Digitalisierung in der Gebäude- und Wohnungswirtschaft

Nicht ohne mein M-Bus: Smartes Energiemanagement dank Retrofit

| Autor / Redakteur: Christian J. Pereira / Redaktion IoT

Die Erzeugung und Verwaltung angeschlossener Geräte, zum Beispiel Energiezähler kann mit Hilfe von Hardware- bzw. Softwaresystemen vereinfacht werden.
Die Erzeugung und Verwaltung angeschlossener Geräte, zum Beispiel Energiezähler kann mit Hilfe von Hardware- bzw. Softwaresystemen vereinfacht werden. (Quelle: Q-loud GmbH)

Der Aufbau moderner Energiemanagementsysteme zählt zu den größten, aktuellen Herausforderungen in der Gebäude- und Wohnungswirtschaft. Dank Retrofit-Strategie gelingt dies nicht nur zügig, sondern auch unter Beibehaltung bewährter Komponenten.

Ein intelligentes Energiemanagementsystem braucht vor allem eines: (Verbrauchs-) Daten. Hierfür wiederum sind IoT-fähige Geräte und deren Vernetzung vonnöten. In der Gebäudewirtschaft haben sich für die Übertragung von Zählerdaten vor allem M-Bus-Systeme vielfach bewährt. Denn sie überzeugen nicht nur durch eine leichte Installation, sondern auch durch einen robusten Betrieb. Kein Wunder, dass viele Unternehmen auch beim Aufbau moderner Energiemanagementsysteme an ihnen festhalten wollen und die Transformation ihres M-Bus zum IoT-System wünschen. Der Markt hat längst darauf reagiert und bietet nachrüstbare IoT-Module und Softwaresysteme, mit denen genau das möglich ist.

Transformation leicht gemacht

Zuvor muss jedoch die fehleranfällige Konfiguration der M-Bus-Systeme deutlich vereinfacht und die Erzeugung und Verwaltung der digitalen Zwillinge angeschlossener Geräte – zum Beispiel Energiezähler – ermöglicht werden. Genau an dieser Stelle setzen Hardware- bzw. Softwaresysteme an, etwa der M-Bus-Orchestrator von der Q-loud GmbH. Angeschlossen an einen M-Bus-Master lassen sich Merkmale wie beispielsweise die Datenübertragungsrate einstellen, wodurch die Ansprache aller angeschlossenen Geräte möglich ist. Diese werden in eine Referenztabelle übertragen, die wiederum die Basis bildet für die Zuordnung der Geräte und ihrer digitalen Zwillinge via Klicklisten.

Der Vorteil: Eine Installation in weniger als 30 Minuten ist selbst für umfangreichere M-Bus-Installationen mit über 250 Zählern möglich. Nach einem erfolgreich durchgeführten Test wird das Hardware-Modul via Ethernet, LTE oder W-Lan über eine Internetverbindung mit der zentralen Plattform verbunden, wo dann alle Geräte mit Typbezeichnungen und Zählerständen sichtbar sind. Mit jeder weiteren Messung erfolgt eine Speicherung als Zeitreihe, welche als Basis für die folgenden Analysen dient.

Effizienzgewinne und mehr

Auch im Falle eines noch nicht erfolgten oder möglichen Austauschs von analogen Zählern, bietet sich ein Aufrüsten – bzw. ein Retrofit an. Denkbar ist beispielsweise der Einsatz von speziellen Kameras, die am mechanischen Hauptzähler installiert werden und die analogen Messwerte automatisch erkennen (OCR – optische Texterkennung), digitalisieren und über eine Kommunikationsschnittstelle drahtlos oder auch per M-Bus an ein Gateway weitergegeben. Dieses wiederum übernimmt das Sammeln sowie die Datenkonsolidierung und schickt sie schließlich in eine gesicherte und zertifizierte Cloud-Umgebung, von wo aus weitere Analysen und Auswertungen möglich sind.

Durch Lösungen wie diese, ist nicht nur eine automatisierte Fernablese, sondern auch die gezielte Identifizierung von Störungen ermöglicht. Zu Buche schlagen vor allem deutliche Effizienzgewinne, da das aufwändige Ablesen vor Ort entfällt. Langfristig lassen sich auf diese Weise alle Verbrauchsarten wie Gas, Wasser, Strom oder Wärme in einem System erfassen, zusammenführen und auswerten.

Retrofit für Altbewährtes

Ein intelligentes Energiemanagement ist in der Wohnungs- und Gebäudewirtschaft zu einem zentralen Wettbewerbsfaktor gereift. Wer hier nicht schnell genug handelt, droht schon bald ins Hintertreffen zu geraten. Mithilfe von Retrofit-Projekten gelingt die Transformation hin zu IoT-Systemen als Voraussetzung schnell und einfach und ohne den Austausch der vorhandenen Infrastruktur. Ob analoge Zähler oder bewährte M-Bus-Systeme – sie alle haben längst nicht ausgedient. Sie bedürfen nur eines technischen Liftings.

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