Netzwerke Nokia erwartet 6G ab 2030

Quelle: Pressemitteilung

Nokia Bell Labs, ein Teil der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Nokia, erwartet, dass 6G bis 2030 kommerziell eingeführt wird. Das Unternehmen hat sechs Innovationsbereiche identifiziert, die davon besonders profitieren.

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Mit 6G sollen Latenzzeiten von unter einer Millisekunde erreicht werden können.
Mit 6G sollen Latenzzeiten von unter einer Millisekunde erreicht werden können.
(Bild: Adobe Stock)

Nokia hat seine Erwartungen und erste Vorstellungen über den Nutzen von 6G präsentiert. Wie das Unternehmen mitteilt, erwartet das Unternehmen bereits 2030 die kommerzielle Einführung von 6G. Der erste Schritt werde voraussichtlich 2025 mit der Standardisierungsphase 1 gemacht, die bis 2028 zur ersten 6G-Spezifikation führen soll. 6G werde zudem auf einem 5G-Advanced aufbauen, das ab 2025 öffentliche und private Netze bestimmen soll. Damit Nokia diese Ziele auch erreichen kann, leitet das Unternehmen unter anderem Hexa-X, die 6G-Initiative der Europäischen Kommission zur Erforschung der nächsten Generation von drahtlosen Mobilfunknetzen.

Nokia Bell Labs, eine Forschungsabteilung des Unternehmens, hat sechs potentielle Innovationsbereiche ausgemacht:

  • Künstliche Intelligenz / Machine Learning: Schon 5G und 5G-Advanced sollen diese Technologien vorantreiben können. Nokia Bell Labs erwartet, dass KI / ML bei 6G zu Schlüsselkomponenten werden, welche die am besten geeignete Interaktion zwischen zwei Endpunkten bestimmen.
  • Frequenzbänder: Die Frequenzblöcke für 6G werden voraussichtlich in den mittleren Bändern von 7 bis 20 GHz für städtische Outdoor-Zellen liegen und eine hohe Kapazität durch Mehrantennentechnik ermöglichen. Die niedrigen Bänder von 460-694 MHz sorgen für eine maximale Abdeckung, während die Datenübertragung über Sub-Terahertz-Frequenzen die Spitzendatenraten auf über 100 Gbit/s im Nahbereich steigern wird, so Bell Labs.
  • Netzwerkerkennung: Mithilfe von 6G-Netzen soll auch die Umgebung erfasst werden können. Bell Labs erklärt, dass das Netzwerk Signale sammeln könne, die von Objekten reflektiert werden. Diese Signale könnten die Art und Form der Objekte, die relative Position, ihre Geschwindigkeit sowie Materialeigenschaften zeigen. Somit könnte ein digitales Abbild der physischen Welt erstellt werden.
  • Extreme Konnektivität: Im 6G-Netz sollen Latenzzeiten von unter einer Millisekunde möglich sein. Die Zuverlässigkeit des Netzes kann durch gleichzeitige Übertragungen, mehrere drahtlose Sprünge (Hops), Verbindungen von Gerät zu Gerät und künstlicher Intelligenz oder Machine Learning erhöht werden, heißt es weiter. Dies verbessere die Echtzeit-Videokommunikation, holografische Anwendungen und digitale Zwillingsmodelle.
  • Kognitive, automatisierte und spezialisierte Architekturen: 6G werde mit neuen Netz- und Service-Orchestrierungslösungen, kombiniert mit vollständig Cloud-nativen Prinzipien und den Fortschritten in AI / ML, zu Netzautomatisierung und Agilität führen, um optimalen Service bei möglichst niedrigen Betriebskosten zu realisieren.
  • Sicherheit und Vertrauen: Das 6G-Netz soll Dienste auf einer Zero-Trust-Infrastruktur bereitstellen. Datenschutzfragen müssen laut Bell Labs bei den neuen Möglichkeiten mit 6G dringend berücksichtigt werden.

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