On Premises“).

„Die IoT-Plattform der connyun baut wiederum auf einer dieser Cloud-Infrastrukturen auf – Platform as a Service oder PaaS. Gut zu wissen ist, dass die IoT-Plattform von connyun Cloud-agnostisch ist. Das heißt, dass sie auf beliebigen Infrastrukturen betrieben werden kann. Also ganz nach der Wahl des Kunden entweder in Form einer Private Cloud, Public Cloud oder auch beim Kunden vor Ort“, so Engelbrecht weiter. Maschinen und produzierende Komponenten in Produktionsanlagen werden miteinander verbunden, in der Cloud gesicherte Daten gesammelt und somit Prozess- und Qualitätsoptimierungen basierend auf Datenanalysen ermöglicht.

Connyun setzt gezielt auf offene APIs (Schnittstellen zur Anwendungsprogrammierung), um den ersten Schritt der Mitgestaltung für Kunden und Partner so einfach wie möglich zu gestalten. Darüber hinaus wird dem Endkunden ein umfangreiches Ecosystem geboten mit Partnern und Start-ups, die ihre Softwarelösungen (Services) auf der Plattform Connyun anbieten können, um ein schnell wachsendes Lösungsportfolio zu etablieren. Engelbrecht dazu: „connyun stellt also mit der Cloud-Plattform eine Technologie zur Verfügung, mit der die Ecosystem-Partner ihre Industrie-4.0-Lösungen entwickeln und anbieten können.“

Integratives Konzept unterstützt einen kontinuierlichen Prozess

Auf die Frage, ob man sich in Hinblick auf seine Partnerschaften bereits komplettiert sieht, findet Engelbrecht klare Worte: „Kuka hat sich ganz bewusst für einen Ansatz entschieden, bei dem die zielorientierte Betrachtung der Aufgabenstellung unserer Kunden im Mittelpunkt steht. Ein integratives Konzept, bei dem je nach Bedarf Lieferanten, Partner und Spezialisten für externe Expertisen aktiv in die digitale Strategie unserer Kunden eingebunden werden. Es ist also vielmehr ein kontinuierlicher Prozess und keine Reise, die irgendwann mit einer bestimmten Anzahl an Partnern am Ziel ankommen wird.“ Und ob sich Unternehmen für diesen Prozess entscheiden und vor allen Dingen, wen sie mit ins Boot holen, sollte wohldurchdacht sein.

„Die Digitalisierung greift allumfänglich um sich. Ob die Verbindung von Komponenten im häuslichen Gebrauch oder der Ausbau der herstellerübergreifenden Kommunikation zwischen Fahrzeugen, überall begegnet man diesem Megatrend. Auch aus der Produktions- und Automatisierungstechnik ist der Trend nicht mehr wegzudenken. Es ist nun allerdings an den Teilnehmern des Marktes selber gelegen, sich mit den Chancen wie auch Risiken auseinanderzusetzen“, so Engelbrecht weiter. Für Kuka ist die Entscheidung vor langer Zeit gefallen, den Einfluss der Digitalisierung auf seine Geschäftsbereiche aktiv mitzugestalten und man treibt innerhalb der Gesellschaften die Entwicklung eigener Technologien und Geschäftsmodelle voran. Daraus ist beispielsweise die cloud-basierte Plattform Kuka Connect entstanden, die die Visualisierung und Analyse der Daten aus den Kuka-Robotern erlaubt.

„Mit der connyun ermöglichen wir es dem mittelständischen Maschinen- und Anlagenbau, diesen Prozess ebenfalls proaktiv mitzugestalten und selber Fakten zu schaffen, bevor es andere Teilnehmer komponentenübergreifend erreichen“, erklärt Engelbrecht. Dabei bietet die Plattform den einfachen Einstieg, um sich mit den Möglichkeiten der Datenanalyse, digitaler Services und ganzer Geschäftsmodelle auseinanderzusetzen. Darüber hinaus bietet Kuka den Anlagenbetreibern einen Ansatz zur gemeinsamen Identifikation der potenzialreichsten Projekte und Vorgehensweisen zur Integration von Industrie-4.0-Technologien. Über den Kuka-Consulting-Ansatz wird der sogenannte Industrie-4.0-Reifegrad der Produktionsanlage evaluiert und anschließend optimiert. Es ergeben sich für den Kunden eine transparente Vorgehensweise sowie zielgerichtete Integrationen von Lösungen und Technologien.

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