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Studie

Nachfrage nach Chief Digital Officers steigt rasant

| Autor: Sarah Nollau

In der Nachfrage nach Fachkräften für die Digitalisierung im Unternehmen ist ein Wandel zu verzeichnen. Der Prozess wird zunehmend als unternehmensinterne Transformation verstanden. Dafür werden zunehmend intern IT- und Managementpositionen geschaffen.

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Besonders die Fertigungsindustrie braucht IT-Fachkräfte, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Besonders die Fertigungsindustrie braucht IT-Fachkräfte, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
(Bild: Pixabay / CC0)

Digitalisierungsfachkräfte werden händeringend gesucht. So hat sich die Anzahl der neuen Stellen dafür im letzten Jahr beinahe verdoppelt. Zu diesem Ergebnis kam das Job-Portal Joblift bei einer Analyse von 15 Millionen Stellenanzeigen der letzten zwei Jahre. Knapp 60 Prozent der Fachkräfte entstanden in Großkonzernen. Während Consultants für die Digitalisierung im Unternehmen weiterhin sehr beliebt sind, konnten IT-Fachleute für den internen Gebrauch im Unternehmen das größte Stellenwachstum erzielen. Aber auch der Bedarf an Führungskräften wie den Chief Digital Officer (CDO) stieg laut Joblift im letzten Jahr stark an.

Berater und IT-Fachkräfte gesucht

So wurden Berater mit dem Schwerpunkt Digitalisierung am häufigsten nachgefragt. Joblift verzeichnete 1.669 offene Stellen. Damit stieg der Bedarf im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in den letzten zwölf Monaten um 82 Prozent. IT-Fachkräfte stießen auf 1.317 Inserate in den letzten zwei Jahren. Management-Positionen erreichen mit 1.023 offenen Stellen Platz drei.

In den letzten 24 Monaten verzeichnete das Job-Portal 12.300 neue Stellen für die Digitale Transformation in Unternehmen. Dies ist nur ein geringer Anteil der insgesamt 15 Millionen ausgeschriebenen Jobs, bedeutet aber gleichzeitig eine Zunahme in diesem Berufssegment um 87 Prozent innerhalb der letzten zwölf Monate.

Den größten Bedarf haben Konzerne mit mehr als 1.000 Angestellten. Sie sind für 58 Prozent der entstandenen Stellen verantwortlich. Die meisten Inserate für Digitalisierungsjobs schaltet die Deutsche Bahn (3 Prozent), dicht gefolgt von Daimler und Siemens mit je zwei Prozent. In kleineren Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten entstehen lediglich 18 Prozent der Jobs für die Umsetzung der Digitalisierung.

Auf dem Weg zur Industrie 4.0

Besonders nachgefragt werden IT-Fachleute in der Fertigungsindustrie mit einem Anteil von 24 Prozent der Stellen. Grund hierfür ist sicherlich das Fortschreiten der Industrie 4.0. Die Digitalisierung der Prozesse ist ein wichtiger Vorgang, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die IT-Branche folgt mit 5 Prozentpunkten weniger, der Dienstleistungssektor ist mit 15 Prozent vertreten.

Interne Positionen für Digitalisierung

Ein Wandel ist ebenfalls im Bezug der Fachkräfte zu verzeichnen: Auch wenn Beratungen immer noch stark extern nachgefragt werden, wird das Thema Digitale Transformation immer mehr als interner Prozess des Unternehmens aufgefasst, indem hierfür intern IT- und Managementpositionen geschaffen werden. Wurden in den 24 Monaten vor Februar 2017 nur 23 Stellen für Chief Digital Officers ausgeschrieben, waren es seitdem in 16 Monaten schon 162 Posten.

Dieser Beitrag ist ursprünglich auf unserem Partnerportal IT-BUSINESS erschienen.

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