Lampen mit Cloud-Anbindung

Osram kauft Software-Plattform für digitales Licht

| Redakteur: Hendrik Härter

Mit dem Kauf von Digital Lumens will Osram zu einem Raumversteher werden. Neben Licht spielen Sensoren eine wichtige Rolle, die für das Gebäudemanagement notwendig sind.
Mit dem Kauf von Digital Lumens will Osram zu einem Raumversteher werden. Neben Licht spielen Sensoren eine wichtige Rolle, die für das Gebäudemanagement notwendig sind. (Bild: Osram)

Mit der Software-Plattform von Digital Lumens lässt sich mehr als Licht steuern: Über Sensoren kann die Luftqualität gemessen werden. Damit will Osram zum Raumversteher werden.

Das Lichtunternehmen Osram übernimmt das US-Unternehmen Digital Lumens mit Sitz in Boston, Massachusetts. Der Spezialist für industrielle IoT-Lösungen wurde 2008 gegründet und beschäftigt heute 65 Mitarbeiter bei einem Jahresumsatz, der zuletzt im mittleren zweistelligen Millionen Dollar-Bereich lag.

Für Osram interessant ist eine Software-Plattform: Diese steuert unter anderem Licht und Energie. Außerdem lassen sich Umweltparameter, wie Luftqualität, messen. Die Plattform ist cloudbasiert und kompatibel mit Hardware und Komponenten anderer Hersteller und ist bereits über 2500 mal installiert.

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Bisher gehörte Digital Lumens einer Gruppe von Wagniskapitalfonds an. Von der Übernahme verspricht sich Osram, sein Geschäft mit digitalen Lichtlösungen weiter auszubauen und seine Kompetenzen bei Software, Sensorik und Vernetzung zu stärken. Erst Anfang August ist Osram eine strategische Partnerschaft mit dem kanadischen LIDAR-Spezialisten LeddarTech eingegangen.

Cloudbasierte Lösung gegen Entgelt

Mit seiner cloudbasierten IoT-Lösung bietet Digital Lumens Kunden gegen eine monatliche Servicegebühr die Möglichkeit an, auf Sensordaten zuzugreifen. Diese werden kontinuierlich durch das Lichtmanagementsystem aufgezeichnet und analysiert. Damit erhalten die Nutzer der Plattform die Möglichkeit, Geschäftsprozesse zu optimieren und prozesskritische Umgebungsvariablen zu dokumentieren.

Als Weiterentwicklung ist eine Integration von bestehenden digitalen Osram-Diensten wie der Navigations- und Lokalisierungslösung Einstone geplant. Sie ermöglicht auf der Basis von Bluetooth beispielsweise Kunden im Einzelhandel maßgeschneiderte Angebote auf ihr Smartphone zu senden. In einem Pilotprojekt sind so deutlich messbare Umsatzsteigerungen erzielt worden. Dafür hatte Einstone während der Messe Euroshop 2017 den „Best in Store Solutions Award“ erhalten.

Auf dem Weg zum Gebäudemanagement

„Die Übernahme von Digital Lumens bringt Osram in eine starke Position bei digitalen Lösungen für das Gebäudemanagement der Zukunft und Industrie-4.0-Anwendungen. Mit der Verbindung von Software und Sensorik auf einer Plattform ermöglichen wir künftig ein besseres Verständnis der Nutzungs- und Umgebungsbedingungen von Räumen. Als Raumversteher macht Osram den nächsten Schritt, neue Geschäftsmodelle jenseits von Beleuchtung zu realisieren.“, fasst es Stefan Kampmann, Technikvorstand der Osram Licht AG, zusammen.

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Dieser Beitrag ist ursprünglich auf unserem Partnerportal ELEKTRONIKPRAXIS erschienen.

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