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Gedruckte Elektronik NFC/RFID, Sensoren und Wearable Electronics gewinnen an Bedeutung

| Redakteur: Jürgen Schreier

Die neue OE-A Roadmap zeigt, wie flexible Elektronik weltweit Innovationen in wichtigsten Industriebereichen ermöglicht. Dominieren momentan noch die OLED-Displays, so wird bei NFC/RFID, Sensoren und Elektronik für Wearables mit starkem Wachstum gerechnet.

Die LOPEC 2021, internationale Fachmesse und Kongress für gedruckte Elektronik, findet vom 23. bis 25. März in der Messe München statt.
Die LOPEC 2021, internationale Fachmesse und Kongress für gedruckte Elektronik, findet vom 23. bis 25. März in der Messe München statt.
(Bild: Messe München )

Die organische und gedruckte Elektronik hat sich zu einem Weltmarkt von mehr als 35 Milliarden Dollar entwickelt. Während OLED-Displays derzeit die größte Rolle spielen, wird in den kommenden Jahren ein starkes Wachstum bei weiteren Anwendungen wie NFC/RFID, Sensoren, Wearable Electronics sowie in den Bereichen Automobil und Medizin erwartet. Diese Trends spiegelt auch die kürzlich veröffentlichte achte Ausgabe der Roadmap der OE-A (Organic and Printed Electronics Association), einer Arbeitsgemeinschaft im VDMA, wider.

Organische und gedruckte Elektronik eröffnet stetig neue Einsatzgebiete und hat sich in vielen Bereichen bereits etablieren können. So kommt gedruckte Elektronik inzwischen im Internet der Dinge (IoT), in der Unterhaltungselektronik und im Gesundheitswesen, aber auch in Automobilen und smarten Verpackungen zum Einsatz.

Wechsel vom Technology Push zum Market Pull

Beschränkte sich zum Beispiel der Einsatz gedruckter Elektronik in der Automobilbranche vor wenigen Jahren noch auf Sitzbelegungssensoren und OLED-Rücklichter, findet die Technologie hier nun immer mehr Anwendungen, etwa in Form von Touch-Sensoren oder Heizfolien. Dieser fortgeschrittenen Reife der gedruckten Elektronikbranche trägt das aktuelle White Paper „OE-A Roadmap for Organic and Printed Electronics“ Rechnung.

In den Whitepaper haben die Experten der OE-A erstmals neben den neuesten Entwicklungen auch detaillierte kurz-, mittel- und langfristige Vorhersagen für die oben genannten Industriesektoren erarbeitet. „Wir sehen einen klaren Trend vom ,Technology Push‘ früherer Jahre zu einem verstärkten ,Market-Pull‘, heute“, sagt Dr. Klaus Hecker, OE-A Geschäftsführer.

Hybridsysteme ermöglichen neue Anwendungen

Gedruckte Elektronik ist eine Ergänzung zur klassischen Elektronik. Sie ermöglicht neue Anwendungen, da sie zusätzliche technische und gestalterische Freiheit bietet. Eine wichtige, in der OE-A Roadmap identifizierte Weiterentwicklung sind Hybridsysteme, die gedruckte und klassische siliziumbasierte Komponenten kombinieren.

Diese Kombination kann insbesondere im Internet of Things, für Smart Labels und auch im Gesundheitswesen eingesetzt werden. „Produkte, die beide Technologien vereinen, werden stark dazu beitragen, dass sich gedruckte Elektronik weiter auf dem Markt etabliert und neue Anwendungen entstehen“, erläutert Hecker.

Herausforderungen im Materialbereich meistern

Darüber hinaus zeigt das White Paper Herausforderungen auf, die noch zu überwinden sind, um in weiteren Anwendungsfeldern den Durchbruch zu schaffen. „Bei den Funktionsmaterialien wurden in den letzten Jahren große Fortschritte erzielt. In Zukunft kommt gedruckte Elektronik aber auch verstärkt auf dreidimensionalen Oberflächen, wie auch in Kleidungsstücken oder als intelligentes Pflaster auf der Haut zum Einsatz. Das bedeutet, das Materialien wie auch die Substrate und Verkapselungen dehnbar sein müssen. Hier besteht noch erheblicher Entwicklungsbedarf“, erklärt Hecker.

Anwendungsbereiche für gedruckte Elektronik
Anwendungsbereiche für gedruckte Elektronik
(Bild: OE-A )

Um die Massentauglichkeit zu steigern, sind zudem weitere Fortschritte bei Optimierung und Skalierung der Fertigungsprozesse, Ausbeute, und Standardisierung nötig. Die OE-A Roadmap ist dabei ein wichtiger Kompass für Industrie, Politik und Wissenschaft bei der Entwicklungs- und Produktplanung.

Die OE-A (Organic and Printed Electronics Association) ist der führende internationale Industrieverband für organische und gedruckte Elektronik. Sie repräsentiert die gesamte Wertschöpfungskette dieser Industrie. Mitglieder sind international führende Firmen und Einrichtungen von Forschungs- und Entwicklungs-Instituten, Maschinenbauern und Materialherstellern über Produzenten bis hin zu Endanwendern. Weit mehr als 200 Firmen aus Europa, Asien, Nord Amerika, Südamerika, Afrika und Ozeanien arbeiten in der OE-A zusammen, um den Aufbau einer wettbewerbsfähigen Infrastruktur für die Produktion von organischer Elektronik weiter zu fördern.

LOEC - das Schaufenster der Branche

Die OE-A schlägt eine Brücke zwischen Wissenschaft, Technologie und Anwendung. Sie wurde 2004 als Arbeitsgemeinschaft im Maschinenbauverband VDMA gegründet.

Die OE-A veranstaltet gemeinsam mit der Messe München die LOPEC, die führende internationale Fachmesse und den Kongress für gedruckte Elektronik. Sie richtet sich an Anwender, Ingenieure, Wissenschaftler, Hersteller und Investoren. Die LOPEC 2021 findet vom 23. bis 25. März 2021 in der Messe München statt.

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