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HUB-Monitoring

Netzwerkwächter sorgen für pünktliche Lieferungen

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Das komplette Netzwerk im Überblick

Das Team von der Anlagentechnik stand dabei vor der Herausforderung, die Diagnoseinformationen der Einzelgeräte zu vereinen, um den Überblick zu behalten und den Gesamtzustand aller Netzwerke einschätzen zu können.

Hier kommt die zentrale Netzwerkmanagement-Software PROmanage NT ins Spiel. Sie führt die Ereignisse aller Feldbusse und Netzwerke zentral auf einem Server zusammen, visualisiert das Ergebnis und bietet zahlreiche Analysemöglichkeiten – angesichts der Verzweigung bei Baur eine komfortable Sache. So können die für die Anlagentechnik zuständigen Mitarbeiter beispielsweise über den Netzwerkzustandsgraph jederzeit und netzwerkübergreifend den historischen und aktuellen Zustand des Gesamtsystems einsehen.

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Über- oder unterschreiten die von den INspektoren überwachten Qualitätsparameter definierbare Schwellwerte, werden diese Ereignisse mit Zeitstempel abgespeichert und können auch später noch bei der Ursachenforschung herangezogen werden. Ein Klick auf den jeweiligen Datenpunkt des historischen Verlaufs offenbart tiefergehende Informationen zum Ereignis (Qualitätsparameter, siehe oben). Gerade im Schichtbetrieb und für die rückblickende Analyse aufgetretener Störungen ist nach Fiedlers Ansicht die Fähigkeit von PROmanage NT, Daten bis zu einem Jahr in die Vergangenheit minutengenau verfügbar zu halten, entscheidend:

Teamarbeit: INspektor und PROmanage NT

„Zur Überwachung eines aktuellen Fehlers ist der INspektor wichtig, aber für die Historie brauchen wir PROmanage NT – die Fehler, die es erkennt, sind für einen Außenstehenden nicht sichtbar.“ So führten 2012 bei mehreren sporadischen Fehlern und Ausfällen eines Anlagenteils die Fehlerinformationen aus der SPS allein nicht zur Ursache. Die externe Errichterfirma des Anlagenteils änderte zunächst die Erdung. Kurzzeitig schien der Fehler behoben, trat im weiteren Betrieb aber wieder auf – die historischen Zustandsdaten von PROmanage (damals noch die Vorgängerversion) waren hier wertvolle Unterstützung und Nachweis zugleich. Auch beim Profibus-Retrofit des Verladesorters an der HUB im Jahr 2016 wurde die Kommunikation im Netzwerk regelmäßig im laufenden Betrieb überprüft, um den erfolgreichen Tausch der Komponenten und Teilnehmer kontrollieren zu können.

Alarmmanagement macht es Instandhaltern leichter

Auch wenn keine Umbaumaßnahmen anstehen, überwacht man im Logistikzentrum Altenkunstadt permanent den Datenverkehr im Netzwerk, um über eventuelle Qualitätsveränderungen sofort informiert zu werden. „Besonders komfortabel ist hier die Alarmfunktion per E-Mail, sobald ein Ereignis auftritt. Wir können ja keinen Mitarbeiter abstellen, der permanent die Weboberflächen aller 33 Inspektoren im Blick behält“, unterstreicht Fiedler die Erleichterung der Instandhaltung durch die zentrale Software.

Ein weiterer Vorzug von PROmanage NT in diesem Zusammenhang ist, dass der Anwender sofort sehen kann, welcher der verbauten INspektoren einen Alarm abgesetzt hat. So kann das technische Personal schnell und zielgerichtet reagieren.

Auch hier skizziert Fiedler die Notwendigkeit im Fehlerfall: Die Kommissionierer packen die Artikel nicht kundenbezogen, sondern nach gleichartigen Artikeln aus mehreren Bestellungen in wannenähnliche Transportbehältnisse. An speziellen Packstationen werden dann von Menschenhand die einzelnen Komponenten zur individuellen Bestellung des Kunden aus verschiedenen Wannen zusammengefügt und um Beilagen und Dokumente ergänzt. „Wenn der Wannenzufluss einmal steht, können 50 Leute auf einen Schlag nicht mehr arbeiten.“ Dies wäre nur durch Mehrarbeit auszugleichen. Durch das Alarmmanagement können die Benachrichtigungsparameter individuell angepasst werden und alle erforderlichen Mitarbeiter sind sofort informiert, um auf Vorboten von Qualitätsverschlechterungen reagieren zu können, bevor diese sichtbar werden.

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