Suchen

Marktentwicklung

Neue SMARC 2.0-Module für die smarte Industrieautomatisierung

Seite: 2/4

Firma zum Thema

Den richtigen Standard für die eigene Anwendung finden

Die überwiegende Anzahl der heute eingesetzten Computer-On-Module entspricht in Größe und Leistung definierten, international anerkannten Standards. Neben dem älteren ETX-Standard haben sich die Formfaktoren COM Express der PICMG-Organisation und Qseven des Qseven-Konsortiums der SGeT durchgesetzt.

Entwickler von Embedded-Systemen stehen heute vor der Herausforderung, das für ihre Anwendung optimale Standardmodul aus einem breiten Portfolio unterschiedlicher Hersteller zu wählen. COM Express adressiert dabei den ganzen Bereich von x86-basierenden Prozessoren, vom Intel Atom-Einstiegsmodell bis hin zu leistungsfähigen High-end-Modulen, die z.B. Intel Core-Prozessoren der sechsten Generation oder sogar Intel Xeon-Prozessoren mit vier oder mehr Rechenkernen integrieren.

Der aktuelle Qseven-Standard, der kompakte Module einer Größe von 70 x 70 mm spezifiziert, unterstützt sowohl die x86- als auch die ARM/RISC-Architektur. Da die Qseven-Module auf eine maximale Thermal Design Power (TDP) von ca. 12 W ausgelegt sind, kommen hier vor allem energieeffiziente ARM- und Intel Atom-Prozessoren zum Einsatz, die allerdings in ihren Leistungsdaten begrenzt sind.

Warum wurde der neue Standard SMARC 2.0 für Embedded-Module in kleinen Formfaktoren geschaffen? Mit insgesamt 314 Anschlüssen sind SMARC-2.0-Module speziell für die vielfältigen Anwendungen gerade in der Industrie ausgelegt (Bild 1).

Der SMARC-Stecker ist für die Aufnahme der neuen Hochgeschwindigkeitsschnittstellen optimiert und umfasst im Vergleich zur früheren SMARC 1.1-Spezifikation ein zweites LVDS Interface, einen zweiten Ethernet Port, IEEE1588 Trigger-Signale, eine vierte PCI Express Lane, weitere USB 2.0 und 3.0 Ports, x86 Power Management-Signale, eSPI und DP++.

Es werden über die Schnittstellen 2 x 24 Bit LVDS, embedded DisplayPort (eDP), MIPI DSI, HDMI und DP++ bis zu drei digitale, unabhängige Displays unterstützt. Der MXM-3-Konnektor bietet darüber hinaus reservierte Pins, die zukünftig für die Ergänzung durch weitere Schnittstellen verwendet werden können.

Der SMARC 2.0-Standard sieht die zwei unterschiedlichen Modulgrößen 82 x 50 mm und 82 x 80 mm vor und ist damit gut vorbereitet für alle x86- und ARM-Low-Power-Prozessoren.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44428753)