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Raspberry Pi & Co.

Open-Source-Platinen demokratisieren IoT-Entwicklung

| Autor/ Redakteur: Cliff Ortmeyer / Margit Kuther

Das Internet der Dinge will allen Beteiligten mehr Mitgestaltung bieten. Dies fördert Plattformen wie Raspberry Pi, Beaglebone, Arduino und Maker-Communities.

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Development Kits, Single-Board-Computer (SBCs) und Plattformen für die Prototypenentwicklung wie der Raspberry Pi, BeagleBone oder Arduino gehören zu einer neuen Generation kostengünstiger und benutzerfreundlicher Open-Source-Hardwarekomponenten.
Development Kits, Single-Board-Computer (SBCs) und Plattformen für die Prototypenentwicklung wie der Raspberry Pi, BeagleBone oder Arduino gehören zu einer neuen Generation kostengünstiger und benutzerfreundlicher Open-Source-Hardwarekomponenten.
(Bild: Farnell )

Mehr Demokratie im Internet der Dinge für Alle erfordert einfachere Abläufe und eine sinnvollere Nutzung modularer Bauelemente. Nur so lassen sich die Herausforderungen bewältigen, die sich in jeder Phase der IoT-Entwicklung stellen – vom Softwaredesign bis hin zur Hardwareimplementierung. Development Kits, Single-Board-Computer (SBCs) und Plattformen für die Prototypenentwicklung wie der Raspberry Pi, BeagleBone oder Arduino gehören zu einer neuen Generation kostengünstiger und benutzerfreundlicher Open-Source-Hardwarekomponenten, die helfen können, dieses Versprechen wahrzumachen.

Zum einen sind dadurch mehr Entwickler als je zuvor in der Lage, IoT-Lösungen entwickeln; zum anderen bilden sie die Grundlage für Referenzdesigns für das Internet of Things. Ebenso wichtig sind die Maker- und Hacker-Communities, die sich um diese Development Kits, SBCs und Open-Source-Plattformen herum gebildet haben. Sie dienen als Kompetenznetzwerke, in denen Anfänger, Maker und erfahrene Entwickler gleichermaßen Unterstützung bei ihren IoT-Designs erhalten.

200 Milliarden vernetzter Geräte bis 2030

Das IoT spannt Netzwerke aus Sensoren und intelligenten Geräten, die schon bald nahezu alle Aspekte unseres Lebens miteinander verknüpfen werden. Unser Zuhause, unsere Alltagsgegenstände, industrielle Abläufe, das Transport- und Kommunikationswesen, unsere Kleidung und sogar unsere Körper werden über das IoT miteinander verbunden sein und Daten austauschen.

Laut einer Prognose des Forschungsunternehmens IDC werden bis zum Jahr 2020 fünfzig Mrd. IoT-Sensoren und bis zum Jahr 2030 zweihundert Mrd. vernetzte Geräte im Einsatz sein. Das IoT hat außerdem das Potenzial, Hardware- und Software-Engineering zu demokratisieren und die Hightech-Branchen so für eine neue Generation von Entwicklern und Innovatoren zu öffnen. Das IT-Forschungs- und Beratungsunternehmen Gartner geht davon aus, dass bis zum Jahresende 50% aller IoT-Lösungen aus Startups stammen werden, die weniger als drei Jahre alt sind.

Zudem sagt Gartner voraus, dass vor allem Maker und Startups – und nicht die großen Konsumgüterhersteller und Konzerne – zur Akzeptanz, Verwendung und Verbreitung von IoT-Technologien beitragen werden, indem sie Nischenanwendungen entwickeln, die eine größere Anerkennung am Markt genießen.

Allerdings muss das IoT noch viel zugänglicher für Entwickler werden, wenn es die Demokratisierung der IT in dieser Weise voranbringen soll. Derzeit gilt die Entwicklung von IoT-Lösungen als außerordentlich komplex. Für eine komplette End-to-End-IoT-Plattform sind vertiefte Kenntnisse in verschiedensten technischen Bereichen erforderlich, von der Integration und Verwaltung von Sensoren über Power-Management, Prozessoren, drahtlose Netzwerkverbindungen, Sicherheit und Embedded Software bis hin zu Datenanalytik und Cloud-Plattformen.

Integration von Hardware, Software und Wireless in der Cloud kann kompliziert sein

Nur wenige Maker oder Startups haben das Fachwissen, das nötig ist, um derart komplexe Produkte zur Marktreife zu bringen. Für die meisten Innovatoren lohnt es sich deshalb nicht, IoT-Plattformen von Grund auf neu zu entwickeln: Die Integration von Hardware, Software und Wireless-Technologie in der Cloud kann kompliziert und langwierig sein und ist oft mit überdurchschnittlich hohen Kosten und Markteinführungszeiten verbunden. Hier kommen Open-Source-Entwicklungsplatinen ins Spiel.

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