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IoT-Anwendungen in der Logistik

Neue Möglichkeiten für Dienstleistungen durch das Internet der Dinge

| Autor: Julia Moßner

Die Schweizer Post baut bis Ende März ein Long Range Wide Area Network (LoRaWAN) auf, um Einsatzgebiete in der Logistik zu testen. Mit der Technik können verschiedenste Gegenstände und Geräte sehr kostengünstig und bei minimalem Energiebedarf mit dem Internet verbunden werden.

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Dadurch können Kunden der Schweizer Post erweiterte Dienstleistungen nutzen, die Dank der anhaltenden Miniaturisierung der Sensoren und deren kostengünstigen Betrieb entstehen:

  • Beispielsweise kann ein intelligenter Sensor, der mittels LoRaWAN mit dem Internet verbunden ist, immer dann eine automatische Bestellung auslösen, wenn der Lagerbestand in einem Regal zur Neige geht. So können Logistikkunden immer genau dann mit Nachschub beliefert werden, wenn dafür im Lager des Kunden Bedarf und Platz vorhanden ist.
  • Bei sensiblen Sendungen können Sensoren angebracht werden, die alarmieren, sobald eine Sendung unerlaubt geöffnet oder beispielsweise die Höchsttemperatur für ein Medikament überschritten wird. Ein zusätzlicher GPS-Sensor könnte die exakte Position bei der Öffnung mitliefern. So können wertvolle oder heikle Sendungen sicherer transportiert und nötigenfalls nachverfolgt werden.
  • Kleine Sendeeinheiten, sogenannte Smart Buttons, könnten auf Knopfdruck eigens eine bestimmte Dienstleistung auslösen. Beispielsweise um in Gebieten, die mit Hausservice bedient werden, den Postboten zu avisieren. Die kleinen Geräte erfordern keine Konfiguration und sind entsprechend simpel in der Anwendung; ein Knopfdruck genügt um die Bestellung auszulösen.

Long Range Wide Area Network

LoRaWAN ist ein offener Low Power Funkstandard, der erst vor wenigen Monaten unter anderem von Cisco und IBM ins Leben gerufen wurde. Die Schweizer Post prüft den Aufbau eines eigenen flächendeckenden LoRa-Netzes, um ihre Logistik zu unterstützen und neue kundenfreundliche Services zu realisieren. Ende März will die Post ein erstes Testnetz auf der Achse Bern-Biel in Betrieb nehmen.

Die Reichweite der LoRa-Antennen beträgt je nach Topografie zwischen 5 bis 15 Kilometer. Da die Sensoren und Buttons nur sporadisch oder bei Bedarf tatsächlich Signale ins Netz senden, beträgt die Lebensdauer einer Batterieladung bis zu 5 Jahre. Die Geräte sind dabei kaum grösser als ein 5 Frankenstück und werden vermutlich in Zukunft weiter schrumpfen. Die LoRa-Technologie erfordert dabei weder eine SIM-Karte noch den Anschluss an das Stromnetz. So können auch entlegene oder mobile Einsatzgebiete erschlossen werden.

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Über den Autor

 Julia Moßner

Julia Moßner

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