Cyber-Security NRW bietet neue Studiengänge zur IT-Sicherheit

Redakteur: Alina Hailer

Am Cyber-Campus in Nordrhein-Westfalen entstehen neue Studiengänge rund um IT-Sicherheit. Studieninteressierte können sich bald für die ersten Semester bewerben.

Firmen zum Thema

Cybersicherheit gewinnt aufgrund der zunehmenden Digitalisierung in unserem (Arbeits-)Alltag immer mehr an Relevanz.
Cybersicherheit gewinnt aufgrund der zunehmenden Digitalisierung in unserem (Arbeits-)Alltag immer mehr an Relevanz.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Mit der zunehmenden Digitalisierung steigt auch die Nachfrage nach IT-Spezialisten – besonders im Bereich IT-Sicherheit. Das liegt vor allem auch daran, dass insbesondere Unternehmen immer häufiger Cyber-Attacken ausgesetzt sind. Um diese Fachkräfte von morgen auszubilden, starten am Cyber-Campus-NRW neue Studiengänge mit Schwerpunkt IT-Sicherheit. Das berichteten die beiden am Campus beteiligten Hochschulen – die Hochschule Niederrhein und die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg – in einer Pressekonferenz zum Stand des Projekts. In den kommenden Wochen können sich Studieninteressierte für insgesamt drei Studiengänge in Mönchengladbach beziehungsweise Sankt Augustin bewerben, bei denen es um das Thema IT-Sicherheit geht. Das Angebot soll weiter ausgebaut werden.

IT-Security mit Schwerpunkt Management

Am Standort in Mönchengladbach liegt der inhaltliche Schwerpunkt auf den Management-Themen rund um das Thema IT-Sicherheit. Der im September 2020 gestartete Bachelorstudiengang Cyber-Security-Management ist im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften angesiedelt. Zum Wintersemester 2021/22 folgt der gleichnamige Masterstudiengang. Im Wintersemester 2022/23 soll der Bachelorstudiengang Digitale Forensik an den Start gehen.

Die Absolventinnen und Absolventen sollen in der Lage sein, sich als Cyber-Security-Experten mit dem Entwurf, der Entwicklung und der Nutzung von IT-Sicherheitsverfahren und -Technologien in Unternehmen und in der Verwaltung zu befassen. Sowohl der Master als auch der Bachelor-Studiengang werden in Vollzeit angeboten, die Regelstudienzeit beträgt beim Bachelor sechs Semester (inklusive Praxisphase oder Auslandssemester), beim Master vier Semester. Eine Belegung in Teilzeit ist in beiden Studiengängen möglich, im Bachelor zudem auch als Dualer Studiengang.

Cybersicherheit und Privatsphäre

An der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg startete zum Wintersemester 2020/21 am Campus Sankt Augustin das Studienprogramm Cyber-Security auf Basis des Bachelorstudiengangs Informatik. Zum Wintersemester 2021/22 wird der neue Bachelorstudiengang Cyber-Security & Privacy angeboten, ebenfalls in Vollzeit und über die Dauer von sechs Semestern.

Er vermittelt Grundlagen der Informatik und richtet neben der Cybersicherheit den Fokus auf Themen wie Datenschutz und Privatsphäre. Dabei werden praxisnahe Inhalte von Professorinnen und Professoren der Hochschule, Expertinnen und Experten des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und dem Fraunhofer Institut FKIE vermittelt. Studierende erhalten im verpflichtenden dreimonatigen Praxisprojekt in kooperativen Forschungsprojekten und in Exkursionen wertvolle Einblicke in ihre potenziellen Tätigkeitsfelder.

Wer sich für den neuen Studiengang Cyber-Security & Privacy interessiert, sollte analytisches Denkvermögen, Neugier und Kreativität mitbringen: Im Studium an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg werden diese Fähigkeiten weiterentwickelt und anhand von Fachexpertise und Beispielen aus Theorie und Praxis vertieft. Ein entsprechender Masterstudiengang ist bereits in Vorbereitung. Das Institut für Cyber-Security & Privacy ist in der Gründungsphase, und auch für Promovierende und Existenzgründer bietet die Hochschule eigene Services am Campus.

Das Angebot an Studiengängen soll weiter ausgebaut werden. Beide Hochschulen planen zudem, jeweils 250 Studienplätze in ihren Cyber-Security-Studiengängen zu schaffen. Dieser Stand soll zum Ende der Projektphase im Wintersemester 2023/24 erreicht sein. Das Projekt zum Cyber-Campus-NRW startete im Jahr 2020. Das Bundesland stellt für die Pilotphase bis Ende des Jahres 2023 insgesamt mehr als sechs Millionen Euro zur Verfügung, mit denen die Hochschulen die neuen Studiengänge aufbauen.

(ID:47472298)